Oculus Game Days - Auf Tuchfühlung mit acht Exklusiv-Spielen - Brass Tactics, Mage's Tale, Rock Band VR, Blade & Soul - Table Arena, From Other Suns

(Special)

Nummer 4: Brass Tactics

System: Oculus Rift (inklusive Touch)

Entwickler: Hidden Path Entertainment

Veröffentlichungstermin: Oktober 2017

Spielt ihr im Multiplayer-Modus, wird der Gegner in Form einer blauen Silhouette angezeigt.Spielt ihr im Multiplayer-Modus, wird der Gegner in Form einer blauen Silhouette angezeigt.

In Brass Tactics, einem klassischen Echtzeit-Strategiespiel von Age of Empires 2 Chef-Designer Mark Terrano, stehen sich zwei Generäle an einem riesigen Tisch gegenüber. Der Tisch selbst ist das Schlachtfeld und so gestaltet, dass ihr stets ins Lager des Gegners schauen könnt. Ihr seht also zu jeder Zeit, was euer Widersacher in etwa plant und könnt adäquat darauf reagieren. Besser noch: Indem ihr die Ringfinger-Tasten hineindrückt und die beiden Touch Controller gleichzeitig in die gewünschte Richtung bewegt, könnt ihr blitzschnell jeden Ort auf der Karte im Detail inspizieren. Einen Nebel des Krieges gibt es nicht.

Aber auch das Selektieren und Umherkommandieren der zahlreichen Einheitentypen sowie das Verbesssern der verschiedenen Basis-Gebäude klappt locker flockig und führt dazu, dass selbst Genre-Neulinge die grundlegende Steuerung binnen Minuten verinnerlichen.

Beim Grafikstil kann das für Oktober 2017 geplante Spiel von Hiddenpath Entertainment ebenfalls Akzente setzen. Ihr habt schon mal die Introsequenz einer "Game of Thrones"-Folge gesehen? Genau diesen Zahnrad-Look nutzt auch Brass Tactics.

Die Schlachtfelder in Brass Tactics sind schön übersichtlich, bieten aber gleichzeitig genügend Platz für taktische Winkelzüge.Die Schlachtfelder in Brass Tactics sind schön übersichtlich, bieten aber gleichzeitig genügend Platz für taktische Winkelzüge.

Spielseitig wagt Brass Tactics keine allzu großen Experimente. Das äußert sich zum einen darin, dass beide Spieler letztendlich die gleichen 18 Einheitentypen (Schwertkämpfer, Bogenschützen, Kavallerie, Spinnenpanzer, Flugmaschinen etc.) in die Schlacht führen. Zum anderen durch die Tatsache, dass Mikromanagement-Tätigkeiten wie der manuelle Abbau von Ressourcen oder das Aussenden von Späher-Einheiten komplett wegfallen.

Keine Lust auf die im Schnitt 25-minütigen Mehrspieler-Geplänkel? Für das finale Spiel verspricht Hidden Path außerdem eine umfangreiche Story-Kampagne sowie Koop-Partien gegen unterschiedlich herausfordernde KI-Persönlichkeiten.

Nummer 5: Mage's Tale

System: Oculus Rift (inklusive Touch)

Entwickler: inXile Entertainment

Veröffentlichungstermin: 2017

Geht ein Widersacher - wie hier das Skelett - in die Nahkampf über, hat der Fernkampf-erprobte Held aus Mage's Tale schlechte Karten.Geht ein Widersacher - wie hier das Skelett - in die Nahkampf über, hat der Fernkampf-erprobte Held aus Mage's Tale schlechte Karten.

Mit Torment - Tides of Numenera lieferte inXile Entertainment erst kürzlich einen wahrlich vielschichtigen Rollenspiel-Koloss ab. Ganz anders Mage’s Tale. Das spielt zwar auch in einem komplexen Rollenspiel-Universum, setzt jedoch alles daran, eine möglichst breite Zielgruppe abzuholen.

