For Honor und die Mikrotransaktionen: Über 700 Euro bezahlen oder sehr lange spielen

von Sören Wetterau (20. März 2017)

Wer in For Honor sämtliche Inhalte für alle aktuellen Charaktere freispielen möchte, der muss entweder tief in die Tasche greifen oder eine große Menge Zeit investieren. Dies geht aus einem Bericht des Reddit-Nutzers bystander007 hervor, der die Gesamtkosten an Stahl errechnet hat.

Insgesamt benötigt es 1.098.000 Stahl, um alle Zusatzinhalte (Ornamente, Exekutionen, Emotes) für die zwölf Helden-Klassen freizuschalten. Umgerechnet auf die Mikrotransaktionen, bei denen For Hor Honor sich an Rainbow Six - Siege orientiert, entspricht das über siebenmal dem teuersten Paket. Das kostet 100 Euro, sprich: Wer direkt von Anfang an alle Inhalte besitzen möchte, muss zusätzlich zum Spielpreis noch einmal ungefähr 732 Euro investieren.

Alternativ lässt sich die Währung Stahl im Spiel ohne weitere Kosten verdienen. Für den durchschnittlichen Spieler wird jedoch auch das zum Problem. Auf Basis von bystander007s Rechnung benötigt ein Spieler, der täglich ungefähr ein bis zwei Stunden spielt, stolze 915 Tage, um die benötige Menge an Stahl zu erhalten. Das sind über zweieinhalb Jahre reine Spielzeit.

Nicht inbegriffen in der Rechnung sind kommende DLCs, die Ubisoft mit der Ankündigung des optionalen Season Pass schon bestätigt hat. Sollte sich der Hersteller hier ebenfalls an Rainbow Six - Siege orientieren, so müssten Spieler, die auf den Season Pass verzichten, noch einmal satte 25.000 Einheiten Stahl zum Freischalten eines neuen Helden investieren. Sechs Stück sind bisher geplant.

Wer mehr Zeit investiert, braucht natürlich weniger Tage, aber nicht weniger Stahl. Die Frage, die sich stellt, ist jedoch, ob ein Spieler tatsächlich alle Inhalte benötigt oder freispielen muss. Immerhin sind die meisten Elemente rein kosmetischer Natur und haben keinen Einfluss auf das Spielgeschehen.

bystander007 sieht das im Kern genauso, verweist aber darauf, dass er jemand ist, der gerne neue Sachen freischaltet. Zudem habe er schließlich schon den Vollpreis für das Spiel bezahlt, weshalb es seiner Meinung nach möglich sein sollte, alle Inhalte freizuspielen ohne dafür mehrere Jahre Zeit investieren zu müssen.

Angesichts von gesperrten Spielern, Server-Ausfällen und den sündhaft teuren Mikrotransaktionen ist es wohl kaum noch verwunderlich, dass die meisten Spieler For Honor schon den Rücken zugekehrt haben.

Ob Ritter, Samurai oder Wikinger: Die Wahl der Qual liegt in For Honor bei euch. Anschließend geht es in "4 gegen 4"-Schlachten, die jedoch nicht immer dem ehrenhaften Motto des Spiels entsprechen.

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Tags: Multiplayer   Online-Zwang  

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