Nintendo Switch: So nutzt ihr die Joy-Cons optimal

(Special)

von Marco Tito Aronica (03. März 2017)

Schon mit dem N64-Controller revolutionierte Nintendo das Spielgefühl für die Welten der 3D-Polygone, ehe mit der Wii eine Basis für die heutige Bewegungssteuerung erschaffen wurde. Gleiches soll auch für die Joy-Cons der Nintendo Switch gelten.

Die Joy-Cons können vielseitig eingesetzt werden und erlauben einen schnellen Wechsel von Einzel- zu Mehrspielerpartien. Die Controller werden dabei jedes Mal in andere Zubehörteile gesteckt oder mit Komponenten verbunden. Besonders mit der Handgelenkschlaufe der Joy-Cons treten anfangs vermehrt Probleme auf. Wir möchten euch hier einen Trick zeigen, mit dem ihr Zubehörteile sicher an- und abstecken könnt. Außerdem gehen wir auf die Besonderheiten der Joy-Cons ein.

So funktionieren die Joy-Cons

Wollt ihr alleine in Nintendos bunte Spielwelten eintauchen, befestigt ihr beide Controller (L und R) an einem Griff, der glücklicherweise jeder Konsole beiliegt. Während ihr beide Joy-Cons zu einem eher klassischen Controller geformt habt, werden die Akkus der angesteckten Geräte zeitgleich aufgeladen. Nach offiziellen Angaben hält der Akku der Joy-Cons knapp 20 Stunden ohne Ladevorgang stand.

Alternativ geht ihr mit der Konsole auf Reisen und verbindet die Joy-Cons mit dem Tablet. Die beiden Bedienelemente könnt ihr getrennt voneinander auch für den TV-Modus verwenden - eure Schultern danken euch für etwas Entlastung. Dabei verbindet ihr die Handgelenkschlaufen mit euren Joy-Cons, damit ihr die Controller nicht in euren Fernseher werft und sie besser in den Händen liegen.

Handgelenkschlaufe sicher entfernen

Ist die Handgelenkschlaufe einmal an den Joy-Cons angebracht, hält sie so ziemlich allen Wirbelattacken und Kinnhaken-Bewegungen stand. Das ist toll, doch gleichzeitig für viele in der Anwendung ein großes Problem. Die Halterung für die Handgelenkschlaufe lässt sich mit Leichtigkeit auf die Schiene des Joy-Con schieben. Hier müsst ihr nur auf die Plus- und Minus-Zeichen auf den Geräten achten. Wollt ihr sie allerdings wieder entfernen, scheinen die Komponenten untrennbar zu sein.

Diesen grauen Hebel an den Joy-Cons könnt ihr leicht übersehen.Diesen grauen Hebel an den Joy-Cons könnt ihr leicht übersehen.

Auf der Unterseite der Erweiterung findet ihr einen grauen Schieberegler ("Lock"), den ihr beim Anbringen der Handgelenkschlaufe nach oben drücken müsst. Beim Entfernen der Zubehörteile zieht ihr diesen nach unten und drückt gleichzeitig auf den schwarzen Knopf oben auf der Rückseite des Joy-Con. Diesen nutzt ihr auch, wenn ihr die Controller von der Konsole oder dem Griff trennen wollt. Bei diesem Vorgang kann es passieren, dass ihr den Schieberegler aus Versehen nach oben drückt. Achtet darauf und ihr könnt die Handgelenkschlaufe sicher entfernen.

Unser Tipp: Greift das schwarze Plastikteil der Handgelenkschlaufe etwa in der Mitte und schiebt es mit leichtem Druck nach oben.

Was genau macht die Joy-Cons so besonders?

Neben den üblichen Tasten und Analog-Sticks befindet sich ein Aufnahmeknopf auf dem linken Joy-Con. Mit diesem könnt ihr Screenshots erstellen und künftig sogar Videos aufnehmen. Die rechte Einheit besitzt eine NFC-Schnittstelle, mit der ihr eure Amiibo-Figuren zum Leben erweckt. Dank der implementierten Gyro- und Beschleunigungssensoren, ist auch eine Bewegungssteuerung à la Wii-Fernbedienung mit den Joy-Cons möglich.

Die Handgelenkschlaufe sorgt für mehr Halt und Komfort beim Spielen.Die Handgelenkschlaufe sorgt für mehr Halt und Komfort beim Spielen.

Besonders stolz ist Nintendo auf die Infrarot-Bewegungskamera und die HD-Vibrationsfunktion der Controller. Erstere ermöglicht die Erfassung von Entfernungen sowie der Bewegungen und Umrisse von Objekten. Dies kommt zum Beispiel in der Minispiel-Sammlung 1-2-Switch zum Einsatz. Ebenso profitieren diese Spielereien von der HD-Vibrationsfunktion, die euch einzelne Gegenstände differenziert spüren lassen soll. Im Ankündigungstrailer war beispielsweise zu sehen, wie ihr ein Glas mit Eiswürfeln schüttelt und dabei die Anzahl der Objekte präzise ermitteln könnt.

Möchtet ihr das schlichte Grau der Nintendo Switch etwas auflockern, dann könnt ihr die Joy-Cons in den Farben Blau und Rot erwerben. Dabei gibt es Sets, die zwei gleichfarbige Controller enthalten oder solche, die euch unterschiedliche Farbkombinationen anbieten. Eine Handgelenkschlaufe ist in jedem Fall dabei. Zu dem erweiterten Zubehör zählt noch das Joy-Con-Lenkrad, welches ihr nur im Doppelpack für etwa 15 Euro kaufen könnt.

Die neuesten Erkenntnisse zu den Controllern sind allerdings weniger erfreulich. Anscheinend haben Nutzer mit einer Desynchronisierung der Joy-Cons zu kämpfen, wenn sie im TV-Modus genutzt werden. Das Signal zwischen Controller und Konsole bricht in regelmäßigen Intervallen ab. Das Problem besteht sogar bei dem beigelegten Griff, nur der 70 Euro teure Pro-Controller scheint von diesen Verbindungsproblemen nicht betroffen zu sein.

Pro-Controller als Alternative zu den Joy-Cons

Sind euch die Joy-Cons zu verspielt oder verschlingen eure Hände die vergleichsweise kleinen Geräte, dann habt ihr immer noch die Möglichkeit den Pro-Controller für ein traditionelles Spielgefühl zu verwenden. Ebenso wie seine kleinen Geschwister, verfügt der Pro-Controller über eine NFC-Schnittstelle für Amiibo-Figuren und eine Aufnahme-Taste für das Erstellen von Bildern und Videos. Auch die HD-Vibrationsfunktion und der Gyrosensor sind in dem Controller verbaut. Ihr müsst also auf keine Funktionen verzichten und könnt Spiele so genießen, wie ihr es aus vergangenen Tagen gewohnt seid.

Design und Tasten-Anordnung des Pro-Controllers erinnern an einen Xbox-Controller.Design und Tasten-Anordnung des Pro-Controllers erinnern an einen Xbox-Controller.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass ihr den Pro-Controller via Bluetooth sogar am PC nutzen könnt. So soll auch Steams "Big Picture"-Modus mit dem Gerät kompatibel sein.

Tags: Hardware  

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