Test Fire Emblem Echoes - Shadows of Valentia: Aus alt mach neu ... oder auch nicht

von Adrian Stuchlik (16. Mai 2017)

Mit Fire Emblem Echoes – Shadows of Valentia beschert euch Nintendo erstmals den zweiten Teil der Reihe in Europa. Was sich zum Original verändert hat und was nicht, erfahrt ihr hier.

Voraussichtlich am 19. Mai erscheint Fire Emblem Echoes - Shadows of Valentia exklusiv für den Nintendo 3DS. Dabei handelt es sich um eine Neuauflage des zweiten Serienablegers Fire Emblem Gaiden. So wird die Geschichte der Kindheitsfreunde Alm und Celica erzählt, deren Pfade sich immer wieder kreuzen. Jedoch setzen die Entwickler von Intelligent Systems hier nicht auf dieselben Mechaniken wie beim Vorgänger Fire Emblem Fates, sondern schlagen einen neuen Weg ein.

Verwirrt wegen all der verschlungenen Pfade der Spieleserie? Seid unbesorgt! Wir helfen euch, durch das Gewirr von Serienteilen, Neuauflagen und Ablegern zu kommen. Schaut mal in den Blickpunkt "Fire Emblem: Vom NES-Urgestein zum portablen Strategie-Hit"

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Wenn ihr jedoch schon fit genug in der Materie seid, kann es jetzt munter weitergehen! Der neue/alte Ableger der taktischen Rollenspielreihe hat einiges zu bieten.

Das Schicksal von Valentia

Die Geschichte beginnt im Kindesalter der Helden, zu Beginn ihrer Freundschaft. Jedoch müssen sich die beiden nach kurzer Zeit wieder trennen, da Raubritter es auf Celica abgesehen haben. Die Gründe dafür eröffnet sie zunächst weder euch noch Alm. Nach dem anschließenden Zeitsprung ist Alm zu einem jungen Mann herangewachsen und will für sein Heimatland Zofia kämpfen. Mit seinen Kameraden, ausgenommen Celica, schließt er sich dem „Bund der Freien“ an. Diese kämpfen gegen das benachbarte Land Rigel, welches Schloss Zofia in seiner Gewalt hat. Schnell wird Alm zum Anführer der Widerstandskämpfer ernannt und erobert mit seinen neuen Gefährten besagte Festung zurück. Doch Alm will Rigel für vergangene Verbrechen büßen lassen ...

Celica ist sowohl mit dem Schwert als auch mit Magie eine versierte Kämpferin.Celica ist sowohl mit dem Schwert als auch mit Magie eine versierte Kämpferin.

So lautet der Auftakt zu einer Geschichte voller Intrigen, politischer Verflechtungen, persönlichen Dramen, gespickt mit Kämpfen, Magie und finsteren Gestalten. Einen Blick vorab in das Spielsystem des taktischen Rollenspiels haben wir schon für euch in der Vorschau "Fire Emblem Echoes - Shadows of Valentia: So simpel wie genial" gewagt.

Das zweite Kapitel startet gar nicht weit entfernt auf der Insel Nomah, wo sich Celica befindet. Sie ahnt bereits den bevorstehenden Krieg zwischen Zofia und Rigel. Daher macht sie sich auf zum Tempel der Göttin Mila, um eine friedliche Lösung zu finden. Auf dem Seeweg müsst ihr euch neben Piraten unter anderem auch Totenbeschwörern und einem Nekrodrachen stellen. Anschließend machen Celica und ihre Truppe einen kurzen Abstecher nach Schloss Zofia. Dort sieht sie dann ihren alten Freund endlich wieder. Jedoch verschwindet die Priesterin schnell wieder, da sie Alms Haltung zum Krieg nicht gutheißen will.

