Test Matterfall: Eins mit der Materie

von Michael Krüger (15. August 2017)

Es ist mal wieder Zeit für ein PS4-exklusives Spiel von Housemarque. Da dürfen sahnige Partikel-Effekte ebenso wenig fehlen wie schnelle Action und eine spannenden Lernkurve.

Dieses Jahr haut Entwickler Housemarque die Arcade-Kracher gerade so raus. Bereits kurz nach der Veröffentlichung von Nex Machina dürft ihr euch nun mit Matterfall der nächsten Herausforderung, sowie eure Reaktionsgeschwindigkeit auf eine harte Probe stellen.

Mit einer ungewöhnlichen Mischung aus 2D-Shooter-Elementen und Two-Stick-Arcade-Action verlangt euch Matterfall einiges ab und geizt nicht mit Bildschirmtoden. Geht die mittlerweile berühmte Housemarque-Formel erneut auf?

Die Frau fürs Grobe räumt auf

Eine futuristische Welt am Abgrund und ihr mittendrin. Als ein paar gewagte Experimente mit unbekannter Materie schief gehen, ist es an euch, wieder für Ordnung zu sorgen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn eure Feinde sind flink, clever und vor allem zahlreich. Gut, dass ihr in der Rolle einer unerschrockenen Kriegerin sowohl mit reichlich Feuerkraft, als auch mit einem Doppelsprung und weiteren Extras ausgestattet seid.

Kombiniert ihr alle Angriffsmöglichkeiten, entfaltet sich das ganze Potenzial von Matterfall.Kombiniert ihr alle Angriffsmöglichkeiten, entfaltet sich das ganze Potenzial von Matterfall.

Auf den ersten Blick sieht Matterfall nach einem klassischen 2D-Shooter aus. Doch schnell wird klar, dass ihr diese Rechnung ohne die kreativen Köpfe von Housemarque gemacht habt. Einer der besonderen Kniffe am Spiel ist der Strike - ein kurzer Sprint gefolgt von einer Energie-Explosion. Mithilfe dieser Fähigkeit schützt ihr euch vor nahenden Kugeln und betäubt eure Feinde für kurze Zeit. Daraus ergeben sich ganz unterschiedliche Taktiken.

Doch das ist bei weitem noch nicht alles. Während beispielsweise rote Materie unzerstörbar und gefährlich ist, könnt ihr teilweise blaue Materie als Plattform oder Schutzschild nutzen. Zusammen mit weiteren Fertigkeiten, die ihr teilweise während des Spielverlaufs freischaltet, entpuppt sich Matterfall schnell als knallharter Reaktionstest. Ein gewisses Frustpotenzial inbegriffen.

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Die Lernkurve hat einen angenehmen Winkel, weist euch für übermütige Aktionen aber auch regelmäßig in eure Schranken. Immer wieder trefft ihr auf neue Hindernisse, die schier unüberwindbar wirken. Und habt ihr zu Beginn häufig noch längere Verschnaufpausen, gehören diese später schnell der Vergangenheit an und pressen euch ordentlich in den Zocker-Sessel.

Partikel-Erguss auf dem Höhepunkt

Inmitten von all den adrenalingeladenen Passagen und der penetranten Stimme, die euch bei jedem Treffer darüber in Kenntnis setzt, dass euer Multiplikator gerade geschrumpft ist, sieht Matterfall richtig gut aus. Bei einem Spiel von Housemarque sind Partikel-Effekte mittlerweile einfach nicht mehr wegzudenken. Und davon gibt es auch in Matterfall reichlich.

Mithilfe eurer Arm-Kanone zerlegt ihr eure Gegner in ihre Einzelteile.Mithilfe eurer Arm-Kanone zerlegt ihr eure Gegner in ihre Einzelteile.

Nicht nur die Umgebung und viele der Hindernisse sehen dadurch beeindruckend aus. Besonders wenn der Bildschirm von Feinden überflutet ist und euch im letzten Moment ein paar rettende Manöver gelingen, bietet euch Matterfall ein Feuerwerk der Zerstörung. Dabei bleibt es immer auf einer Linie mit dem im Spiel vorherrschenden Stil und schafft es selbst nach Stunden noch Abwechslung zu liefern. Hierfür sind auch die Boss-Gegner verantwortlich, die euch nicht nur heftig fordern, sondern auch super aussehen.

Abgerundet wird der temporeiche Zerstörungstrip mit einem elektronischen Soundtrack voller satter Bässe und Melodien zum Mitwippen - sollte das vor lauter Konzentration überhaupt möglich sein. Auch aus technischer Sicht zeigt sich Matterfall von einer absolut runden Seite.

Meinung von Michael Krüger

Auch wenn Matterfall in diesem Jahr eher zu den kleineren Spielen gehört, habe ich mich schon eine ganze Weile darauf gefreut. Der Grund dafür ist simpel: Bei Housemarque weiß ich einfach, dass ich auf meine Kosten komme. Dieses Versprechen hält auch Matterfall und fesselt mich nach einer überschaubaren Eingewöhnungszeit an den Controller. Je frustrierter ich bin und je lauter ich schreie - was nicht selten vorkommt - umso gewillter bin ich, den nächsten Schritt auf der Lernkurve zu meistern und mir die Taktiken noch besser zu verinnerlichen.

Die Mischung aus verzwickten Sprung-Passagen und hektischen Schusswechseln geht wunderbar auf und belohnt mich in regelmäßigen Abständen sowohl mit dem Gefühl wieder besser geworden zu sein, als auch mit Stolz, einen im ersten Moment unmöglich erscheinenden Abschnitt endlich geschafft zu haben. Genau das habe ich mir von Matterfall erhofft. Dass es im Gegensatz zu Nex Machina sogar noch freischaltbare Verbesserungen gibt, die mir eine individuelle Ausrichtung erlauben, ist die Kirsche auf dem Arcade-Sahneschnittchen.

83

meint: Ein Muss für Arcade-Fans und Freunde von schnellen 2D-Shootern. Eine wahre Augenweide, garniert mit dem für Housemarque typischen Wiederspielwert.

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Tags: Science-Fiction   Singleplayer   Arcade  

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