Vorschau Farpoint: Ein Plastikgewehr für ein neues VR-Gefühl

von Thomas Stuchlik (19. April 2017)

Dieser Ego-Shooter sorgt nicht nur dank Virtual Reality für ein frisches Spielerlebnis. Denn Farpoint bringt sogar seinen eigenen Controller mit. Das Ergebnis bei den ersten Probespielen ist verblüffend.

Die Aussage von Chef-Entwickler Randy Nolta überrascht: Denn das große Markenzeichen des VR-Shooters Farpoint entstand weit vor der Spielentwicklung. Der mitgelieferte Aim-Controller gibt euch das Gefühl, ein echtes Gewehr in den Händen zu halten. Auch wenn das weiße Plastikding zunächst nach einer vermurksten Designer-Lampe aussieht: Diese neue Peripherie könnte das Zielen in VR-Spielen revolutionieren.

Erst durch diese neue Hardware kam die Entwicklung der Ego-Ballerei Farpoint in Gang. Doch der Shooter vom kleinen Studio Impulse Gear ist weit mehr als nur ein nettes Beiwerk zur Peripherie. Euch erwartet standesgemäße Action, die euch dank Knarren-Controller und PlayStation VR noch mehr ins Spielgeschehen zieht. Und das nicht nur alleine, sondern wahlweise auch mit einem Koop-Partner.

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Neuartiges Waffen-Handling

Laut Entwickler basiert der Aim-Controller wenig überraschend auf dem Move-Sharp-Shooter - einem MG-artigen, kaum genutzten PS3-Zubehör, das nur mit wenigen Shootern funktionierte. Das neue Gerät soll dank Virtual Reality nun mehr Verbreitung finden.

Der Eindruck täuscht vielleicht: Der weiße Aim-Controller verfügt über alle nötigen Steuerelemente und liegt gut in den Händen.Der Eindruck täuscht vielleicht: Der weiße Aim-Controller verfügt über alle nötigen Steuerelemente und liegt gut in den Händen.

Der Aim-Controller ist maßgeschneidert für Farpoint, das aktuell auch das einzig kompatible Spiel ist. Doch die Macher freuen sich, wenn andere Studios die Hardware ebenso unterstützen würden. Das Teil ist für Links- und Rechtshänder gleichermaßen geeignet und verfügt über alle Bedienelemente eines PS4-Controllers. Am besten lässt sich das Teil im Stehen bedienen. Nur so erhaltet ihr genug Bewegungsfreiheit und fühlt euch noch mehr ins Spielgeschehen versetzt.

Bei Farpoint bewegt ihr euch mit dem vorderen Analog-Stick des Knarren-Controllers voran. Das Umschauen mittels hinterem Stick ist zuschaltbar, aber eigentlich unnötig. Schließlich guckt ihr euch per Datenbrille in alle Richtungen um. Geballert wird mit den Abzugs-Tasten an der Vorderseite. Mit weiteren Knöpfen löst ihr Granaten aus oder scannt die nähere Umgebung nach Hinweisen.

Schade, dass Farpoint keine Move-Controller unterstützt. Als Alternative zum Aim-Controller greift ihr deshalb zum DualShock-Pad, mit dem ihr per Lichtleiste zielt.

Gefechte im Halo-Stil

Die bisher dünne Hintergrundgeschichte ist schnell erzählt: Ihr gelangt in den Jupiter-Orbit, wo euch eine Raum-Anomalie auf einen unbekannten Wüstenplaneten verfrachtet. Dort angelangt kämpft ihr nicht nur ums Überleben, sondern sollt auch eure Kameraden wiederfinden.

Mit der Knarre im Anschlag ballert ihr auf alles, was sich bewegt.Mit der Knarre im Anschlag ballert ihr auf alles, was sich bewegt.

Die Kampagne führt euch durch acht Abschnitte, in denen ihr Wüste, Gebirge und Canyons erkundet. Dank Virtual Reality seid ihr mittendrin: Aus der Ego-Perspektive wandert ihr durch enge Durchgänge, Bergpässe und kleine Talgegenden. Doch so schnell geht es nicht voran - und das aus zweierlei Gründen.

