Test Rally Championship 2002

von Gerd Schüle (26. Februar 2002)

Ubi Soft hat schon einige Anläufe unternommen, um den begehrten Referenztitel im Rally-Genre zu erobern. Doch Codmasters hält mit "Colin McRae Rally 2.0" diesen Titel fest in ihrer Hand. Mit dem vor Kurzem erschienenen "Rally Championship 2002" unternimmt Ubi Soft nun einen Neuen Versuch, den Spitzenplatz doch noch zu erreichen. In unserem Test erfahrt ihr, ob mit diesem Spiel ein ernsthafter Konkurrent für "Colin MacRae Rally 2.0" an den Start geht, oder ob sich Ubi Soft doch wieder mit dem zweiten Platz zufrieden geben muss.

Die Cockpit-AnsichtDie Cockpit-Ansicht

Rally Pur

Ubi Soft scheint sich dem Realismus verschrieben zu haben. In "Rally Championship 2002" fährt man immer, wie im Rallysport üblich, allein gegen die Zeit. Es gibt keinen einzigen Spielmodus, in dem man direkt gegen die Konkurrenz antritt. Selbst im Arcade-Modus fährt man gegen die Uhr. Wenn man die einzelnen Strecken nicht in einer bestimmten Zeit schafft, fängt man wieder von Vorne an. Ansonsten enthält das Programm noch drei andere Spielmodi. Im Einzelrennen kann man alle freigeschalteten Strecken frei anwählen. In der Meisterschaft durchspielt man eine komplette Saison und im Challenge fängt man eine Karriere als Rallyfahrer an. Das Spiel enthält sechs internationale Strecken, die jeweils in vier Etappen unterteilt sind. Von den saftigen Wiesen Schottlands bis zu den vereisten Strecken in der Arktis werden fast alle denkbaren Untergründe vorhanden sein. Diese Vielfalt sorgt für spielerische Abwechslung, da jeder Untergrund einen anderen Fahrstil verlangt und dies auch sehr gut im Spiel umgesetzt wurde.

In KeniaIn Kenia

Einsteigerfreundliches Fahrverhalten

Egal ob es sich um den Simulations- oder Arcade-Modus handelt, das Fahrverhalten der 28 verschiedenen Autos ist in "Rally Championship 2002" erheblich actionlastiger ausgelegt als beim großen Vorbild von Codemasters. Fröhliches Vollgasrasen dominiert vor gefühlvollem Anbremsen, dank des einfachen, gut beherrschbaren und stimmigen Fahrmodells. Schon nach einer relativ kurzen Eingewöhnungszeit werden auch Anfänger damit gut klarkommen und ihr Rally-Fahrzeug gut im Griff haben. Das Schönste dabei ist, dass man bei verschiedenen Untergründen trotzdem deutliche Unterschiede bemerkt, auf die man sich zwar einstellen muss, aber trotzdem bleibt das Ganze bei entsprechender Aufmerksamkeit gut beherrschbar. Zwar ist es möglich, durch umfangreiche Tuningoptionen sein Fahrzeug optimal für die nächste Strecke einzustellen, allerdings sind die Auswirkung aufs Fahrverhalten eher gering. Dadurch geht etwas an Spieltiefe verloren, eigentlich schade.

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