Test Viper Racing

von Der-Gagamehl (04. April 2000)

Fehlte Need for Speed III die Realitätsnähe und Grand Prix Legends die Spielbarkeit, so ist Viper derzeit die wohl beste Action-Rennsimulation auf dem Markt.

Die Darstellung der Strecken sowie der Autos sind zwar um einiges schlechter als bei Need for Speed III, aber wen stört es, wenn man mit Vollgas versucht die Gegner abzuhängen. Erstklassige Fahrphysik und ein realistisches Schadensmodel machen die Mängel im Grafikbereich wett. Im Vergleich zum großen Bruder Grand Prix Legends gewinnt das Game durch seine Spielbarkeit und macht sowohl alleine als auch im Netz einen Heidenspaß.

Aber der Reihe nach. Die Dodge Viper, ein zu Lebzeiten zur Legende gewordener Kraftstrotzender Bolide. 450 PS (Serie), V 10 Motor und bis zu 325 km/h schnell, ein lohnendes Objekt für Sierras Simulations-Fachmänner. Schade eigentlich nur, das es bei diesem Programm ausschließlich um diese Schleuder geht, wäre doch eine Auswahl verschiedener Traummodelle, wie in Need for Speed III, äußerst reizvoll. Aber auch so kann das Programm in allen wesentlichen Punkten überzeugen.

Es stehen drei verschiedene Modi zur Verfügung, Arcade - Fortgeschrittene - Simulation. Natürlich ist die Beherschung der Viper im Simulationsmodus ein ganz schöner Brocken, man kann sich aber sehr gut über die anderen Modi herantasten. Zahlreiche weitere Einstellungsmöglichkeiten (beispielsweise die KI der Gegner) machen es möglich, daß Programm individuell anzupassen. Natürlich stehen auch wieder zahlreiche Abstimmungsaktivitäten an (Spur, Vorspur, Federn etc.).

Insgesamt acht Strecken stehen zur Verfügung, die jeweils auch umgekehrt befahren werden können. Die Auswahl reicht von einfacheren Rundkursen über Stadtstrecken bis hin zu Wüstenkursen. Die Kurse sind gut im Handbuch beschrieben, hier erfährt man auch individuelle Abstimmungstips. Auf Dauer wird jedoch ein Einzelrennen etwas öde, so kann man sich für den Karrieremodus entscheiden. Hier beginnt man als Rookie mit einer Viper von der Stange, die nach und nach zum PS strotzenden Ungeheuer aufgerüstet werden kann. Jedoch Vorsicht, jeder Schaden kostet Geld und jede schlechte Platzierung bringt nicht genug Geld in die Kasse. Die Netzwerkoption erlaubt darüber hinaus ein Rennen mit bis zu acht Teilnehmern.

Besonders gefallen haben mir die verschiedenen Kameraperspektiven, hervorzuheben ist ein virtuelle Sicht, in der man ausschließlich die vorderen Räder mit samt Radaufhängungen sieht. Klasse! Einerseits ist das Renngefühl hervorragend, andererseits ist es ein Heidenspaß zu sehen, wie die Stoßdämpfer arbeiten und die Bremsscheiben anfangen zu glühen. Ein weiterer programmtechnischer Leckerbissen ist die Möglichkeit, die Autos individuell zu gestalten und zu bemalen. In einem speziellen Editor kann sich jeder seine eigene Viper gestalten.

Am Ende bleibt ein Top Programm, wobei von den Entwicklern nicht alle Hausaufgaben gemacht wurden. Das Programm weißt eine exzellente Fahrphysik auf, bleibt trotzdem (oder deshalb) sehr spielbar, macht grafisch und in der Vielfalt der Boliden jedoch eine weitaus schlechtere Figur als Need for Speed III, dem Arcade Klassen Primus. Trotzdem meine ich, daß das Programm in keiner Rennsammlung fehlen darf.

90

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Tags: Singleplayer  

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