Vorschau Fire Emblem Echoes - Shadows of Valentia: So simpel wie genial

von Adrian Stuchlik (01. Mai 2017)

Fire Emblem Echoes – Shadows of Valentia steht in den Startlöchern. Dabei setzt die Neuauflage des zweiten Teils auf interessante Innovationen und ein simples Kampfsystem. Ob das der Serie gut getan hat, erfahrt ihr hier.

Schon ein Jahr nach dem jüngsten Teil, Fire Emblem Fates, erscheint bereits das neue Spiele Fire Emblem Echoes - Shadows of Valentia. Die Geschichte um Alm und Celica ist zwar mit Fire Emblem Gaiden zum Großteil gleich, jedoch unterscheidet sie sich spielerisch eindeutig vom Original. So wurde das Spiel nicht auf das Niveau von Fates gehoben, sondern ging eine Schritt weiter. Oder besser gesagt, einen zurück ...

Schatten über Valentia

Dabei setzt der Prolog zum Kindesalter der zwei Protagonisten ein. Die Beiden befinden sich im Heimatdorf von Alm, einem Örtchen names Ram, welches sich im Königreich Zofia befindet. Doch die Ruhe hat bald ein Ende, als Alm und seine Freunde von einem Raubritter überfallen werden. Dieser hat es vor allem auf Celica abgesehen. Zum Glück kann Alms Großvater, Sir Mycen (und euer taktisches Geschick), die Gefahr abwenden. Allerdings markiert dieses Ereignis die Trennung von Alm und Celica. Über die genauen Gründe fällt zunächst der Mantel des Schweigens.

Alm lernte seinen Kampstil von seinem Großvater, dem legendären Sir Mycen.Alm lernte seinen Kampstil von seinem Großvater, dem legendären Sir Mycen.

Als nächstes seht ihr den Helden in seinem Heimatdorf wieder, inzwischen zu einem jungen Mann herangewachsen. Zofia jedoch befindet sich nun schon seit Jahren in einer Dürre. Unterdessen scheint König Lima zwischen all seinem Geld, Essen und Frauen davon nicht viel mitzubekommen. Daher lässt ein Attentat nicht lange auf sich warten. Jedoch geschieht dies durch die Hand des gierigen Ministers Desaix, der Zofia an die benachbarte Nation Rigel verkauft. Dem Verräter trotzend schließen sich Alm und seine Freunde der Widerstandsbewegung, dem „Bund der Freien“ an.

Dort legt Alm eine steile Karriere hin und wird sogar zum Anführer ernannt, obwohl er keinen Adelstitel trägt. Gemeinsam mit den Rittern Zofias und dem unterdrückten Volk gelingt es, das Schloss zurückzuerobern und Desaix zu vertreiben. Dabei soll es aber nicht bleiben und Alm beschließt für dieses und vergangene Verbrechen Rigel anzugreifen.

In der Zwischenzeit erfährt auch Celica vom Anführer des Bund der Freien. Sie selbst befindet sich auf der Insel Nomah, gar nicht weit von Schloss Zofia. Jedoch ist der Tempel der Göttin Mila ihr Ziel, um für eine reiche Ernte zu beten. Auf dem Seeweg muss sie sich jedoch mit Piraten und Nekromanten auseinandersetzen, um ihrem Ziel näher zu kommen. Einen kurzen Abstecher nach Schloss Zofia lässt sich die Priesterin aber nicht entgehen, um Alm wiederzusehen. Allerdings gehen sie schon bald wieder getrennte Wege. Alm zieht in den Krieg, während Celica nach einer friedlichen Lösung sucht.

Das Kampfsystem: frisch und simpel

Am Kampfsystem haben die Entwickler im Vergleich zu den Vorgängern deutlich rumgeschraubt. Während die Unterschiede zwischen Fire Emblem Fates und Fire Emblem - Awakening noch marginal waren, spürt ihr hier schon eine deutliche Veränderung. Zwei Einheiten zu einer verbinden? Raus! Waffenlevel? Gibts nicht mehr! Ein eigener Charakter? Hat beim Original auch noch keiner gebraucht! Tatsächlich bricht Echoes mit vielen Normen aus den früheren Teilen.

Bogenschützen haben es nun deutlich einfacher.Bogenschützen haben es nun deutlich einfacher.

