Test Heatseeker

von Clemens Eisenberger (28. April 2007)

Was passiert, wenn man aus einer Flugsimulation den Simulationsteil entfernt, diesen durch einen unbegrenzten Vorrat an Waffen sowie viele Feinde am Himmel ersetzt? Richtig: Ein Arcade-Shooter! Dieses Experiment hat Codemasters mit "Heatseeker" gewagt, ob es gelungen ist, steht wie immer in unserem Review.

Checkpoint ... äh Fritz! Durch Explosionen zu fliegen fügt eurem Flugzeug keinen Schaden zu.Checkpoint ... äh Fritz! Durch Explosionen zu fliegen fügt eurem Flugzeug keinen Schaden zu.

Story? Moment ... hab ich irgendwo

Wer sich bei einem, futuristischen Arcade-Shooter eine spannende Story erwartet, wird in den meisten Fällen enttäuscht. So auch bei "Heatseeker". So viel sei gesagt: Ihr seit Mitglied der Air Force und müsst insgesamt 4 Kampagnen durchspielen. Diese setzen sich aus jeweils 5 Missionen zusammen, insgesamt wird das Spiel allerdings nicht länger als 6-7 Stunden Zeit in Anspruch nehmen. Das Sprichwort "In der Kürze liegt die Würze" lässt sich auf "Heatseeker" aber wunderbar anwenden, das dem Spieler während dieser kurzen Spielzeit zu keiner Sekunde langweilig wird. Dafür sorgt hauptsächlich das sehr actionorientierte Gameplay, das einem kaum Pausen gönnt. Die Missionen selbst klingen zwar allesamt sehr abwechslungsreich ("Zerstöre X", "Beschütze Y", "Analysiere Z"), laufen aber meist darauf hinaus, dass man eine gewisse Distanz zurücklegt, ein paar Knöpfe drückt (meistens Abzüge!) und dann wieder woanders hin muss. Sehr gut ist hierbei allerdings, dass man am Anfang in der nett gestalteten Missionsbesprechung nur ein allgemeines Ziel vorgegeben bekommt und sich die Missionen selbst dynamisch entwickeln.

Stellenweise kaum zu glauben, aber ja, das sollen wirklich Inseln sein!Stellenweise kaum zu glauben, aber ja, das sollen wirklich Inseln sein!

Flugzeug: Check! Pilot: Check! Raketen: Vergessen!

Dabei handelt es sich zwar um geskriptete Ereignisse, die manchmal aber trotzdem etwas überraschend kommen und zu kurzzeitiger Hektik anregen, außerdem hat man immer etwas zu tun. Im Laufe seiner Aufträge kann man sich sowohl neue Flugzeuge als auch neues Equipment für eben diese freispielen. Am Anfang der zweiten Kampagne werdet ihr dann erstmals gefragt, welches Flugzeug ihr denn steuern wollt, noch mit eingeschränkten Auswahlmöglichkeiten. Im Laufe des Spiels bessert ihr aber sowohl euren Hangar als auch eure Waffenkammer Stück für Stück auf. Dabei hat jedes Flugzeug jedoch andere Vorzüge, aber auch Schwächen. Eines ist zum Beispiel sehr schnell, aber kaum wendig und verträgt außerdem nur sehr wenig "Feindkontakt". Allgemein werdet ihr euch aber wundern, wie viele Geschosse (zumindest auf "Anfänger") ein "normales" Flugzeug unbeschadet überstehen kann. Das Glück all jener, die sich nicht gerne für etwas entscheiden ist, dass die Entscheidung sich nur in Extremfällen gravierend auf den Spielverlauf auswirkt. Das Spielprinzip bleibt hierbei weitestgehend das Selbe.

Weiter mit: Test Heatseeker - Seite 2

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