Test The Surge - Meinung und Wertung

Fakten:

  • angesiedelt in relativ naher Zukunft
  • Schauplatz ist die Fabrikanlage der Firma Creo
  • unglückliche Ereignisse leiten eine Katastrophe ein
  • Gespräche und Aufzeichnungen decken die Handlung mit der Zeit auf
  • genretypischer Level-Aufbau
  • hoher Schwierigkeitsgrad
  • unterhaltsame Kämpfe
  • abwechslungsreiches Arsenal
  • detailreiche und atmosphärische Präsentation
  • hochkarätige Synchronisation
  • auf PS4 Pro wahlweise in 1080p mit 60 FPS oder 4K mit 30 FPS
  • auf der Xbox One stellenweise etwas arg fransige Kanten
  • erhältlich für PC, PS4 und Xbox One
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Meinung von Michael Krüger

Gerade als sich mein Ego von den vielen Niederlagen in Nioh erholt hat, zwingt mich auch schon The Surge in die Knie. Doch so oft ich einknicke, so viel stärker schlage ich mit jeder Wiederkehr zurück. Dank einer angenehmen Lernkurve steige ich Stunde um Stunde weiter hinter die Bewegungsmuster meiner Feinde, und mein Verständnis für den Aufbau der Spielwelt wächst.

Die wenigsten Spielregeln werden kommuniziert oder dokumentiert. Jeglicher Fortschritt will hart erarbeitet werden und belohnt riskante Entscheidungen regelmäßig mit Erfolgserlebnissen und praktischen Belohnungen. Letztere schaffen zumindest für kurze Momente das Gefühl von Überlegenheit. Gerade lange genug, damit die nächste Schmach wieder richtig schön weh tut.

Gelegentliche Schwierigkeiten mit der Kamera trüben den Spaß in den Kämpfen kaum. Da sind es eher grundlegende Fragen, die meine Stirn in Falten werfen. Warum wollen mich so gut wie alle in der Fabrik tot sehen? Egal ob Sicherheitsbeamter oder Zombie - alle Gegner sind aggressiv bis aufs Blut und vor allem an einer raschen und effizienten Beseitigung meiner Wenigkeit interessiert. Ähnlich verwirrend ist die Begegnung mit einem NPC, der wohl direkt vom Hamburger Fischmarkt kommt. Zumindest lässt das sein loses Mundwerk vermuten.

Je länger ich in einem Spiel wie The Surge feststecke, umso sympathischer werden mir aber solche Ungereimtheiten. Immerhin verleihen sie der Spielwelt einen originellen Charakter und formen so über viele Stunden weg den fast schon meditativen Wechsel aus Frust, Panik und Glück. Ist digitale Selbstkasteiung genau euer Ding, dann werdet ihr über erwähnte Kritikpunkte mit Sicherheit genau so leicht hinwegsehen und viel Spaß mit dem erfreulich frischen Ansatz haben, den The Surge in die Rollenspiel-Landschaft bringt.

83

meint: Abseits kleinerer technischer Aussetzer bietet The Surge ein gelungenes Paket gängiger Action-RPG-Elemente in einem erfrischend futuristischen Szenario.

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Inhalt

Tags: Science-Fiction   Singleplayer  

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