Vorschau Mario + Rabbids - Kingdom Battle: Hasenplage im Pilzkönigreich

von Emily Schuhmann (01. August 2017)

Wenn die Rabbids überraschend in der Welt von Mario und Co. landen, bleibt kein Stein auf dem anderen und Spaß und Chaos sind garantiert.

Der italienische Klempner mit Schnauzbart, blauer Latzhose und roter Mütze begleitet viele Spieler schon über Jahre und das in unterschiedlichen Formaten. Mal klassisch in Super Mario 3D Land, mal im Rausch der Geschwindigkeit bei Mario Kart 8 Deluxe oder entspannt bei einer Runde Mario Party 10. In all der Zeit hat er schon so einige Bekanntschaften gemacht, aber mit den Rabbids hatte er es noch nie zu tun. In Mario + Rabbids - Kingdom Battle trifft er nun erstmals auf die verrückten Hasen von Ubisoft.

Bei einem Kurztrip nach Paris konnten wir einen ersten Blick auf das neue Spiel für die Nintendo Switch werfen, das bei der Pressekonferenz auf der E3 bereits für Aufsehen gesorgt hat. Highlight war aber nicht das Spiel oder das etwas gekünstelte Posieren von Ubisoft-Chef Yves Guillemot and Mario-Schöpfer Shigeru Miyamoto, sondern die kurze Danksagung an einen der Entwickler. Davide Soliani wurde durch seine emotionale Reaktion zur Internetberühmtheit und wir hatten die Freude uns mit ihm bei dem Event über Mario + Rabbids - Kingdom Battle unterhalten zu können.

Allein unter Hasen

Davide ist ein großer Fan der XCOM-Serie und ähnlichen taktischen Spielen und hat selbst beispielsweise an Battalion Wars mitgearbeitet. Die erste Grundidee zur ungewöhnlichen Kombination aus Mario und Rabbids war: Mario Kart ohne Karts trifft auf Worms. Leicht wahnsinnig, trotzdem taktisch und mit einer gehörigen Portion Humor. Daraus entwickelte sich ein rundenbasiertes Strategiespiel, in dem die beiden Welten aufeinandertreffen. Dabei sollen die Rabbids von Mario lernen was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und Mario soll umgekehrt begreifen, dass man im Leben manchmal auch einfach Spaß haben darf.

Die Hasenprinzessin ist als Heilerin nicht zu unterschätzen, ganz egal wie etepetete sie auf den ersten Blick wirkt.Die Hasenprinzessin ist als Heilerin nicht zu unterschätzen, ganz egal wie etepetete sie auf den ersten Blick wirkt.

Im Spiel landen die Rabbids aus ungeklärten Gründen im Pilzkönigkreich und müssen einen Weg zurück in ihre eigene Welt finden. Einige von ihnen haben zwischenzeitlich Geschmack an Cosplay gefunden. Rabbid-Peach nimmt diese Idee ein wenig zu ernst und übertreibt das Prinzessinnen-Getue.

Ihr Design und der überspitzte Charakter machen sie zum Liebling Davides und sicher werden dem einige Spieler zustimmen, wenn Mario + Rabbids - Kingdom Battle voraussichtlich am 29. August für Nintendo Switch erscheint. Er erklärt auch: „Es gibt acht spielbare Charaktere: Mario, Luigi, Yoshi, Peach und ihre Rabbid-Gegenstücke, aber wir haben auch noch die eine oder andere Überraschung für euch.“

Ohne Kombos geht gar nichts

Auf dem Event standen alle Figuren außer Yoshi zur Verfügung, und uns wurde nicht erklärt, warum wir ausgerechnet den grünen Dino nicht spielen durften. Vielleicht hat er ja ein Geheimnis? In der Kampagne konnten wir drei Missionstypen testen. "Besiegt alle Gegner" und "Erreicht eine Zielzone" erfordern wohl keine Erklärung.

Ungewöhnlicher sind die Missionen, in denen ihr eine bestimmte Anzahl von feindlichen Rabbids besiegen sollt. In unregelmäßigen Abständen buddeln sich neue Langohren aus dem Boden und ihr könnt abwägen, bei welchen sich der Angriff lohnt und von welchen ihr lieber die Finger lassen solltet. Ihre einzigartigen Fähigkeiten machen bestimmte Gegnertypen zu wirklich harten Nüssen.

Auf dem Spielfeld kontrolliert ihr ein Dreierteam, dass von den Entwicklern liebevoll als Triforce bezeichnet wird. Jede Runde könnt ihr eure Charaktere bewegen, angreifen und Fähigkeiten aktivieren. Die Spielfiguren übernehmen unterschiedliche Rollen, deren Talente ihr geschickt kombinieren müsst.

Beispielsweise könnt ihr mit Mario die Angriffskraft des flinken Luigi steigern, der sich dann mitten ins Getümmel stürzt, und ihm anschließend mit Peachs Heilfertigkeiten den Allerwertesten retten. Alle Charaktere haben Zugriff auf zwei Waffen. Abgesehen von Blastern gibt es auch Quietscheentchengranaten, Hämmer, Laser-Jojos und ferngesteurte Bomben.

Taktisches Chaos

Zusätlich zu normalen Rabbids, insoweit man die Hasen allgemein als normal bezeichnen kann, gibt es beispielsweise auch Geister-Rabbids, die sich von einem Ort zum anderen teleportieren können, oder Schildträger, die alle Angriffe von vorne blocken. Ähnlich abwechslungsreich sind die kunterbunten Spielfelder. Diese besitzen meist mehrere Ebenen, die ihr auf zwei Arten überwinden könnt: zum einen durch die Hasenröhren die überall verteilt sind und zum anderen durch Team-Sprünge. Statt direkt zu eurem Zielort zu laufen, nutzt ihr dabei Verbündete als Sprungbretter und erweitert eure Reichweite so massiv.

Mit einer gezielten Grätsche könnt ihr die Hasen von den Füßen holen und euren Bewegungsradius erweitern.Mit einer gezielten Grätsche könnt ihr die Hasen von den Füßen holen und euren Bewegungsradius erweitern.

Diese Fortbewegungsmöglichkeiten machen alles leider auch etwas unübersichtlich. Da sucht ihr euch eine scheinbar gute Deckung und plötzlich schafft es ein Gegner dennoch direkt vor euch aufzutauchen, weil ihr eine Röhrenverbindung übersehen habt. Der Schwierigkeitsgrad zieht im Laufe des Spiels an, weshalb eine übersichtlichere Karte oder zumindest eine Minimap wünschenswert gewesen wäre.

Noch chaotischer, aber auch dementsprechend lustig, sind die Koop-Level, bei denen ihr zu zweit mit jeweils zwei Charakteren agiert. Insgesamt bietet das Spiel eine spürbare Lernkurve, aber das war laut Davide beabsichtigt. „Wir wollten eine Herausforderung bieten, aber dabei nicht unfair sein.“ Nach dem Anspielen scheint den Entwicklern das gelungen zu sein.

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Tags: Fun   Koop-Modus   Shigeru Miyamoto  

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