Traum wahr geworden: Vom Fan zum Programmierer für Zelda - Breath of the Wild

von Sören Wetterau (20. März 2017)

2007 hatte Corey Bunnell einen Traum: Er möchte bei Nintendo arbeiten. Der junge Mann, der zu dem Zeitpunkt gerade seine Schullaufbahn abgeschlossen hat, sucht deshalb im Forum der Webseite Translator Café nach Antworten, ob und wie er in Japan studieren könnte.

Zehn Jahre später taucht sein Name in den Credits von The Legend of Zelda - Breath of the Wild auf, wie ein Reddit-Nutzer berichtet. Bunnell ist dort als Mitarbeiter für "Wildlife Programming" gelistet, sprich: Er und seine Kollegen sind verantwortlich für die Verhaltensweisen von Tieren in der offenen Welt des aktuellen Link-Abenteuers.

Die Geschichte von Bunnell klingt zu Beginn wie die vieler Fans: Das eigene Lieblingsspiel ist Mario, weshalb er am liebsten für Nintendo in Japan arbeiten möchte. Immerhin weiß er in seinem Forumsbeitrag von 2007 einzuschätzen, dass das eigene Ziel sehr hochgegriffen ist. Weder kann er zu dem Zeitpunkt die japanische Sprache fließend sprechen und schreiben, noch verfügt er über ein Spieldesign-Studium.

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Rund drei Jahre nach dem Forumsbeitrag erhält Bunnell einen Studienplatz an der Ritsumeikan Universität in Japan. Dort erlernt er das Programmieren und kündigt in einem Video der Universität von 2015 an, dass er gerne ein Spiel entwickeln würde, welches der gesamten Welt Spaß macht. Ein Eintrag in der Datenkbank von Kyoto Report verrät, dass er zu diesem Zeitpunkt schon für Nintendo arbeitet.

Am 3. März 2017 erscheint The Legend of Zelda - Breath of the Wild für die Nintendo Switch und Wii U. Ein Spiel, an dem Bunnell tatkräftig mitgewirkt hat. Ein Spiel, welches durchweg hohe Qualitäten besitzt, wie unser Test "The Legend of Zelda - Breath of the Wild: Das beste Zelda aller Zeiten?" aufzeigt.

Innerhalb von zehn Jahren hat sich Bunnell somit gleich zwei seiner Träume erfüllt: Er arbeitet bei Nintendo in Japan und er ist mitverantwortlich für ein Spiel, das nahezu jeder auf der Welt spielen möchte. Die Verkaufszahlen sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache.

Gleichzeitig stellt Bunnell unter Beweis, dass es sich doch lohnt an seine Träume zu glauben und hart dafür zu arbeiten, dass der Wunsch eines Tages in Erfüllung geht.

Es ist ein Traum für viele, aber Bunnell hat ihn wahr werden lassen: Er hat an der Entwicklung von The Legend of Zelda - Breath of the Wild mitgearbeitet. Wenn ihr das nächste Mal auf einem Pferd reitet, erinnert ihr euch vielleicht daran, dass dies das Werk eines einstigen Nintendo-Fans ist.

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Tags: Singleplayer   Open World  

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