Die Grundidee: Ihr schlüpft in die Rolle eines frisch gebackenen Zauberlehrlings und habt nun die Ehre, euren Mentor Alguin aus den Fängen des hinterhältigen Hexenmeisters Gaufroi zu befreien. Damit die heikle Mission von Erfolg gekrönt ist, müsst ihr euch allerdings erst einmal durch elf umfangreiche Dungeons kämpfen - darunter die stinkenden Abwasserkanäle von Skara Brae und die lebenden Grabstätten von Bösewicht Charn.

Wie es sich für ein Touch-optimiertes Spiel gehört, erfolgt die Interaktion mit der Spielwelt auf sehr natürliche Art und Weise. Um beispielsweise einen Feuerball heraufzubeschwören, formt ihr eure Hand zunächst zu einer Faust. Im Anschluss erscheint ein glühender Lavabrocken, den ihr nun mit voller Wucht einem kreischenden Goblin entgegen schleudert. Gezielt wird ganz intuitiv durch Anvisieren des Gegners mit dem Headset. Ihr wollt einen neuen Trank brauen? Dann teleportiert euch einfach schnell in euer Magierlabor, werft die korrekten Zutaten in einen riesigen Kessel, verrührt alles mit einem überdimensionierten Löffel und kippt euch das Gesöff genüsslich hinter die Binde.

In Mage's Tale lässt die Unreal Engine 4 ihre Muskeln spielen. Vor allem die Lichteffekte wissen zu gefallen.In Mage's Tale lässt die Unreal Engine 4 ihre Muskeln spielen. Vor allem die Lichteffekte wissen zu gefallen.

Motivierend: Während ihr euch durch die immer schwieriger werdenden Kerker kämpft und knobelt, kommentiert ein garstiger Mitarbeiter von Alguin jeden eurer Schritte mit bissigen Sprüchen. Dazu gibt’s witzige Easter Eggs aus anderen inXile-Spielen, jede Menge Freischaltextras und eine wirklich gelungene Grafik, die ziemlich genau mit dem übereinstimmt, was die hier abgebildeten Hersteller-Screenshots zeigen.

Nummer 6: Rock Band VR

System: Oculus Rift (inklusive Touch)

Entwickler: Harmonix Music Systems

Veröffentlichungstermin: 23. März 2017

Die KI-gesteuerten Bandmitglieder sind prima animiert und singen absolut lippensynchron.Die KI-gesteuerten Bandmitglieder sind prima animiert und singen absolut lippensynchron.

Bei Rock Band VR ist der Name Programm. Naja, zumindest teilweise, denn um das weltbekannte Musikspiel vernünftig an die Besonderheiten von VR anzupassen, musste Entwickler Harmonix den allseits bekannten Spielablauf stellenweise überarbeiten. Wichtigste Neuerung: Die Musikspiel-typische, in der Regel von oben nach unten laufende Notenautobahn weicht einem von links nach rechts laufenden Akkord-Strahl. Auf diesem wiederum werden hintereinander Akkorde vorgegeben (derzeit gibt es sieben verschiedene Griffkombination), die ihr nun im Takt auf der mitgelieferten Plastikklampfe anschlagen müsst. Im Gegensatz zu anderen Rock Band Spielen dienen die Vorgaben allerdings nur als Empfehlungen, um eine möglichst hohe Punktzahl herauszuspielen. Wer mag, kann auch einfach im Takt einen beliebigen Akkord anstimmen und streicht dafür ebenfalls Punkte ein.