Im Folgenden steuert ihr die beiden gleichzeitig über die Weltkarte, allerdings sind ihre Pfade zunächst voneinander abgeschnitten. Für die Serie typisch gibt es auch wieder Unterstützungsgespräche. Wenn bestimmte Charaktere viel Zeit nebeneinander auf dem Schlachtfeld verbringen, entwickelt sich daraus eine soziale Verbindung, die im Kampf Vorteile bringt. Zwar sind diese Gespräche vorhanden, sie können aber nicht in der Geburt von Kindern gipfeln wie zum Beispiel in Fire Emblem Fates. Dennoch ist die Geschichte spannend und gut erzählt. Das liegt auch zum Großteil an der englischen Synchronisation, die erstmals auch jeden einzelnen Satz vertont.

Innovativ oder originalgetreu?

Das Kampfsystem bleibt, genau wie die Geschichte, dem Original treu. Das ist allerdings recht verwunderlich, denn besagtes Element der Reihe hat sich über die Jahre stark verändert und weiterentwickelt. Nun können Einheiten nur noch maximal einen Gegenstand tragen. Daher beruht die Stärke eines Charakters fast ausschließlich auf seiner Stufe. Zwar gibt es eine dezente Auswahl an verfügbaren Waffen, jedoch bringen diese nicht mehr als eine Steigerung eines Statuswertes. Strategische Feinheiten, wie zum Beispiel die Teambildung, haben die Entwickler ebenfalls gestrichen. Durch das einfachere Kampfsystem fällt natürlich auch der allgemeine Schwierigkeitsgrad etwas ab. Grundsätzlich steuert ihr eure Figuren immer noch über eine Karte, Feindbegegnungen werden im Duell ausgefochten.

Bogenschützen können nun auch aus kurzer Distanz attackieren.Bogenschützen können nun auch aus kurzer Distanz attackieren.

Die Neuerungen hingegen können sich sehen lassen. Dörfer erkundet ihr nun ähnlich wie in einem "Point'n'Click"-Adventure: Passanten geben euch nützliche Tipps und ein paar wertvolle Gegenstände liegen überall herum. Die spannendste Innovation ist aber die Einführung von sogenannten Dungeons. Hier wird das Spielsystem komplett umgekrempelt, denn nun findet ihr euch in einer, für die Serie untypischen, Verfolger-Perspektive wieder. In besagten Kerkern könnt ihr natürlich weitere Objekte ergattern.

Allerdings lauern dort auch zahlreiche Gegner. Solltet ihr einen Feind erspähen, könnt ihr mit einem gezielten Angriffsmanöver den Kampf einleiten. Dadurch richtet ihr bereits vor der Schlacht Bonusschaden an allen Kontrahenten an. Außerhalb wechselt das Spiel wieder in die gewohnte Vogelperspektive. Die zum Spiel passenden Amiibo von Alm und Celica schalten übrigens neue Dungeons frei.

Meinung von Adrian Stuchlik

Intelligent Systems beweist Mut, indem der Entwickler viele Elemente der taktischen Vielfalt der bisherigen Teile streicht. Zwar verringert sich dadurch die berüchtigte Schwierigkeit etwas, was aber dem Spielspaß keinen Abbruch tut. Die Neuerungen hingegen schlagen voll ein. Vor allem die Dungeons sind eine abwechslungsreiche Innovation, die Intelligent Systems in den Nachfolgern fortführen sollte.

Die Geschichte ist ebenfalls spannend erzhält, durch die vollständige englische Vertonung fesselt sie ungemein. Allerdings fehlt mir etwas in Hinblick auf die Unterstützungsgesprächen. Diese sind zwar noch vorhanden, aber lange nicht so zahlreich wie im Vorgänger. Daher hätte ich mir ein paar mehr Hintergründe und Facetten der Nebencharaktere gewünscht. Alles in allem ist das aber dann doch Meckern auf hohem Niveau.

87 Spieletipps-Award

meint: Ein spannendes Taktik-Abenteuer, das sowohl Fans, als auch Neulinge überzeugt.

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Tags: Amiibo   Remake   Singleplayer  

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