Test Ghost Recon 2 - Seite 2

Auf in die Kampagne

Herzstück von Ghost Recon 2 ist wie im Vorgänger der Kampagnen Modus, der ganze 15 Einsätze beinhaltet. Aufgrund der Kartengröße können die Missionen auch schonmal etwas länger dauernd. Trödeln ist jedoch nicht immer die beste Option, da einige Missionsziele unter Zeitdruck zu bewältigen sind. Generell sei aber gesagt das die Einsätze alle recht linear ausgefallen sind. Leichter ist Ghost Recon 2 dennoch nicht geworden. Ganz im Gegenteil. Die KI der Gegner ist auch auf der leichtesten Stufe schon recht ausgereift und verzeiht keine größeren Fehler. In den ersten Spielstunden werdet ihr den "Mission gescheitert" Schriftzug wohl öffter lesen als euch lieb sein kann. Eure Mannen sind nämlich, ebenso wie die Gegner, nicht gerade aus dem härtesten Holz geschnitzt und kippen unter Umständen schon bei einem einzigen Treffer um. Wer schlau ist macht sich hier also von Anfang an die variable Savefunktion zu nutze, die es euch erlaubt regelmässig euren Fortschritt auf der Festplatte zu sichern. An Abwechslung mangelt es den Einsätzen dennoch nicht. Jede Karte ist auf eine andere Weise eine Herausforderung. Nachtmissionen gibt es natürlich ebenfalls wieder. Der Nachtsichtmodus wurde gegenüber Island Thunder und Jungle Storm übrigens deutlich verbessert, und sorgt nun für optimale Sicht im Dunkeln. Tagsüber ist es jedoch eher unratsam auf diesen Sichtmodus zurück zu greifen. Monsunartiger Regen behindert in einigen Missionen eure Sichtweite sogar immens. Selbst die Nachtsicht bringt da keine Verbesserung!

Die Qual der Wahl

In Ghost Recon 2 findet ihr sowohl bekannte als auch neuartige Waffen. Vom stinknormalen G36 Gewehr, über zielgenaue Scharfschützengewehre bishin zur Panzerfaust ist alles dabei was einen realistischen Shooter auszeichnet. Besonders angetan haben es mir die Superwaffen, mit welchen ihr praktisch auf Knopfdruck in einen zweiten Sichtmodus wechselt und an Hindernissen vorbei, oder darüber hinweg schauen könnt. Ghost Recon 2 bietet nämlich auch die eine oder andere Einzelkämpfer Mission, bei der ihr nur mit einem einzigen, bis an die Zähne bewaffneten Recken in die Schlacht zieht. Hin und wieder findet ihr euch jedoch auch mitten im Krieg wieder und werdet vom Bombenhagel regelrecht in die enge getrieben. Panzer und Helikopter gibt es dabei nicht nur auf Seite der Gegner, sondern auch als Verbündete, die ihr hin und wieder sogar beschützen müßt. Eine weitere Neuerung sind die sogenannten Luftschläge, welche ihr auf Knopfdruck anfordern könnt. Eure Gegner werden dann regelrecht pulverisiert. Selten zuvor habe ich mich so glaubwürdig in einen Krieg versetzt gefühlt. Im Unterschied zu beispielsweise Shellshock Nam wird jedoch kein Leid und auch keine Folter im Spiel gezeigt, wodurch die Ghost Recon Serie die Kriegs-Thematik auch weiterhin sehr diskret (lobenswert!) behandelt. Schade das es umgekehrt starke Einschnitte im strategischen Bereich gibt. Manche Missionen zeigen teilweise nur einen Bruchteil der gewaltigen Karten. Immerhin könnt ihr diese in den Einzelspiel Modis auch frei erkunden und so genauestens einstudieren.

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