Zugegeben, all das klingt auf den ersten Blick nach einem krassen Bruch mit etablierten Serienkonventionen. Da man sich in Rock Band VR jedoch regelmäßig umschaut (ihr spielt aus der Perspektive des Gitarristen!) und eben nicht ständig komplizierte Tastenabfolgen im Auge behalten kann, ergibt das vereinfachte Spielprinzip durchaus Sinn. Ob es sich auf Dauer bewährt, wird allerdings erst der Langzeit-Test zeigen. In jedem Fall gilt: Das Mittendrin-Gefühl ist fantastisch. Einerseits, weil die Plastikgitarre (eine beiliegende Halterung für einen Touch-Controller macht’s möglich) komplett in VR zu sehen ist und passend zu euren Bewegungen mitgeht, andererseits weil ihr jederzeit zwischen verschiedenen Positionen auf der Bühne wechseln dürft.

In Rock Band VR erlebt ihr das Geschehen aus der Ego-Perspektive und könnt euch auf der Bühne nach Belieben umschauen.In Rock Band VR erlebt ihr das Geschehen aus der Ego-Perspektive und könnt euch auf der Bühne nach Belieben umschauen.

Lob zudem für die Möglichkeit, bereits vorhandene Rock Band Gitarren mit Rock Band VR nutzen zu können. Die Tracklist geht ebenfalls schon gut ins Ohr und soll zum geplanten Start am 23. März mehr als 60 Songs beinhalten. Weniger überzeugend: Derzeit unterstützt Rock Band VR lediglich Gitarren als Instrument und ist nur alleine spielbar. Mikrofon und Schlagzeug kommen vorerst nicht zum Einsatz. Harmonix schließt allerdings nicht aus, dass man hier in Zukunft noch nachbessert.

Nummer 7: Blade & Soul - Table Arena

System: Oculus Rift (inklusive Touch)

Entwickler: NC Soft

Veröffentlichungstermin: unklar

Jede der aktuell 37 Spielfiguren lässt sich durch regelmäßigen Einsatz in Online-Duellen aufleveln.Jede der aktuell 37 Spielfiguren lässt sich durch regelmäßigen Einsatz in Online-Duellen aufleveln.

Am 19. Januar 2016 erschien Blade & Soul - ein bisher primär für den asiatischen Markt entwickeltes Online-Rollenspiel - endlich auch im Westen. Wohl wissend, dass die Marke in hiesigen Gefilden aber durchaus noch einen Bekanntheitsschub vertragen kann, kündigte NC Soft nun Blade & Soul - Table Arena an. Ein konkreter Veröffentlichungstermin steht zwar noch nicht fest, wohl aber der grundlegende Ansatz. Konkret: Zwei Feldherren blicken aus jeweils entgegengesetzten Richtungen auf eine schachbrettartig aufgebaute Arena. Das Ziel: Die Festung des jeweils anderen niederreißen, indem ihr unterschiedliche Krieger heraufbeschwört und dann taktisch klug auf dem Schlachtfeld platziert.

Kaum Boden unter den Füßen, laufen die vom MMO inspirierten Figuren dann los und preschen in Richtung feindliche Basis vor. Der Gegner muss natürlich genau das verhindern und wirft seinerseits unterschiedlich befähigte Kämpfer ins Getümmel. Wichtig: Anders als bei einem klassischen Echtzeit-Strategiespiel habt ihr keine Kontrolle mehr über das, was eure Truppen letztendlich auf dem Schlachtfeld tun - das entscheidet ganz allein die KI. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, im richtigen Moment die richtigen Einheiten heraufzubeschwören.

Aus dieser Perspektive finden die Schlachten in Blade & Soul - Table Arena statt. Eine Draufsicht ist nicht vorgesehen.Aus dieser Perspektive finden die Schlachten in Blade & Soul - Table Arena statt. Eine Draufsicht ist nicht vorgesehen.

