Daedalic Days 2017: Weltraum-Trips und Roman-Adventures

(Special)

von Thomas Stuchlik (13. Mai 2017)

Auf den Daedalic Days stellte das Hamburger Entwickler-Studio seine kommende Spielekost aus deutschen Landen vor. Wir waren selbstverständlich für euch mit dabei.

Im Rahmen seiner hauseigenen Veranstaltung präsentierte der deutsche Hersteller Daedalic die bald erscheinenden Spiele-Hits für 2017. Und das gleich in spielbarer Form. Doch anders als im Vorjahr gab es diesmal weit weniger Produktionen im Portfolio. Kein Wunder, schließlich bleiben hochkarätige Serien wie Deponia dieses Jahr aus.

Obendrein mangelt es dieses Mal ein wenig an echten Überraschungen, denn die vorgestellten Spiele sind vormals bereits enthüllt worden. Und das ausgerechnet zum zehnjährigen Bestehen der Firma! Macht aber nichts, denn die angetesteten Abenteuer sind nicht nur für Kenner einen Blick wert. Vor allem, da das Studio Daedalic nicht nur sein Spezialgebiet, das klassische Adventure, sondern auch weitere Genres bedient.

The Long Journey Home

für: PC, PS4, Xbox One

erscheint: 30. Mai 2017 für PC (Konsolen folgen später)

Der Name ist Programm: In The Long Journey Home seid ihr mit einem Raumschiff und einer vierköpfigen Crew am Ende der Galaxie gestrandet. Nun steht der beschwerliche Weg zur Erde an, den ihr nur mit genug Ressourcen und Geschick meistert.

Aus der Draufsicht erkundet ihr das All, trefft auf fremde Wesen und besucht Planeten.Aus der Draufsicht erkundet ihr das All, trefft auf fremde Wesen und besucht Planeten.

Immer wieder steuert ihr fremde Sonnensysteme an, landet auf Planeten und nehmt Kontakt zu Außerirdischen auf. Der spielerische Clou steckt im Detail: Ihr erlebt das Geschehen nicht in 3D, sondern in einem zweidimensionalen Weltall von oben. Selbst Planetenlandungen verfügen über keine räumliche Tiefe, sondern erfolgen aus einer Seitenansicht. Allgegenwärtig ist dabei die Schwerkraft: Steuert ihr einen Himmelskörper an, lasst ihr euch von dessen Gravitation einfangen. Doch dazu ist ein korrektes Bremsmanöver notwendig, sonst schießt ihr darüber hinaus. Ähnlich vorsichtig geht ihr bei Landungen vor, damit ihr nicht wie ein nasser Sack auf der Oberfläche aufprallt.

Habt ihr die anspruchsvolle Steuerung verinnerlicht, geht es ans Erkunden des Kosmos. Ihr sammelt Rohstoffe ein und verarbeitet diese zu Treibstoff. Ebenso begegnet ihr immer wieder Alien-Schiffen, die mit euch handeln oder Quests parat haben. Dabei steht es euch frei, die Mission auszuführen oder den Auftraggeber übers Ohr zu hauen. Doch Vorsicht: Manche Rassen erweisen sich als aggressiv und verwickeln euch in Raumgefechte (natürlich auch in 2D). Wie bei einer mittelalterlichen Schiffsschlacht manövriert ihr dabei euer Schiff in eine gute Schussposition. Ebenso kümmert ihr euch um die vierköpfige Besatzung, die an Krankheiten oder Verletzungen leiden kann.

Der Spielverlauf lässt sich nicht genau kategorisieren. Überall finden sich Elemente aus modernen wie klassischen Weltraum-Abenteuern, wie zum Beispiel FTL - Faster Than Light, Elite - Dangerous, Out There und Star Control. Doch eines ist sicher: Fehlentscheidungen führen schnell zum Spielende. The Long Journey Home ist darauf ausgelegt, immer wieder gespielt zu werden. Nur so lernt ihr die Mechaniken immer besser kennen und gelangt nach vier bis sechs Stunden auch zurück zum Heimatplaneten. Vorausgesetzt, ihr findet den Weg. Denn bei jedem Neuversuch wird die Galaxie zufällig neu aufgebaut.

Fazit: Der zweidimensionale Weltraum-Trip vereint geschickt die Gesetze der Gravitation mit Schiffsmanagement und Planetenlandungen.

Weiter mit: Die Säulen der Erde, State of Mind

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Tags: Entwicklerbesuch   Science-Fiction   Fantasy  

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