Test Looney Tunes: Acme Arsenal

von Jan Höllger (08. Dezember 2007)

Um die Looney Tunes ist es zuletzt recht ruhig gewesen. Bis auf einen neuen Kinofilm alle Jubeljahre dürften viele Menschen die Zeichentrickfiguren wie Bugs Bunny, Daffy Duck oder Kater Sylvester nur aus den regelmäßigen Wiederholungen im Fernsehen kennen. Mit "Looney Tunes ACME Arsenal" erscheint nun aber ein neues Actionspiel rund um die Warner Bros.-Helden. Wir haben uns für euch durch die Xbox360-Version gekämpft.

Bugs Bunny hält sich die Feinde mit einer Waffe vom Hals.Bugs Bunny hält sich die Feinde mit einer Waffe vom Hals.

Heute ist nicht alle Tage...

"ACME Arsenal" ist ein klassischer Mix aus Schießereien und Jump'n'Run-Passagen. Der Begriff ACME steht dabei für über 15 außergewöhnliche Waffen, die ihr im Laufe des Abenteuers einsetzen dürft, darunter so witzige Waffen wie eine Akustikgitarre oder ein Boxhandschuhschießeisen. Alle bekannten Looney Tunes sind im Spiel dabei, allen voran natürlich Bugs Bunny, Daffy Duck, Tau, Marvin oder Tweety. In den sehr linear angelegten Missionen stehen euch immer zwei der Figuren zur Verfügung. Spielt ihr alleine, wechselt ihr bei Tastendruck den Charakter. Alternativ dürft ihr den Titel auch zu zweit an einer Konsole im Coop-Modus zocken, so dass euer Freund den anderen Helden übernehmen darf. Alle Charaktere besitzen ein paar unterschiedliche Fähigkeiten oder können nur bestimmte Waffen tragen, so dass schon jeder Looney Tune seine Daseinsberechtigung hat. In den Actioneinlagen müsst ihr aber meist eh eure Fäuste sprechen lassen, da die Munition für die Waffen sehr knapp bemessen ist.

Duffy bekommt es mit einer Schar giftgrüner Hühner zu tun.Duffy bekommt es mit einer Schar giftgrüner Hühner zu tun.

...ich komme wieder, keine Frage!

Die Kämpfe und die Sprungpassagen halten sich in etwa die Waage, überzeugen können aber beide Gameplayelemente nicht. Das liegt u.a. am simplen und öden Leveldesign, aber vor allem an der technischen Umsetzung des Spieles. Schon die Grafik erfüllt keinerlei NextGen-Bedürfnisse und wäre mit ihren matschigen Texturen und oft dunklen Räumlichkeiten auch auf der PS2 machbar gewesen. Dazu gesellen sich zahlreiche Grafikfehler und die Kamera müsst ihr ständig nachjustieren. Ansonsten verliert ihr viele Leben, da ihr z.B. zu spät einen Abgrund seht oder die Entfernung beim Springen falsch einschätzt. Für Fans der Figuren enttäuschend ist sicherlich, dass nicht die originalen deutschen Synchronsprecher für das Spiel verpflichtet werden konnten. Mein letzter Bugs Bunny-Film ist zwar schon einige Jahre her. Doch derart emotionslos hat der Hase meines Erachtens im Fernsehen nie gesprochen.

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