Test Gothic 3

von Daniel Frick (25. Oktober 2006)

Die Gothic Reihe ist ein Phänomen und hat innerhalb der letzten Jahre eine enorme Fanbasis gebildet. Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass "Gothic 3" neben Konkurrent "Oblivion" das meisterwartetste Rollenspiel des Jahres ist. Und nun kann endlich der Frage nachgegangen werden, welches Spiel besser ist. Oder lässt sich diese Frage möglicherweise gar nicht beantworten?

Teleporsteine verkürzen die WegeTeleporsteine verkürzen die Wege

Alte Bekannte und neue Herausforderungen

Wir erinnern uns: Am Ende von "Gothic 2" segelte unser unbekannte Held mit einigen Freunden von der Insel Khorinis dem Festland Myrthana zu, nachdem die Bedrohung durch die Drachen abgewendet worden war. An diesem Punkt knüpft "Gothic 3" lückenlos an. Doch nach der Ankunft auf dem Festland stehen unseren Helden neue Abenteuer ins Haus: Der König wurde von den Orks besiegt und die Menschen versklavt. Nur wenige königstreue Rebellen stellen sich gegen die neuen Herren und schon ganz zu Beginn des Spiels findet man sich mitten in einem Kampf gegen einen Spähtrupp der Orks wieder. Glücklicherweise startet unser Held nicht völlig schwach auf der Brust, sondern kann sich zumindest im ersten Kampf schon ganz passabel zur Wehr setzen. Freilich gilt es dann herauszufinden, was genau passiert ist, denn der alte Bekannte Xardas scheint seine Hände im Spiel zu haben und auch die Magie funktioniert nicht mehr. Bis man allerdings die Rätsel um die Hintergründe der Haupthandlung gelüftet hat, gehen gut und gerne 50 Stunden ins Land. Will man die gesamte Spielwelt erkunden, die etwa die fünffache Größe des Vorgängers hat, dürfte man mindestens doppelt so lange benötigen.

Liebhaber der Serie kennen die Bücher-BoniLiebhaber der Serie kennen die Bücher-Boni

Viele bekannte Features überarbeitet

"Gothic 3" ist unverkennbar "Gothic", nicht zuletzt wegen unseres (un)bekannten Helden und seinen markigen Sprüchen. Man könnte sagen, dass man die Grundideen der Serie beibehalten hat, den neuen Teil aber im Detail zahlreichen Überarbeitungen unterzogen hat. Das Kampfsystem wurde im Grundprinzip vereinfacht. Mit der linken Maustaste macht man einen starken Hieb, mit der rechten einen kurzem, durch Kombinationen werden erlernte Kombos ausgelöst. Leider fehlt beim Kampf Tiefgang, die meisten Gegener lassen sich durch wildes Klicken einfach platt machen. Dass einen dann kurz darauf (scheinbar) leichtere Gegner einfach besiegen, ist nicht nur frustrierend, sondern schlicht auch unrealistisch. Überhaupt lässt sich über den Nahkampf noch einiges an Kritik verlieren. Manche Gegner greifen so schnell an, dass sie im Nahkampf fast nicht zu besiegen sind, dagegen führen einige gezielte Pfeile viel schneller zum Erfolg. Ebenfalls überarbeitet wurde das gesamte Skillsystem inklusive dessen Darstellung in einem übersichtlichen Charakterbildschirm. Weitestgehend ist dieses gleich geblieben. Mit erworbenen Lernpunkten steigert man Attribute und kauft dann mit Lernpunkten und Gold bestimmte Fertigkeiten wie Nahkampf, Jagen, Schlösser knacken oder Diebstahl.

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