Zum ersten ist die Fortbewegung bewusst langsam gestaltet, um etwaige Übelkeit beim Spieler zu vermeiden. Schließlich könnt ihr euch frei bewegen, was bei empfindlichen Gemütern durchaus zu Unwohlsein in VR führen kann. Zum zweiten tauchen ständig neue Gegner auf. Anfangs plagen euch nur kleine Krabbelspinnen, die als Kanonenfutter taugen. Doch schnell rücken größere Kreaturen an, die Säureblasen auf euch schleudern und auf Distanz bleiben.

Spätestens hier solltet ihr mit dem Aim-Controller wie mit einem echten Gewehr hantieren. Sprich: Hebt das Teil auf Augenhöhe, um durch das Laservisier zu blicken und auf Feinde exakt zu zielen. Genau dieses realistisch angehauchte Waffenhandling macht Farpoint einzigartig.

In Deckung!

Ebenso entscheidend ist eure Position im Raum. Da ihr Farpoint am besten im Stehen spielt, könnt ihr entsprechend gut ausweichen und sogar in die Hocke gehen. Mit passenden Körperbewegungen nutzt ihr Deckungen effektiv aus.

Die Action führt auch in unterirdische Höhlen, wo sich noch mehr Gegner verstecken.Die Action führt auch in unterirdische Höhlen, wo sich noch mehr Gegner verstecken.

Die aktuelle Waffe wechselt ihr mittels Geste, indem ihr das Gerät hinter euch auf die Schulter hebt. Dadurch verstaut ihr beispielsweise das Lasergewehr und greift zur Schrotflinte. Diese hilft euch besonders in brenzligen Situationen aus, wenn euch Gegner zu Leibe rücken. Beim Anspielen fällt zudem ein Zugeständnis an die Spielbarkeit auf: Feinde, die sich außerhalb des Blickfelds befinden, bewegen sich zunächst vor euch, bevor sie attackieren. So sollen wohl unfaire Situationen vermieden werden.

Nichtsdestotrotz erfordern die Ballereinlagen einiges an Können. Denn die auftauchenden Gegner werden nicht nur zahlreicher, sondern sind teils auch gepanzert. Die selten erhältlichen Granaten wollen gut eingeteilt sein. Oft genug schreitet ihr zum Rückzug. Ebenso solltet ihr genau wissen, wo ihr in Deckung geht. Dabei erwarten euch keine offenen Areale, sondern meist lineare Abschnitte, deren Wege mal schmäler, mal breiter ausfallen. Laut Entwickler konzentriert sich die Action auf die Planetenoberfläche. Echte Weltall-Einsätze fallen deshalb flach.

Kooperative Operationen

Farpoint verfügt auch über einen Online-Modus, in dem ihr zu zweit Missionen bestreitet. Die Macher haben dazu vier eigene Zweispieler-Levels gebastelt, die auch in Sachen Schwierigkeitsgrad angepasst sind.

Dank eingebautem Mikrofon in der VR-Datenbrille sprecht ihr euch mit dem Koop-Partner ab.Dank eingebautem Mikrofon in der VR-Datenbrille sprecht ihr euch mit dem Koop-Partner ab.

Doch glaubt ja nicht, dass die Einsätze zu zweit einfacher sind! In den größeren Arealen tauchen entsprechend mehr Gegner auf. So bedrängen euch Spinnen und Soldatenroboter, während euch dicke Mechs unter Beschuss nehmen. Ergo zählt die Zusammenarbeit beider Spieler. So gebt ihr euch Rückendeckung und könnt die Feindesschar ins Kreuzfeuer nehmen.

Auch hier ist die passende Deckung überlebenswichtig. Solltet ihr doch einmal das Zeitliche segnen (was beim Probespiel nicht selten vorkam), darf euch euer Online-Partner jedoch wiederbeleben. Gemeinsam arbeitet ihr euch durch staubige Fels-Canyons, Absturzstellen und Alien-Basen. Hoffentlich finden sich auch passende Kampfkameraden, denn online ist bei anderen VR-Spielen noch wenig los.

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Tags: Virtual Reality   Koop-Modus   Singleplayer  

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