Destiny 2: Das hält die Community von der Beta

(Special)

von Sören Wetterau (24. Juli 2017)

Die Beta von Destiny 2, die am Wochenende für alle Interessierten die Türen geöffnet hat, ist vorbei. Eine Mission, ein Strike und zwei Mehrspieler-Modi: Reicht das, um die Spieler in Euphorie zu versetzen? Wir werfen einen ersten Blick auf das Stimmungsbild.

Destiny 2, so viel lässt sich schon seit der Ankündigung sagen, hat es definitiv schwerer als sein Vorgänger. Vor drei Jahren profitierte Destiny davon, dass es neu war, vom ehemaligen Halo-Entwickler Bungie stammt und als das „nächste große Ding“ gehandelt wurde. Nach der Veröffentlichung hat sich das Blatt allerdings gewendet. Bei nicht wenigen Spielern hat sich die Enttäuschung breit gemacht, weil Destiny am Ende doch „nur“ ein weiterer Shooter mit ein paar interessanten Mehrspielerfunktionen ist.

Umso spannender ist es zu sehen, wie sich die Spieler in Bezug auf Destiny 2 verhalten. Wie ist die Erwartungshaltung an den Nachfolger und schafft es die Beta bisherige Skeptiker zu überzeugen? Die Meinung von drei spieletipps-Redakteuren kennt ihr dazu bereits ja schon. Wir haben uns aber zusätzlich in den Foren und sozialen Netzwerken umgehört: Was gefällt und was gefällt nicht an Destiny 2?

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Mehr vom Gleichen

Grundlegend fällt das Fazit der meisten Spieler recht positiv aus. Gelobt wird vor allem die spielbare Mission, die mit ihrem Aufbau und den Zwischensequenzen deutlich mehr Handlung verspricht. Beim Vorgänger gab es häufig Kritik daran, dass Entwickler Bungie die Geschichte im Spiel selbst vernachlässigt und stattdessen alles in die ausschließlich online erhältlichen Grimmoire-Karten ausgelagert hat. Der bekannte Destiny-Youtuber Mr. Fruit zeigt sich deshalb besonders begeistert von der frischen Inszenierung in Destiny 2.

(Quelle: Youtube, Mr. Fruit Gaming Channel)

Das Video steht sinnbildlich für ein weiteres Fazit: Destiny 2 ist schlichtweg mehr vom Gleichen. Der Twitter-Nutzer Emilio Garcia bringt es kurz und knapp auf den Punkt:

„Wenn du immer noch gerne Destiny spielst, dann wirst du vermutlich auch Destiny 2 mögen. Ich finde, dass die Beta mehr vom Selben bietet. Nichts Neues oder Aufregendes.“

In den sozialen Netzwerken und Foren ist dies ein häufig angesprochener Punkt. Destiny 2 sei bei weitem kein schlechtes Spiel, aber würde sich trotzdem nur wie ein Destiny 1.5 anfühlen. Einige Spieler vermissen wirklich neue Spielmöglichkeiten oder ein wenig Risikofreudigkeit von Bungie, um mehr als nur eine solide Fortsetzung zu bieten. Andere verweisen wiederum auf die eingeschränkten Inhalte der Beta, die ihrer Meinung nach insgesamt zu wenig waren, um eine vollständige Beurteilung diesbezüglich abgeben zu können.

Zu lange Bosskämpfe

Von Seiten der langjährigen Destiny-Fans gibt es hingegen knallharte Kritik an Entwickler Bungie. Grund dafür ist, dass der Koop- beziehungsweise PvE-Part, sprich die Missionen und Strikes, unter dem neuem PvP-Fokus leidet. Genauer gesagt betrifft es die Waffengattungen Schrotflinten, Scharfschützengewehre und schweren Waffen, die nun allesamt „Power Munition“ benötigen. Bei den PvP-Spielern in den verschiedenen Spielmodi kommt die Änderung gut an, da das Waffen-Balancing ausgeglichener wirkt.

In der Strike-Mission der Beta zeigt sich jedoch der Nachteil der Änderung für Spieler, die vorrangig gegen große Bossgegner kämpfen wollen, wie mehrere Beiträge im Destiny-Reddit zeigen. Durch die extreme Limitierung der Power Munition läuft es, so der Eindruck zahlreicher Spieler, darauf hinaus, dass Bossgegner fast nur mit der primären Waffe bekämpft werden können. Mit dem Scharfschützengewehr aus sicherer Distanz kritische Treffer landen oder die Schrotflinte für größere Gegnergruppen aufheben, ist nur noch bedingt möglich. „Schrotflinten, Scharfschützengewehre und Fusionsgewehre müssen wieder zu sekundären Waffen werden“, so manch eine Forderung.

Die sonst durchaus positiv aufgenommene Strike-Mission erhält dadurch einen bitteren Abgang, weil es sehr lange dauert, um den Boss nur mit den Primärwaffen zu besiegen. Immerhin hat Bungie mittlerweile auf die Kritik reagiert und angekündigt, dass es im fertigen Spiel für PvE-Spieler mehr Power Munition geben soll.

Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch nicht, dass die Spieler die Mehrspieler-Partien nahezu perfekt finden. Obwohl die meisten Änderungen tatsächlich auf Gegenliebe stoßen, gibt es auch zahlreiche Kritik. Der Youtube-Kanal Mesa Sean liefert dazu ein rund elfminütiges Erklärungsvideo:

(Quelle: Youtube, Mesa Sean)

Skepsis und Vorfreude

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Destiny 2 grundsätzlich nicht schlecht bei den Spielern ankommt. An vielen Stellen herrscht immer noch Vorfreunde auf das, was Entwickler Bungie voraussichtlich am 8. September für PlayStation 4 und Xbox One veröffentlichen will.

Destiny 2 erscheint im September - seid ihr dabei?Destiny 2 erscheint im September - seid ihr dabei?

Gleichzeitig gibt es jedoch auch viel mehr Skepsis als noch beim Vorgänger. Überraschend ist dies nicht, denn Destiny ist mittlerweile eine klar definierte Marke, die mit dem Nachfolger kein Risiko eingeht. Spieler, ob in der Vergangenheit mit dem Shooter vertraut oder nicht, haben demnach in der Beta öfters mal die Augenbraue nach oben gezogen. Ob sich das auf die Verkaufszahlen auswirken wird, bleibt allerdings noch ein wenig abzuwarten.

Apropos Warten: PC-Spieler konnten Destiny 2 bislang noch gar nicht testen. Eine separate Beta für „Maus und Tastatur“-Spieler startet voraussichtlich im August, während das fertige Spiel Ende Oktober erscheinen soll.

Tags: Beta   Multiplayer   Video   Science-Fiction  

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