Vorschau Injustice 2: Die DC-Helden prügeln sich wieder

von Emily Schuhmann (05. Mai 2017)

Superman ist eingesperrt, die meisten Helden sind wieder in ihren eigenen Universen, doch eine neue Bedrohung wartet schon. Injustice 2 setzt da an, wo der erste Teil endet und will noch mehr bieten.

Selten werden Prügelspiele für ihre Geschichte gelobt, denn meistens bietet die Kampagne nur einen notdürftigen Rahmen für Kämpfe mit vorgegebenen Gegnern. Eine Ausnahme von dieser Regel ist Injustice - Götter unter uns von Netherrealm Studios, das eine fast schon filmreife Geschichte bietet. Die amerikanischen Entwickler sind vor allem bekannt für Mortal Kombat. Bei der Superhelden-Klopperei ersetzen sie die übertriebene Brutalität durch überspitze Action, um eine Einstufung auf USK 18 zu vermeiden. Wir konnten für euch einen ersten Blick auf Injustice 2 werfen, eine direkte Fortsetzung der Geschichte des ersten Teils.

Einer der wichtigsten Punkte bei Spielen dieser Art sind die spielbaren Charaktere. Zur Veröffentlichung stehen diesmal 29 Helden und Schurken in den Startlöchern und neun weitere sollen im Laufe der nächsten Monate folgen. Optisch sind die DC-Charaktere eine Mischung aus ihren Comic-, Film- und Zeichentrick-Ichs. Wem die Basisvariante nicht gefällt, hat die Möglichkeit, das Aussehen durch erspielbare Ausrüstung, Farbschemata oder sogenannte Premierskins zu verändern. Bei Letzteren handelt es sich um komplette Kostüme, die beispielsweise aus Supergirl Powergirl machen.

Das gibt Prügel

Wie bei den meisten Kampfspielen, könnt ihr verschiedene Tastenreihenfolgen zu schmerzhaften Kombinationen verbinden. Schmerzhaft für den Gegner, versteht sich. Die Belegung der einzelnen Knöpfe könnt ihr ganz individuell für euch festlegen. Werdet ihr getroffen oder landet besondere Attacken, füllt sich eine Leiste am unteren Bildschirmrand. Ist sie voll könnt ihr einen Superangriff einsetzen, der bei allen Kämpfern mit einer herrlich übertriebenen Cutscene verbunden ist. Zum Beispiel knallt euch Flash erst gegen die Sphinx, dann gegen einen T-Rex und zum Schluss gegen euer eigenes Ich, das immer noch im Anfangsmoment eingefroren ist.

Atrocitus und sein flauschiger Partner Dex-Starr haben ordentlich Wut im Bauch.Atrocitus und sein flauschiger Partner Dex-Starr haben ordentlich Wut im Bauch.

Im fertigen Spiel soll es für jeden der vielen Charaktere ein Tutorial geben, damit ihr euch auf deren einzigartige Fähigkeiten einstellen könnt. Bei manchen löst die Spezialattacke lediglich eine Art Bersekermodus mit verstärktem Schaden aus, andere Charaktere sind da schon etwas spezieller. Red Lantern Atrocitus, der wütenden Variante der Green Lanterns, kann beispielsweise die Katze Dex-Starr als Unterstützer rufen. Green Arrow lässt Pfeile auf seine Gegner regnen und Harley Quinn hetzt ihnen ihre beiden Schoßhündchen beziehungsweise Schoßhyänen auf den Hals.

Die Geschichte geht weiter

Für alle die den ersten Teil der Serie nicht gespielt haben, haben die Entwickler einen Prolog in Injustice 2 eingebaut. Er rekapituliert, wie Superman nach der Ermordung von Lois Lane durchdrehte, sich zum Herrscher der Erde aufschwang und wie es Batman und seinen Alliierten gelang, ihn zu stürzen. Die Geschichte von Injustice endete mit einem Blick auf einen eingesperrten Superman. Seine Zelle sollte seine Kräfte unterdrücken, aber dass das nicht ganz funktioniert hat, zeigt ein Aufleuchten seiner Augen.

In der neuen Geschichte taucht Brainiac als Oberbösewicht auf. Seiner Meinung nach war es falsch den Kryptonier am Leben zu lassen. Er plant diesen Fehler zu korrigieren und nebenbei natürlich noch die Weltherrschaft an sich reißen. Um die Erde zu retten, reaktiviert Batman seine Verbündeten und wendet sich in seiner Verzweiflung sogar an Superman selbst. Verpackt ist diese Geschichte in ungefähr zwei Stunden Filmmaterial und eine Menge Action. Addiert man die Zwischensequenzen zur Spielzeit, sollte die Kampagne laut Entwickler Brian Goodman ungefähr sechs bis acht Stunden Beschäftigung bieten.

Endlose Welten, endloser Spielspaß

Wie es sich für ein Kampfspiel gehört, gibt es natürlich auch einen Bereich, in dem ihr euch mit anderen Spielern messen könnt. In bisher 24 Arenen mit mehreren Ebenen könnt ihr euch in bewerteten und unbewerteten Duellen beweisen. Spielt ihr online, werden eure Ausrüstungswerte und die Charakterlevel deaktiviert, um unfaire Vorteile zu verhindern. Tretet ihr zu Hause gegen Freunde an, könnt ihr selbst festlegen, ob eure erspielten Rüstungsteile im Kampf einen Effekt haben sollen oder ob ihr ein Match auf Augenhöhe bevorzugt. Aber nicht nur zu zweit, auch allein gibt es massig zu tun, denn der neue Multiversum-Modus bietet schier endlose Beschäftigung.

Auf jeder Erde im Multiversum warten neue Herausforderungen, die sich ständig ändern.Auf jeder Erde im Multiversum warten neue Herausforderungen, die sich ständig ändern.

Wer Mortal Kombat X gespielt hat, dem dürften die Gemeinsamkeiten mit den Lebenden Türmen auffallen. Das Multiversum ist genau das, was der Name verspricht. Ihr findet dort die unzähligen Versionen der Erde aus dem DC-Universum, auf denen ihr euch verschiedenen Herausforderungen stellen könnt. Beispielsweise trefft ihr in einer Welt auf Kaiser Joker, und manchmal kommen dann auch noch Modifikationen hinzu, wie etwa ein wackelnder Bildschirm. Die Aufgaben ändern sich stündlich, täglich oder wöchentlich und belohnen mit Beute und Erfahrungspunkten. Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich den 18. Mai im Kalender markieren, denn dann soll Injustice 2 für Xbox One und PlayStation 4 erscheinen.

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