Test Tropico

von Gerd Schüle (14. Mai 2001)

Diktatoren haben es nicht immer leicht. Wer das nicht glaubt, kann es einmal selbst probieren, in dem neuen Spiel von Pop Top Software, der Diktator-Simulation "Tropico". Ob das ganze auch Spaß macht oder nur in anstrengende und langweilige Arbeit ausartet, könnt ihr in unserem Test erfahren.

Ein GesamtüberblickEin Gesamtüberblick

El Presidente - Das Spiel

Eigentlich verbirgt sich unter der Bezeichnung des Spieles schon das, um was es in "Tropico" geht. Man schlüpft als Spieler in die Rolle eines Diktators, um seine kleine Trauminsel zum Blühen zu bringen. Dabei muss man nicht zwangsläufig böse sein, man kann es sich durchaus auch zum Ziel machen, sich um das Wohl seiner bis zu 500 Bürger zu kümmern. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Spielmodi. Die eine Möglichkeit ist eine Art Kampagne mit acht Missionen, in der man bestimmte Aufgaben erfüllen muss, wie z. B. den Aufbau einer Insel, die durch ein Erdbeben zerstört wurde. Das Kernstück von "Tropico" ist aber das freie Spiel, in dem man innerhalb einer bestimmten Zeit eines von fünf Zielen erreichen muss. Schon hier fängt es an, die Wahl ob man einen eher guten Weg einschlägt, indem man sich das Ziel setzt, zufriedene Untertanen zu haben oder ob man doch lieber den selbstsüchtigen Pfad einschlägt und nur sein Schweizer Bankkonto im Blickfeld behält.

Eine FarmEine Farm

Zu Spielbeginn legt man zuerst fest, was für eine Art von Mensch man als El Presidente ist. Dabei ist es nicht möglich, sich nur die guten Eigenschaften auszuwählen, sondern jede gute bringt automatisch auch eine negative mit sich. Dadurch legt man damit auch ein Stück weit schon seine Vorgehensweise fest. Verdankt man z. B. sein Amt dem KGB, werden gute Beziehzungen zu den USA kaum aufzubauen sein. Sobald man seine Wahl getroffen hat geht es hinein in die Regierungsarbeit. Natürlich reicht die Macht eines Diktators nicht so weit, dass man seine Untertanen direkt steuern kann. Die führen ihr Leben sehr selbstständig. Als El Presidente sorgt man für die richtigen Rahmenbedingungen, damit das Volk wachsen und gedeihen kann. Man lässt Häuser bauen, damit die Bürger Wohnungen haben. Farmen werden zur Nahrungserzeugung errichtet und auch zur Devisenbeschaffung durch den Anbau und Verkauf von Tabak und Kaffe. Die sozialen Strukturen fördert man durch den Bau von Kirchen und Krankenhäuser.

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