Test FlatOut - Seite 2

Der Wagen sah auch schon mal bessere TageDer Wagen sah auch schon mal bessere Tage

Spaß und Realismus gleicher Maßen

"Flat Out" macht Spaß. Alle denkbaren und undenkbaren Gegenstände im Spiel können "manipuliert" (sprich: umgeheizt) werden. Zum einen füllt sich nach und nach dadurch der "Flat Out" Balken, zum anderen machen herumliegende Gegenstände durchaus eine zusätzliche Herausforderung aus. Seinen Wagen von Kratzern und Beulen zu verschonen, ist ohnehin nicht Politik in "Flat Out". Durch Crashs füllt sich die Turbo Anzeige, mit dem man in brenzligen Situationen Boden wett machen oder seine Gegner hinter sich lassen kann. Das Schadensmodell ist von der Optik her beeindruckend und sehr detailgenau und realistisch. Je nachdem, wo und wie man crasht, verändert sich der Wagen. Fährt man seitlich in der Kurve an einen Baum, so hat man die Beule korrekterweise in der Tür. Darüber hinaus verliert man Kotflügel, zertrümmert Scheiben und bringt den Motor zum Brennen. Dabei ist es durchaus beeindruckend, was für Schrotthaufen noch in der Lage sind zu fahren. Und obwohl die Schäden durchaus Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben, ist das Schadensmodell beim Fahrverhalten nicht realistisch. Doch das haben sich die Entwickler wohl auch nie zum Ziel gesetzt. Wie schon erwähnt: Realismus ist dem Fun untergeordnet.

Technische Umsetzung

Was die technische Umsetzung der Ideen betrifft, kann sich das Spiel wirklich sehen lassen. Das Design der Strecken und der Stock-Cars ist cool, die Grafik durchaus detailliert. Vor allem im Turbo-Modus kommt das zur Geltung, wenn die Bäume und Häuser nur so vorbeifliegen. Der Motorensound ist manchmal etwas eintönig, aber berstende Scheiben klirren und Auffahren auf Hindernisse kracht genauso, wie man es sich in der Realität vorstellt. Besonders passend ist die Musik: Brachiale Rockmusikklänge der etwas härteren Gangart erinnern mich an meine aller erste Lektion "Flat Out" vor gut 10 Jahren: Dort hatte ich ebenfalls unter lauter Musik meinen ersten Kleinwagen ins Jenseits befördert. Umso besser, ist "Flat Out" nur ein Spiel, ohne Gefahr aber mit viele Spaß. Die Steuerung ist extrem einfach zu bedienen und dennoch ist es in höheren Stufen eine Herausforderung, die Rennen zu gewinnen. Die Menüs sind einfach und übersichtlich. Lediglich der Speichermodus ist etwas doof: Man kann je Profil immer nur einen Spielstand speichern. Das wirkt sich vor allem fatal aus, wenn man seine Karre mit den falschen Teilen ausgerüstet hat und dies gerne rückgängig machen würde. Aber damit hat sich die Kritik auch schon erschöpft.

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