The Legend of Zelda - Breath of the Wild: Miyamoto wollte nicht aufhören, auf Bäume zu klettern

von Luis Kümmeler (07. März 2017)

Im Rahmen der Game Developers Conference in San Diego hat der leitende Entwickler Hidemaro Fujibayashi von Nintendo eine Anekdote zum Entstehungsprozess von The Legend of Zelda - Breath of the Wild zum Besten gegeben. Es ging um die Entwicklerlegende Shigeru Miyamoto, der seine erste Spielstunde in Breath of the Wild offenbar nur mit dem Erklimmen von Bäumen verbrachte.

Mit The Legend of Zelda - Breath of the Wild hat Nintendo ein riesiges, ambitioniertes "Open World"-Spiel für Wii U und Nintendo Switch entwickelt, doch um die Umsetzung dieses Konzeptes überhaupt erst in Gang zu setzen, war innerhalb des Unternehmens offenbar etwas Überzeugungsarbeit nötig. Im Rahmen der Game Developers Conference in San Diego hat der leitende Entwickler Hidemaro Fujibayashi eine nette Anekdote mit der englischsprachigen Webseite Kotaku geteilt. Besagte Anekdote dreht sich rund um die Entwicklerlegende Shigeru Miyamoto. Der und Zelda-Produzent Eiji Aonuma wollten nämlich im frühen Stadium der Entwicklung wissen, was man im neuen Zelda-Spiel machen könne.

„Meine Antwort gegenüber den Herren Miyamoto und Aonuma war: 'Ihr könnt alles tun'“, so erzählt Fujibayashi. „Aber ich musste es ihnen wirklich verkaufen. [...] Und ich dachte mir, die beste Art und Weise, diese Idee zu übermitteln, sei, ihnen zu zeigen, dass man Wände erklimmen kann.“ Also kreierten Fujibayashi und sein Team einen kleinen Prototypen von Breath of the Wild, ein begrenztes Areal, mit einigen Bäumen, und versteckten Rubinen an diversen Orten, die man erkunden konnte. „Wir legten Rubine in die Baumkronen, um sie wissen zu lassen, dass wir auch das berücksichtigt haben, sagten ihnen aber nichts davon“, so Fujibayashi. „Alles, was ich sagte, war: 'Hier, spielt das Spiel.' Und das erste, was [Miyamoto] tat, war, einen Baum hochzuklettern.“

Mit dieser Methode habe Fujibayashi die beiden Nintendo-Größen vom „Breath of the Wild“-Konzept überzeugt – tatsächlich so sehr überzeugt, dass Miyamoto offenbar gar nicht mehr damit aufhören wollte, Bäume zu erklettern. „[...] Er verbrachte gut eine Stunde damit, nur Bäume hochzuklettern. [...] Wir hatten auch an anderen Orten Rubine versteckt, aber er kletterte nur auf Bäume. Hoch und runter“, erinnert sich Fujibayashi. An diesem Punkt hätten er und sein Team realisiert, etwas richtig gemacht zu haben – ein Spiel, in dem das Erklettern von Bäumen so viel Spaß machen könne wie das Niedermetzeln von Monstern. Dies sei auch der Grund, warum The Legend of Zelda - Breath of the Wild auf eine begrenzte Anzahl von Kernmechaniken reduziert wurde, die auf vielfältige Arten eingesetzt werden können.

The Legend of Zelda - Breath of the Wild ist für Wii U und Nintendo Switch erhältlich.

In der Bildergalerie gibt es weitere Eindrücke vom fertigen The Legend of Zelda - Breath of the Wild, das sich als erster Teil der Reihe voll und ganz dem Konzept einer riesigen, offenen Spielwelt mit zahlreichen Möglichkeiten hingibt.

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Tags: Open World   Shigeru Miyamoto   Eiji Aonuma  

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