Pokémon Go: Mittels der Taschenmonster auf Geschlechtskrankheiten aufmerksam machen

von Dennis ter Horst (10. März 2017)

In Pokémon Go seid ihr draußen unterwegs und fangt verschiedene Taschenmonster, um sie eurer Sammlung hinzuzufügen. Seit vergangenem Sommer läuft die große Jagd und überall auf der Welt gehen die Spieler auf die Straße, um weitere Pokémon zu suchen. Der Bekanntheitsgrad ist wieder deutlich gestiegen, auch wenn Entwickler Niantic nun einige Fehler bezüglich der Arena-Kämpfe eingesteht. Die Macher geloben aber Besserung.

Die Internetseite STD check wirbt schon länger mit der bekannten Pokémon-Marke für die eigenen Dienste. Die Seite berät ihre Besucher in aufkommenden Fällen von Geschlechtskrankheiten (STD steht für "sexually transmitted deseases", zu Deutsch: sexuell übertragbare Krankheiten). Das Bild, welches ihr oben im Aufmacher seht, ist diesbezüglich keine Neuheit. Zudem wird auch der bekannte Pokémon Slogan "Gotta catch 'em all" mit dem Satz "Cuz you don't wanna catch 'em all (Weil du dir nicht alles einfangen willst)" klug umgesetzt.

Es lässt sich durch solch eine Werbung sehr gut darauf aufmerksam machen, dass mit Geschlechtskrankheiten eben nicht zu Spaßen ist. Auch von Freestdcheck.com gibt es so einige Werbeflächen, wie ein Nutzer via Twitter zeigt.

Letztendlich ist dies ein guter Schachzug, denn so gut wie jeder weiß, worum es sich bei Pokémon handelt und auch Geschlechtskrankheiten sind stets ein Thema. Hier wird ein aktueller Trend der Medienkultur also auf intelligente Art und Weise genutzt.

Andere Leute nutzen dagegen Pokémon selbst, um auf bestimmte Geschlechtskrankheiten aufmerksam zu machen und darüber zu informieren, wie die englischsprachige Seite Kotaku näher ausführt. Seht dies am Beispiel des Twitter-Nutzers Francis. Hier wird ein Glumanda als "Gonorrhea" (Gonorrhoe, auch als Tripper bekannt) betitelt. Mit dabei sind ein paar Details und nützliche Informationen. Zudem steht auch genau dabei, wie man solch eine Krankheit am besten umgeht.

Dies ist nicht nur amüsant, sondern bleibt noch dazu irgendwie in den Köpfen der Leute. Schließlich handelt es sich bei Pokémon letztendlich um eine Serie, die sich eigentlich an Kinder und Jugendliche richtet. Die Welt der Erwachsenen umgeht den Bekanntheitsgrad der Taschenmonster jedoch nicht und nutzt aktuelle Trends, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen.

Achtet also noch mehr auf eure Umgebung, wenn ihr das nächste Mal mit Pokémon Go die Straßen und Wälder unsicher macht. Vielleicht tauchen solche Werbeplakate ja auch mal in unseren Gefilden auf.

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Tags: Online-Zwang   Singleplayer   Politik  

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