Test Antz Extreme Racing

von Gerd Schüle (17. September 2002)

Vor vier Jahren begeisterte der Film "Antz" die Kinobesucher. Reichlich verspätet ist nun mit "Antz: Extrem Racing" ein Rennspiel zu diesem Film herausgekommen. In unserem Test erfahrt ihr, ob das Spiel auch so begeistern kann wie damals der Film.

Ein ungewöhnliches RennfahrzeugEin ungewöhnliches Rennfahrzeug

Ungewöhnliche Rennvehikel

Einmal abgesehen von den Originalgesichtern aus dem Film hat das Rennspiel "Antz: Extreme Racing" recht wenig mit der Filmvorlage gemeinsam. Wie bei einem gewöhnlichen Action-Rennspiel geht es darum, als Erster über die Ziellinie zu kommen. Mit solch außergewöhnlichen Fahrzeugen wie Blätter, Spinnen oder gefesselte Käfer geht man auf 21 zum Teil stark verschlungene Strecken an den Start. Dabei gibt es die üblichen Spielmodi wie Einzelrennen, Meisterschaft oder Zeitfahren. Unterwegs kann man nützliche Power-ups einsammeln, mit denen man z. B. den Blümchen-Turbo zünden oder einen Gegner abschießen kann. Wenig verständlich ist es dagegen, dass man als Spieler immer an letzter Stelle das Rennen beginnt. Genauso daneben ist die Tatsache, dass die Entwickler für die 3 verschiedenen Fortbewegungsarten - zu Fuß, mit einem "Wagen" oder auf einem Board - jeweils eine andere Tastaturbelegung vorgesehen haben. Im Mehrspielermodus kann man zu viert gegeneinander antreten.

Wer ist zu Fuß am schnellstenWer ist zu Fuß am schnellsten

Verwunderlich

Trotz 3D-Grafik werden moderne Rechnersysteme hoffnungslos unterfordert. Das liegt an der recht kargen Gestaltung der Rennstrecken, die wahrlich kein Augenschmaus sind. Die verschiedenen Figuren wurden zwar recht gut getroffen, das war es dann aber schon. Auch der Sound gibt wenig her, das liegt aber zum Teil auch am Szenario. Blätter und Käfer haben nun mal keinen Motorensound. Richtig katastrophal ist dagegen die Steuerung. Das liegt nicht nur an der unterschiedlichen Tastaturbelegung, sondern vor allem an der extrem empfindlichen und zudem noch ungenauen Steuerung. Dadurch wird man wie die Gegner sehr oft ein unnötiges Opfer, das mal wieder an der Streckenbegrenzung hängen bleibt.

Meinung von Gerd Schüle

Keine Frage, die Grundidee von "Antz: Extreme Racing" ist gar nicht so übel. Daraus hätte man durchaus ein abwechslungsreiches Rennspiel kreieren können. Ihr merkt schon, man hätte, das heißt eben, dass die getestete Version wenig bis gar keinen Spaß macht. Mit der mageren Grafik könnte ich gerade noch leben, aber die total verkorkste Steuerung treibt den Frustfaktor völlig unnötig in die Höhe und erstickt dadurch jeglichen Spielspaß im Keim. Darum fällt meine Empfehlung kurz und bündig aus, lasst das Spiel im Händlerregal liegen und kauft euch von dem ersparten Geld lieber den Film.

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