Final Fantasy 15: Noctis ist von Kurt Cobain inspiriert

von Sören Wetterau (02. März 2017)

Auf dem ersten Blick mögen Kurt Cobain und Noctis nicht viel gemeinsam haben. Doch unter der äußerlichen Fassade sollen sich der Musiker, der sich mit 27 Jahren das Leben genommen hat, und der Protagonist von Final Fantasy 15 ein wenig ähneln.

Dies gibt Dan Inoue, hauptverantwortlicher Autor für Final Fantasy 15, laut Polygon in einem Vortrag auf der laufenden Games Developer Conference preis. Inoue wollte es um jeden Fall vermeiden, Noctis in einen typischen "Emo Rollenspielprotagonisten" zu verwandeln, gleichzeitig war er sich jedoch darüber bewusst, dass der Prinz Probleme mit seiner Rolle in der Welt hat. In Kurt Cobain, dem Frontmann und Sänger der Gruppe Nirvana, habe Inoue eine passende Inspiration gefunden, wie er Noctis darstellen kann: Wie "einen Rockstar, welcher das Rampenlicht verschmäht".

Laut Inoues Aussagen war es für ihn das erste Mal, dass er für einen Charakter ein real existierendes Vorbild heranzog. Normalerweise versucht er dies zu vermeiden, um dem jeweiligen Charakter seine ganz eigene Geschichte zu verpassen. Die nächste Ausnahme bildet vermutlich der Charakter-Editor, der in Zukunft Final Fantasy 15 bereichern soll.

Als Beispiel für seine obige Aussage führt Inoue Noctis' Freund Prompto an, der zu Beginn des Spiels sehr leichtlebig erscheint, aber nach und nach mit düsteren Themen konfrontiert wird. Mithilfe des Animes Brotherhood - Final Fantasy 15 hat es das Team außerdem geschafft, Promptos Charakter weiter zu definieren und aufzuzeigen, dass er sich ebenfalls mit Unsicherheiten herumschlägt und auf der Suche nach seinem eigenen Platz in der Welt ist. Ganz typische Probleme, die perfekt zum Motto des Spiels passen: Eine fantasievolle Welt basierend auf der Realität.

Dies gilt gleichermaßen für die Spielwelt, in der die vier großen Distrike auf realen Gebieten basieren. Die Stadt Altissia ist beispielsweise sehr stark von Venedig inspiriert. Um die Atmosphäre der italienischen Stadt gut einzufangen, habe das Team von Square Enix sehr eng mit den Übersetzern aus Italien zusammengearbeitet. Selbiges gilt für die Hauptstadt Insomnia, die eine "kulturelle Mischung" aus New York City, London, Paris und Tokyo darstellt.

Ob sich das gelohnt hat oder nicht, erfahrt ihr derweil im ausführlichen Test: "Final Fantasy 15 für euch durchgespielt - Kein schlechtes Spiel".

Mit Final Fantasy 15 wagt sich die langjährige Reihe in neue Gebiete vor: Nicht nur der veränderte Stil fällt auf, sondern auch das Kampfsystem, welches nun mehr einem Action-Rollenspiel gleicht.

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Tags: Singleplayer   Open World   Fantasy  

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