Euer Gegenüber ist gerade primär mit schlecht gepanzerten Fernkämpfern unterwegs? Dann könnte eine clevere Strategie darin bestehen, robuste Nahkämpfer direkt an der Front abzusetzen. Doch Obacht: Jeder Einheitentyp und jeder Zauberspruch verbraucht beim Ausspielen Kristallpunkte, die sich in der ersten Hälfte einer Partie eher gemächlich regenerieren. Erst nach cirka drei Minuten geht das Spiel in den sogenannten Fever-Mode über und stellt euch in viel kürzeren Abständen neue Beschwörungskristalle zur Verfügung. Was bleibt sind schweißtreibende Online-Duelle, die bereits nach wenigen Runden immer neue taktische Möglichkeiten offenbaren. Nicht zuletzt, weil ihr euch vor jedem Match für ein Team aus acht Figuren (aus derzeit 37 verschiedenen) entscheiden müsst, die sich zudem allesamt bis Level 30 hochstufen lassen.

Nummer 8: From Other Suns

System: Oculus Rift (inklusive Touch)

Entwickler: Gunfire Games

Veröffentlichungstermin: Herbst 2017

Einer stürmt vor, zwei geben Feuerschutz: Im "3 Spieler"-Koop-Modus dreht From Other Suns erst richtig auf.Einer stürmt vor, zwei geben Feuerschutz: Im "3 Spieler"-Koop-Modus dreht From Other Suns erst richtig auf.

Firefly trifft Guardians of the Galaxy. Müsste man die Grundstimmung von From Other Suns - dem neuen Spiel der Chronos- und Dead & Buried-Entwickler - mit wenigen Worten beschreiben, würde es diese Kombination wahrscheinlich am besten treffen. Die Hintergrundgeschichte ist schnell erzählt: In einer fernen Zukunft sieht sich die Menschheit mit dem sogenannten Kollaps konfrontiert. In Folge dieses alles umwälzenden Ereignisses sind Millionen Menschen plötzlich auf der anderen Seite eines Wurmloches gefangen. Doch das ist nicht ihr einziges Problem. Skrupellose Raumpiraten, intrigante Mega-Unternehmen und eine extraterrestrische Bedrohung halten die Überlebenden der Katastrophe in Atem.

Das aus bis zu drei menschlichen Spielern bestehende Team lässt sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: An Bord eines aufrüstbaren Raumschiffs reist ihr als Koop-Trio durch die zahlreichen Sektoren des mysteriösen Wurmloch-Systems und erlebt eine Vielzahl von Missionen in prozedural generierten Szenarien. Eine davon durften wir in London bereits anspielen.

Die Aufgabe (ein havariertes Raumschiff inspizieren) war vergleichsweise simpel, sorgte jedoch durch hartnäckig kämpfende Robo-Schergen, hübsch gestaltete Umgebungen und ein recht abwechslungsreiches Waffenarsenal für zahlreiche Herzklopf-Momente. Ebenfalls gut gelöst: Ob man sich nun teleportierend oder ganz klassisch wie in einem Ego-Shooter durch die Level bewegt, kann jeder frei entscheiden.

Sämtliche Level sind prozedural generiert - nicht nur im Multiplayer eine echte Bereicherung.Sämtliche Level sind prozedural generiert - nicht nur im Multiplayer eine echte Bereicherung.

Überhaupt stehen spielerische Freiheiten weit oben auf der Design-Agenda. So ist es zum Beispiel möglich, dass sich Spieler A auf dem eigenen Raumschiff befindet und einen weit entfernten Feindkreuzer mit Lasergeschützen unter Feuer nimmt. Gleichzeitig können Spieler B und C gemeinsam auf eben diesem Feindkreuzer gegen Aliens kämpfen - während um sie herum alles in Flammen aufgeht. Ob ihr die Menschheit am Ende des Tages retten wollt oder die Not anderer ignoriert und euch lieber als raffgierige Raumpiraten verdingt, ist ebenfalls zu keiner Zeit vorgeschrieben. Ein vielversprechendes Konzept, das bei ausreichender Spielerzahl durchaus eine loyale Fan-Community finden könnte.

Inhalt

Tags: Oculus Rift   Virtual Reality  

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