Test Prey

von Oliver Hartmann (17. Juli 2006)

Ende gut, alles gut? Vor neun Jahren wurde "Prey" erstmals angekündigt, zwischenzeitlich auf Eis gelegt, um dann wie Phönix aus der Asche aufzusteigen. Die damalige Ankündigung strotzte nur so vor genialen Ideen und viele fanden den Weg ins fertige Spiel. Ob das wohl für den Sprung auf den Shooter-Thron reicht?

Sieht bedrohlich aus, gehört also definitiv in die ewigen JagdgründeSieht bedrohlich aus, gehört also definitiv in die ewigen Jagdgründe

Indianer kennt keinen Schmerz

In den meisten Shootern, die in der Zukunft angesiedelt sind, zieht ein einsamer, tapferer Einzelkämpfer gegen Horden von Aliens in den Krieg. Hier zeigt "Prey" schon, dass die Entwickler viel übrig haben für Innovationen. Held des Spiels ist der Indianer Tommy, der genug vom Reservatleben und den Geschichten über seine Ahnen hat. Doch da entführen böse Aliens nicht nur ihn, sondern auch seine Freundin Jenny mit samt dem lieben Großvater. Ein Transporterstrahl bringt die drei an Bord eines gigantischen Raumschiffes, in dem Menschen über Förderbänder geschoben und bestialisch gequält und getötet werden. Das Raumschiff ist eine bizarre Mischung aus glatten Wänden und organischer Materie. Ein Unbekannter sabotiert das Band, sodass Tommy fliehen kann. Der Kampf ums eigene Leben und die Liebe des Lebens läuft.

Achtung Scharfschützen! Ihr müsst eure Augen ständig überall habenAchtung Scharfschützen! Ihr müsst eure Augen ständig überall haben

Spannung ohne Ende

Dank des tollen Einstiegs werdet ihr sofort mitten ins Spielgeschehen hineingezogen. Das erinnert ein wenig an das atmosphärisch hervorragende "Half-Life" und dessen Nachfolger. Das ist überhaupt der große Trumpf von "Prey". In vielen Spielen fehlt eine echte Motivation für das Handeln des Helden, hier ist das anders. Die fiesen Foltersequenzen und der brutale Anfang sind nichts für schwache Nerven, fesseln dafür aber ungemein. Im weiteren Verlauf gibt es einige clevere Wendungen und Überraschungen. Kenner und Fans der Alien-Filme werden das eine oder andere Déjavu haben. Hier gibt es also nichts zu meckern, wenn man nicht gerade mit der spirituellen Komponente auf dem Kriegsfuß steht.

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