Test Miitopia: Jetzt bloß nicht das Gesicht verlieren!

von Nastassja Scherling (27. Juli 2017)

Tomodachi Life trifft auf verrücktes Rollenspiel - in Miitopia begebt ihr euch gemeinsam mit euren Freunden, der Bundeskanzlerin oder wem auch immer auf Monsterjagd und kämpft gegen eine böse Macht, die Miis ihrer Gesichter beraubt.

Stellt euch vor, ihr wacht eines Morgens auf, wendet euch gen Spiegel und - Schockschwerenot - euer Gesicht ist weg! Genau das ist den Einwohnern von Miitopia passiert. Der Dunkler Fürst hat ihnen mit seiner mysteriösen Magie ihre Antlitze gestohlen, um sich daraus eine fiese Monster-Armee aufzubauen. Hier kommt ihr ins Spiel! Bekämpft einen Schwall an grotesken Gegnern nach dem anderen und bringt gemeinsam mit euren Freunden die fehlenden Fratzen zurück.

Aber nicht etwa im Multiplayer, sondern mit einem etwas anderen System. Bei Miitopia leiht ihr den Spielcharaktern euer Aussehen - oder besser gesagt die Gesichter eurer Miis. Aus anonymen Nicht-Spieler-Charakteren werden so bekannte Figuren. In Hauptrollen können eure Freunde, historische Persönlichkeiten oder Stars entweder in der Spielgeschichte oder in eurem Team glänzen. Der Spaß beginnt voraussichtlich am 28. Juli 2017 auf allen Modellen der 3DS- und 2DS-Familie.

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Echte Freunde stehen zusammen

Nintendo bietet euch über zehn unterschiedliche Klassen, mit denen ihr eure Helden spezialisieren könnt. Mit dabei sind klassische Rollen wie Krieger und Magier, aber auch die eine oder andere Überraschung. Wie wäre es zum Beispiel, wenn ihr als Kätzchen oder Popstar spielt? Zusätzlich wählt ihr für eure Abenteurer eine Charaktereigenschaft, die sich positiv und negativ auf ihren Kampfstil auswirkt. Ein vorsichtiger Held muss sich vor einem Angriff etwa zuerst eine Runde aufwärmen, damit er sich auch ja nichts zerrt. Ihr merkt - Humor hat das Spiel zur Genüge!

"Wo tut's denn weh?" Nach einer fiesen Tracht Prügel sorgen sich Freunde natürlich umeinander."Wo tut's denn weh?" Nach einer fiesen Tracht Prügel sorgen sich Freunde natürlich umeinander.

Während der rundenbasierten Kämpfe, nach jedem Level und durch Zwischensequenzen lernen sich eure Helden besser kennen und freunden sich im besten Fall an. Für die Schlacht heißt das: Sie helfen sich gegenseitig aus der Patsche, trösten sich und nehmen Rache, wenn einer ihrer Freunde fällt. Die Figuren nutzen diese Fähigkeiten automatisch und agieren auch sonst im Kampf selbständig. Bei Miitopia könnt ihr nur die Kampf-Aktion eures eigenen Charakters steuern.

Automatisch, praktisch, gut?

Und hier liegt auch ein Problem von Miitopia: Die vielen automatisierten Vorgänge machen es dem Spieler schwer, die Übersicht über das Kampfgeschehen zu behalten. Insbesondere für Videospiel-Einsteiger, an die sich das benutzerfreundliche RPG sicherlich auch richtet, könnte das ein Problem darstellen. Mit einigen bestrittenen Levels gewöhnt ihr euch aber sicher an die vielen Abläufe, die das Abenteuer von selbst initiiert.

Tatsächlich funktioniert die Computer-KI (Künstliche Intelligenz) erstaunlich gut und ihr werdet euch wahrscheinlich eher selten über dämliche Patzer eurer Teammitglieder ärgern. Voraussichtlich ab dem 28. Juli könnt ihr eure Freunde und Bekannten auf dem 3DS in die Schlacht führen.

Meinung von Nastassja Scherling

Miitopia hat mich mit dem außergewöhnlichen Spielkonzept und seinem witzigen Humor überzeugt. Es macht richtig Spaß, die verschiedenen Rollen mit Freunden, Helden und anderen Persönlichkeiten zu besetzen und nachzuverfolgen, wie sich ihre Beziehung entwickelt. Das Kampfsystem ist wegen der starken Durchautomatisierung etwas unübersichtlich und nimmt euch an manchen Stellen zu viele Entscheidungen ab. Die meisten Levels sind außerdem leicht zu absolvieren, nur wenige Male stand ich kurz vor einer Niederlage.

Die Geschichte scheint zunächst voraussehbar, hat aber tatsächlich die eine oder andere Wendung in petto. Insgesamt spielt sich Miitopia flüssig und das Geschehen, das euch immerhin zwischen 20 und 30 Spielstunden bietet, hat mich mit seiner Mischung aus Knüppelei und sozialer Komponente zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Ich bin positiv überrascht von dem Rollenspiel-Abenteuer und kann es vor allem Freunden von Tomodachi Life oder Fantasy Life sehr ans Herz legen.

Einige Punkte muss ich für die Tatsachen, dass sich das Spiel zu häufig von alleine spielt und dass ihr einen Vollpreis von knapp 40 Euro zahlen müsst, leider doch abziehen.

78

meint: Schickt Freunde und Berühmtheiten in den Kampf und seht zu, was passiert! Wer grandiosen Humor und seichtes Gameplay mag, ist hier richtig.

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Tags: Amiibo  

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