So bringt es auch für den Kampf überhaupt nichts mehr, die Einheiten nebeneinander stehen zu lassen, so wie in Fire Emblem Fates. Unterstützungsgespräche finden nur noch auf dem Schlachtfeld statt. Das Waffensystem hingegen wurde komplett überarbeitet. So können eure Einheiten nun gar keine Waffen mehr tragen, schon gar nicht verschiedene. Jedoch können die Charaktere Gegenstände ausrüsten, die dann einen Statuswert erhöhen. Sollte eine dieser Waffen lang genug benutzt werden, erlernt die Einheit eine Fähigkeit. Ein Beispiel ist die Rochade, wodurch der Recke mit einem Partner Plätze tauschen kann.

Die Fernkämpfer bekommen ebenfalls einen Feinschliff. Mit Magie müsst ihr nun vorsichtiger umgehen, denn je nach Stärke zehrt sie auch am Leben des Anwenders. So kostet nun Feuermagie oder auch Heilung einen Kraftpunkt, was auf Dauer ganz schön teuer werden kann. Bogenschützen hingegen erhalten eine enorm Stärkung. Diese können nun endlich auch auf kurze Distanz attackieren. Desweiteren können sie unter Umständen auch über drei Felder hinweg angreifen. Allerdings machen sich einige Magier diese Fähigkeit ebenfalls zunutze.

Rollenspiel durch und durch

Die zuvor genannten Änderungen sind aber nicht die einzigen Innovationen. Die auf der Weltkarte bereisten Städte und Dörfer könnt ihr jetzt genau untersuchen. Dabei blickt ihr schon fast in klassischer Point'n'Click-Manier auf einen Teil der Stadt und könnt mit Leuten reden. Diese geben auch oft nützliche Hinweise. Dabei leistet auch die vollständig auf englisch gesprochene Synchronisation ganze Arbeit. Falls ihr den Ort anschließend untersucht, findet ihr meist allerlei nützliches Zeug, wie zum Beispiel Waffen oder Proviant.

Vorsicht: Schätze sind nicht das einzige, was ihr in den Verliesen findet.Vorsicht: Schätze sind nicht das einzige, was ihr in den Verliesen findet.

Die wohl interessanteste Neuerung sind die sogenannten „Dungeons“. Denn diese Verliese seht ihr nicht mehr aus der gewohnten Vogelperspektive, sondern von direkt hinter dem Hauptcharakter. Auf eurem Weg durch den Dungeon sammelt ihr am besten alle Gegenstände ein. Auch hier gilt die alte Rollenspielerfahrung: Freut euch über jede Sackgasse! Denn oft sind die Kerker verwinkelt und etwas unübersichtlich, aber es lässt sich überall irgendetwas finden.

Natürlich ist die Beute nicht das einzige, was es hier zu entdecken gibt: Gegnerische Einheiten sind hier ebenfalls zu Hause. Diese lassen sich auch mit einem gekonnten Manöver attackieren. Und dann wechselt ihr auch wieder in die Vogelperspektive und bekämpft den Feind. Solltet ihr den angesprochenen Erstschlag ausgeführt haben, verlieren alle Kontrahenten bereits vor dem Kampf einige Kraftpunkte. In diesen Scharmützeln dürft ihr einzelne Einheiten aber nicht überstrapazieren. Denn je öfter sie kämpfen, desto erschöpfter sind sie. Solltet ihr das übertreiben, halbieren sich die Werte des Charakters. Mit einer Mahlzeit lässt sich dieses Problem aber lösen.

Amiibo-Action

Natürlich lässt es sich Nintendo nicht nehmen, aus den beiden Hauptprotagonisten Amiibos zu fertigen. Diese erscheinen wie das Spiel am 19. Mai und haben mehr als nur einen Dekozweck. Denn beide Figuren schalten jeweils einen weiteren Dungeon frei, der erkundet werden kann. Die "Super Smash Bros."-Amiibos der "Fire Emblem"-Reihe erschaffen Illusionen des jeweiligen Helden. Diese unterstützen euch dann in diesem Kampf. Alle anderen Ministatuen erschaffen eine Einheit, die euch für einen Zug beisteht.

Die Amiibos der Helden schalten neue Inhalte freiDie Amiibos der Helden schalten neue Inhalte frei

Passenderweise erscheint auch eine limitierte Fassung des Spiels. In dieser finden sich neben dem Spiel die zwei Amiibos von Alm und Celica, der Soundtrack, ein Buch mit Artworks, sowie drei Anstecker mit den Motiven Alm, Celica und Marth.

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Tags: Amiibo   Singleplayer   Remake  

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