Test Girlscamp

von Gerd Schüle (20. April 2001)

Spiele zu Fernsehsendungen kommen immer mehr in Mode. Kein Wunder also, dass zu der Containershow Girlscamp jetzt das Spiel unter dem selben Namen erschienen ist. Natürlich taucht da unverzüglich die Frage auf, in wie weit so ein Spiel etwas taugt. Deshalb haben wir das Spiel getestet, und wer die Antwort wissen will, braucht nur unseren Test zu lesen.

Das SchlafzimmerDas Schlafzimmer

Wer fliegt raus - Das Spiel

Als Spieler übernimmt man die Rolle eines der Mädchen aus dem Girlscamp, das man sich zu Beginn des Spieles auswählt. Die einzige Aufgabe, die man dann hat, ist möglichst alle anderen hinauszubefördern, um als letzte übrig zu bleiben. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Die Schlammschlacht, bei der sich die Kontrahenten mit Schlamm bewerfen. Gewinnt man diese Auseinandersetzung, muss die andere das Camp verlassen. Vorher kann man seine Gegnerin durch Beleidigungen auch noch schwächen. Der dazu notwendige Wortwechsel läuft ab wie bei Rollenspielen; man hat die Möglichkeit aus verschiedenen Antworten die treffsichersten auszuwählen. Die gerissenste Art ist die "Love Out"-Frage. Man hat insgesamt drei mal die Möglichkeit in die Rolle des Lovers der Woche zu schlüpfen, um die Frauen anzumachen. Gelingt das, kann man die sogenannte "Love Out"-Frage stellen. Danach sollte man dann nur noch das vorbeifliegende Herz der Gegnerin mit einer Armbrust treffen, und schon ist eine weniger im Container.

Die Schlammschlacht am PoolDie Schlammschlacht am Pool

Die technische Seite

Sicherlich gibt es wesentlich schöner gestaltete Spiele als "Girlscamp", aber eben auch deutlich schlechtere. Das moderne 3D-Kleid des Spieles kann sich direkt noch sehen lassen. Die Räume des Containers sind nett gestaltet und auch die Frauen selbst wurden annehmbar modelliert und in Szene gesetzt. Selbst die Animationen der Mädchen sind durchaus akzeptabel. Weniger umwerfend finde ich den schwachen Sound des Spieles, der in keinerlei Hinsicht überzeugen kann. Weder die mager vorhandenen Geräusche noch die billige Hintergrundmusik reist einen vom Hocker. Auch die Bedienung des Spiels ist nicht gerade ein Glanzstück. Die Mischung aus Tastatur und Maussteuerung wird einem in dem mehr als mageren Handbuch sehr knapp erklärt.

Meinung von Gerd Schüle

Nach dem Knaller "Gothic", dem ersten Spiel aus dem Hause shoebox, veröffentlichen sie nun mit "Girlscamp" ein drittklassiges Spiel, das niemand braucht und erst recht niemand vom Hocker reist. Das einzig Gute daran ist, dass geübte Spieler diese Zumutung innerhalb von 15 Minuten durchlitten haben. Deshalb sollte man das Spiel lieber in den Regalen der Händler liegen lassen. Wer bereit dazu ist, etwas mehr auszugeben, kann den neuen Publisher dadurch unterstützen, dass er sich das geniale "Gothic" zulegt, falls er es noch nicht hat.

30

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