XMG U717 Ultimate: Der Desktop-Ersatz mit GTX 1080

von Stephan Schünke (29. Juli 2017)

Ihr möchtet alle aktuellen Games auf maximalen Einstellungen zocken, habt aber nicht ausreichend Platz für einen Desktop-PC? Oder möchtet ihr gerne überall Spielen, wo es eine Steckdose gibt? Mit dem XMG U717 Ultimate zeigt der Hersteller ein Gaming-Notebook der Superlative. Super leistungsstark, super Display aber auch super schwer. Wir zeigen euch heute einmal, was dieses ultimative Notebook kann.

Dicke Leistung Dank Desktop-Prozessor

Notebooks waren lange Zeit als langsame, heiße Kisten bekannt, mit denen ihr kaum zocken könnt. Nachdem NVIDIA allerdings die GTX-10 Serie eingeführt hat und Prozessoren für mobile Endgeräte optimiert wurden, konnten sich Notebooks immer mehr durchsetzen. Doch das war XMG nicht genug, weshalb die Leipziger im U717 Ultimate nicht nur einen Core i7 7700HQ sondern einen Core i7 7700K unterbringen. Dabei handelt es sich um eine CPU, die normalerweise ausschließlich in stationären Desktop-PCs eingesetzt wird. Das „K“ signalisiert zudem, dass sich der Prozessor übertakten lässt. Damit der Prozessor dabei auch stabile Taktraten bekommt, wurde er seitens der Ingenieure geköpft, das heißt, dass die metallische Abdeckung entfernt wurde, um auf dem CPU-Kern metallische Wärmeleitpaste aufzubringen. Danach wurde der so genannte Heatspreader wieder aufgesetzt. In unserem Test ließ sich der Prozessor zwar übertakten, konnte allerdings keine stabilen Taktraten halten, da hierfür die Kühlung nicht ausreicht. Mit einem normalen Takt konnte der Prozessor allerdings stabil arbeiten.

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Geforce GTX 1080 und 120 Hz Display

Das Sahnehäubchen im XMG U717 Ultimate ist eindeutig die Grafikkarte sowie das Display. Zum Einsatz kommt hierbei die Geforce GTX 1080, die sehr stark der Desktop-Version ähnelt und eine ähnliche Performance bietet. Mit dieser Grafikkarte könnt ihr nicht nur alle Games auf maximalen Einstellungen spielen, sondern mithilfe eines externen 4K-Monitors auch in den Genuss von UHD-Bildern kommen. Die GTX 1080 im Notebook liefert euch demnach die maximale Leistung, um das hervorragende 120 Hz Display zu befeuern. Damit ihr auch in den Genuss der 120 Hz kommen könnt, muss hierfür eine starke Grafikkarte für ausreichend FPS sorgen und das kann der Grafikbeschleuniger problemlos. Im Spieletest überzeugte das farbechte und reaktionsfreudige Display mit einer wunderschönen Darstellung. Farben wirkten echt und natürlich und dann G-Sync kam es zu keiner Zeit zu einer nervigen Schlierenbildung oder anderen Aussetzern.

Für drei Displays ist gesorgt

Damit ihr auch externe Display anschließen könnt, bietet das XMG U717 Ultimate zwei weitere DisplayPort-Anschlüsse, die ihr auf der Rückseite finden könnt. Doch ist das nicht alles, denn der USB 3.1 Port an der Seite kann ebenso auf Thunderbolt zurückgreifen, was ebenso den Anschluss von Monitoren oder sogar externer Grafikkarten zulässt. Das macht das U717 zu einem Desktop-Ersatz, der sogar mobil nutzbar wäre.

Kompakter als ein Desktop, dennoch nicht mobil

Auch wenn wir es hier mit einem Notebook zu tun haben, in dem scheinbar alles steckt, was man sich wünscht, so ist es dennoch nicht wirklich mobil. Mit rund 4 Kilogramm sowie einer Akkulaufzeit von rund 2 Stunden beim Surfen alleine, kann es nicht als mobiles Gerät genutzt werden. Doch dafür ist es auch nicht gemacht. Der Sinn eines solchen Notebooks ist, dass man es Zuhause aber auch im Urlaub oder am Arbeitsplatz als Desktop-Ersatz nutzen kann.

Spiele sind kein Problem

Wir haben mit dem U717 verschiedene Spiele von Civilisation VI über Witcher 3 bis hin zu Battlefield 1 ausprobiert. Wir konnten alle Games problemlos in maximalen Einstellungen und erheblich mehr als 60 FPS spielen. Egal welches Game, das Notebook konnte problemlos alles wiedergeben und das auch noch in einer unglaublich brillianten Qualität. Besonders auffallend war dabei das geringe Betriebsgeräusch, das für ein Notebook sehr gering war. Das verdankt das U717 dem sehr hohen Gehäuse sowie dem doppelten Kühlsystem, das die Wärme der GPU und der CPU getrennt voneinander abführt.

Doch lieber ein stationäres System?

Möchtet ihr das Notebook mit einer vernünftigen Ausstattung, dann solltet ihr mindestens 3.500 Euro investieren. In unserem Modell werkelte ein i7 7700K, eine GTX 1080 sowie 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Windows war auf einer Samsung 960 Evo installiert, die ebenso noch einmal etwas mehr kostet. Da stellt sich die Frage, ob man nicht direkt ein stationäres System kauft? Doch rechnen wir einmal die Hardware zusammen, kommen wir auch bei einem Desktop-PC auf rund 2000 Euro. Hinzu kommt ein sehr gutes 120 Hz Display, sowie eine Maus und eine Tastatur. Zugegeben, immer noch günstiger als das Notebook, jedoch nicht derart mobil. Grade LAN-Gänger oder Vielreisende, die viel Power brauchen sollten sich den Kauf einmal durch den Kopf gehen lassen.

Tags: Hardware  

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