Vorschau Fortnite: Beute, Sturm, Monster, Forts und Freunde

von Emily Schuhmann (08. Juni 2017)

Wenn es draußen mal wieder regnet und grau ist, entführt das neue Spiel von Epic Games in eine farbenfrohe Welt, in der ihr vor allem Spaß mit Freunden haben könnt.

Wer hat als Kind nicht gerne einen Samstagnachmittag damit verbracht, mit seinen Freunden und einem Haufen Pappkartons oder simplem Holz ein Abenteuer zu erleben? Manchmal reichten auch schon das hauseigene Wohnzimmer, einige Decken und Kissen und etwas Fantasie. Dann zog man Wände hoch, verstärkte die Verteidigungsanlagen und verbrachte die Zeit bis zum Abendessen damit, die so errichtete Festung gegen imaginäre Feinde oder die Kinder aus der Nachbarschaft zu verteidigen.

Fortnite nimmt diese Idee und versetzt sie in die virtuelle Welt. Den Entwicklern ist ein verspielter Unterton für dieses Projekt ausgesprochen wichtig. Deswegen tendiert der Grafikstil mehr in Richtung Comic als in Richtung Realismus und gestaltet sich entsprechend ziemlich bunt. Ein weiterer Pluspunkt dieser Wahl ist, dass er hervorragend mit der prozedural generierten Umgebung funktioniert. Bisher gibt es im Spiel vier Gebiete, die alle aus Wald, Vorstadt und Stadt bestehen, und jedes neue Level wird zufällig aus zuvor erstellten Einzelteilen zusammengesetzt. So betretet ihr nie zweimal dieselbe Umgebung.

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Zombies unter lila Wolken

Eigentlich entscheidend ist jedoch natürlich nicht der Schauplatz, sondern was ihr dort tut. In dem neuesten Projekt der Jungs und Mädels von Epic Games geht es darum, euch, eure Basis und den Rest der Menschheit vor einem merkwürdigen violetten Sturm zu beschützen, der die ganze Welt bedeckt. Dieses ungewöhnliche Wetterphänomen bringt nämlich ungeladene Gäste mit sich: zombieartige Wesen, die es auf die Bewohner der Erde abgesehen haben. Ihr beginnt in eurer Heimatbasis, die ihr im Laufe des Spiels immer weiter ausbauen könnt. Und das ist das Stichwort, denn bauen ist ein Hauptbestandteil dessen, womit ihr in Fortnite eure Zeit verbringt.

Um euch gegen etwaige Gegner zu wehren, habt ihr zwei Möglichkeiten: direkter Angriff oder passive Verteidigung. Dafür gibt es seperate Modi, zwischen denen ihr jederzeit hin und her wechseln könnt. Im Bau-Modus könnt ihr durch zuvor gesammelte Ressourcen Wände, Rampen, Böden, Decken und vor allem unterschiedliche Fallen zusammenzimmern. Dafür wird das Spiel aber nicht pausiert, ihr müsst also flott sein und schnell denken. Im Kampfmodus habt ihr in einer klassischen Third-Person-Ansicht Zugriff auf viele verschiedene Schuss- und Nahkampfwaffen, mit denen ihr euch den Monsterhorden entgegenwerfen könnt.

Fertige Helden statt eigener Charaktere

Ihr schlüpft bei den Missionen in die Rolle eines von euch gewählten Helden. Diese haben verschiedene Stärken und Schwächen und wollt ihr effektiv spielen, solltet ihr mehr als eine der vier verfügbaren Klassen beherrschen. Zur Wahl stehen Ninja, Grenzgänger, Soldat und Fabrikant, wobei die beiden Erstgenannten erst im Laufe des Spiels freigeschaltet werden. Ninjas sind auf Klingen spezialisiert und haben eine enorm hohe Mobilität. Soldaten teilen kräftig aus und glänzen vor allem mit Schusswaffen. Grenzgänger sind die Entdecker und Erkunder und haben Boni auf das Sammeln von Rohstoffen. Fabrikanten hingegen sind die Macher und Bauspezialisten.

Waffen sind nicht klassengebunden, aber nicht jeder Held kann ihr Potenzial voll ausschöpfen.Waffen sind nicht klassengebunden, aber nicht jeder Held kann ihr Potenzial voll ausschöpfen.

Fortnite ist ein Spiel, das ein großes Maß an Zusammenarbeit ermöglicht und es glänzt auch erst wirklich, wenn ihr mit anderen zusammenarbeitet. Dazu könnt ihr entweder zufällige Leute in eurer bis zu vierköpfigen Gruppe willkommen heißen oder aber mit Freunden zusammen spielen. Die Missionen der Kampagne, die insgesamt knapp 300 Stunden Spielzeit bieten soll, skalieren zwar, aber sie sind dennoch spürbar auf Gruppen ausgelegt. Schließt ihr Aufgaben ab, erhaltet ihr Punkte, mit denen ihr in den umfangreichen Talentbäumen neue Fähigkeiten freischalten könnt, und ihr erhaltet Beutebehälter in Form von Lama-Pinatas. Lama-Pinatas!!! Voraussichtlich ab dem 25. Juli ist das Spiel auf PlayStation 4, Xbox One, Mac und PC im Early-Access verfügbar. Den Zugang dazu müsst ihr euch aber erkaufen. Vorbesteller bekommen sogar noch vier Tage Frühstart. Anfang 2018 soll das Spiel dann Free to play werden und so noch mehr Menschen zum gemeinsamen Festungsbau anregen.

Meinung von Emily Schuhmann

Ich hatte das Glück bei der Vorstellung des Spiels tolle Mitspieler zu haben und das hat die Stunden, die ich mit Fortnite verbracht habe, geradezu wegschmelzen lassen. Für mich hat das Spiel genau das erreicht, was die Entwickler wollten, ich habe mich gefühlt wie ein Kind, das im Wald ein Geheimversteck errichtet. Dass ich mir die angreifenden Monster und die Geschichte drumherum nicht selbst ausdenken musste, war ein netter Bonus und dass ich besagte Monster dann mit einem Laserkatana niedermähen konnte natürlich auch.

So toll ich die Idee, den Grafikstil, die Kampf- und Bau-Modi finde, ich mache mir dennoch ein bisschen Sorgen. Die Gebiete sind zwar durch die Möglichkeiten des prozeduralen Aufbaus immer anders, aber die Grundelemente bleiben gleich. Und das für mich wichtigste Element, die Kooperation, erfordert eigentlich eine Gruppe von Freunden, die am besten im selben Raum sitzt und sich necken kann. Mir fehlt so gut wie jeder Antrieb mit Fremden zu spielen und ich hoffe wirklich, dieser Gedanke bricht dem Spiel nicht das Genick.

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Tags: Free 2 play   Fun   Koop-Modus   Multiplayer  

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