Test Voez - Musikspiel satt!

von Michael Krüger (17. März 2017)

Vom Smartphone zur Konsole. Was auf der PS Vita funktioniert, wird auch zur Praxis bei der Switch. Ein Spiel macht den Anfang und zeigt, wie sich die Switch als reiner Touchscreen schlägt.

Habt ihr ein Gerät mit Android oder iOS, kennt ihr sicher diese Piano-Spiele, bei denen ihr herunterfallende Tastenfelder im Takt der Musik aktiviert. Das Prinzip ist vergleichbar mit Guitar Hero oder Rock Band. Nur, dass ihr statt Tasten direkt auf den Bildschirm drückt.

Auch Voez funktioniert so, packt die Spielmechaniken allerdings in ein Kostüm aus japanischen Aquarell-Novellen und fordert etwas mehr als nur euer Taktgefühl. Verschiedene Aktionen und ein dynamisches Spielfeld treiben euch früh den Schweiß auf die Stirn, ziehen euch allerdings wie andere Rhythmus-Spiele schnell in den Bann.

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Stimmung statt Erzählung

Eine Handlung gibt es in Voez zwar, diese ist allerdings eher nebensächlich und muss erarbeitet werden. So verzichtet das Spiel gänzlich auf Zwischensequenzen und einen linearen Verlauf, der euch durch das Spiel führt. Stattdessen erhaltet ihr für das Abschließen von Herausforderungen eine Spielwährung, die ihr dann in Ausschnitte eines Tagebuchs investiert.

Selten, doch dafür echte Hingucker: Die Handlungsschnippsel von VoezSelten, doch dafür echte Hingucker: Die Handlungsschnippsel von Voez

Die Bilder erinnern teilweise an Aquarellzeichnungen und halten so den auch ansonsten recht pastelllastigen Ton von Voez. Die Präsentation ist schlicht und zart, wirkt gleichzeitig aber modern. Im Zentrum stehen natürlich die über 100 Lieder, die ihr spielt. Jedes einzelne verfügt über ein eigenes Bild, das die Stimmung des Musikstücks einfängt.

In welcher Reihenfolge ihr euch durch die Sammlung spielt, ist euch überlassen. Sortieroptionen sind ebenso vorhanden, wie die Möglichkeit, Lieder nach Bedarf schwieriger oder leichter einzustellen. Und ohne Frage macht alleine schon die Navigation von Voez Spaß. Alles fühlt sich leicht und unbeschwert an.

Haut in die Tasten!

Im Zentrum stehen natürlich die einzelnen Lieder selbst. Wie eingangs erwähnt, fangt ihr unten auf dem Bildschirm auf Höhe einer feinen Linie die herabfallenden Noten durch einen Druck mit dem Finger ab. Gewöhnliche Rauten werden einfach gepresst, blaue in die angezeigte Richtung gewischt und weiße erlauben euch einer Reihe von Noten zu folgen, ohne den Finger vom Bildschirm zu nehmen. Das mag vielleicht erst einmal etwas kompliziert klingen, erklärt sich allerdings von alleine und das bereits nach wenigen Minuten.

Blaue Noten verändern durch Wischen das Spielfeld.Blaue Noten verändern durch Wischen das Spielfeld.

Besonders ist neben den verschiedenen Noten auch das Spielfeld an sich. Dieses verändert sich nämlich immer wieder, so dass ihr in einem Moment Noten an den Seiten fangt und im nächsten Augenblick in der Mitte oder über den ganzen Bildschirm verteilt. Eure Finger werden dabei ordentlich sportlich beansprucht, was neben einem gewissen Reiz und Nervenkitzel allerdings auch ein Problem mit sich bringt. Zumindest wenn ihr die Switch wie ein Smartphone haltet.

Spielt ihr mit euren Daumen können breite Notenfolgen schnell zu einem Problem werden. Habt ihr nicht besonders lange Finger, werdet ihr vermutlich sogar umgreifen müssen oder es einfach nicht hinbekommen. Mit den Zeigefingern spielt sich Voez deutlich angenehmer. Allerdings geht das nur, wenn ihr die Switch hinlegt. Abgesehen davon hat Voez eine schöne Sogwirkung auf euch und lockt euch regelmäßig mit Erfolgserlebnissen, ähnlich dem Erlernen eines Instruments.

Meinung von Michael Krüger

Nicht nur aus Mangel an Alternativen ist Voez eine gute Investition für die Switch. Als erstes Spiel, das nur per Touchscreen gesteuert werden kann, gibt es euch einen guten Grund, die Mobilität der Switch zu nutzen. Die Musikauswahl ist schön und bewegt sich zwischen Elektro über Rock bis hin zu Klassik. Trotz der Genre-Wechsel klingen viele Stücke aber recht ähnlich. Dennoch sind ein paar schöne Ohrwürmer dabei. Mit dem oberen Schwierigkeitsgrad habt ihr zudem ein paar knackige Herausforderungen vor euch. Der Verzicht auf DLCs ist ebenfalls lobenswert.

Voez ist für Smartphones und Tablets nämlich kostenlos. Weitere Lieder müssen allerdings einzeln nachgekauft werden. Auf der Switch habt ihr keine weiteren Kosten zu befürchten, dafür ist das Spiel nicht gratis. Der Umfang kann sich also auf jeden Fall sehen lassen. Mit über 100 Musikstücken werdet ihr sicher eine ganze Weile beschäftigt sein und müsst nicht ständig Lieder nachkaufen.

77

meint: Ein tolles Musik-Spiel, das vor allem durch großen Umfang und saubere Mechaniken punktet. Die Auswahl der Lieder könnte einen Tick mehr Abwechslung vertragen.

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Tags: Singleplayer   Anime  

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