Test

Starship Soldiers

Wie in dem sehr erfolgreichen Kinofilm "Starship Troopers" kämpfen die Menschen in dem neuen Echtzeit-Strategiespiel "Starship Soldiers" gegen fleischfressende Riesenkäfer. Kann das Spiel ein genauso großer Knaller werden wie der Film? Unser Test soll diese Frage klären. Von Gerd Schüle

4. Jun 2000

Vorgestoßen in die unendlichen Weiten des Weltraums entdeckten die Menschen den fernen Planeten Primus 4. Auf diesem so friedlich scheinenden Planeten siedelten sie sich an und gründeten eine florierende Kolonie - bis sie kamen - die Mantais, diese gigantischen, intelligenten und fleischfressenden Riesenkäfer. Nur mit äußerster Anstrengung behielten die Siedler die Oberhand und drängten die Mantais zurück. Als diese Vorkommnisse und der gesamte Planet längst in Vergessenheit geraten waren, entdeckte man das seltene radioaktive Erz SL-18. Sowohl der herrschende Imperiale Orden als auch die Rebellentruppe der War-Monkeys versuchen nun mit aller Kraft, diesen bisher unscheinbaren nun aber wertvollen Planeten in ihre Gewalt zu bekommen. Deshalb entbrannte ein erbarmungsloser Krieg um Primus 4. Mitten in diesen Konflikt hinein tauchen sie wieder auf, die schon ausgestorben geglaubten Mantais. Sie wollen nur eins, beide Gruppen in ihre unersättlichen Mägen für immer verschwinden lassen.

Eine fürchterliche Detonation erschüttert die Stadt!

"Starship Soldiers" ist zwar ein neues Echtzeit-Strategiespiel, aber ohne großartige neue Ideen. Trotzdem bringt das Spiel etwas frischen Wind in das Genre. Das Spiel kommt ohne jegliches Ressourcenmanagement aus. Zu Anfang einer Mission stellt der Spieler sich seine Truppe zusammen, mit der er dann auskommen muss. Positiv dabei ist, dass überlebende Einheiten dazulernen und mit in die nächste Mission genommen werden.

Allerdings muss man in den von Anfang an recht schwierigen Einsätzen erst einmal Überlebende durchbringen. Jedenfalls gewinnt das Spiel durch diese geschickt gewählte Einheitenzuteilung ungemein an taktischer Tiefe. Die richtige Positionierung ist viel wichtiger als unüberlegtes Dauerfeuer. Dafür gebührt dem Entwicklerteam von "Silicon Dreams" ein Lob. Weniger gut ist ihm dagegen eine weitere Eigenheit des Spiels geglückt: der sogenannten Direktmodus. Hierbei hat man die Möglichkeit, eine beliebige Einheit mit Hilfe der Pfeiltasten direkt zu steuern. Da der Computer aber diese Sache stets wesentlich flinker und effizienter erledigt, hätten die Entwickler sich diesen unnötigen Schnickschnack ersparen können. Zudem verliert man im Direktmodus viel zu schnell den stets dringend benötigten Überblick.

Flucht vor dem flammenden Inferno.

Die Grafik: "Starship Soldiers" kommt in einem hübschen 3D-Gewand daher. Die frei zoom- und drehbare 3D-Grafik ist zwar kein Überflieger, braucht sich aber auch nicht zu verstecken. Die Landschaft ist abwechslungsreich und schön modelliert. Auch die Einheiten sind zufriedenstellend dargestellt. Gut so. Weniger gut ist, dass sich die Karten über den Rand hinaus verschieben lassen. Das wirkt wenig professionell und sieht zudem schlecht aus.

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