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Brigade E5: New Jagged Union
Vollblutstrategen wie ich, schnalzen mit der Zunge, wenn es um ein Spiel aus der "Jagged Alliance" Serie geht. Schließlich haben diese genialen Strategiespiele einen großen Fankreis. In diesem erlauchten Kreise entstand die Idee zu dem Spiel "Brigade E5: New Jagged Union". Aus diesem Fanprojekt entstand nun ein eigenständiges Spiel, das der Publisher Morphicon vor kurzem herausgebracht hat. Da stellt sich natürlich die Frage, ob solch ein Fanprojekt an das große Vorbild herankommen kann. Von Gerd Schüle
Überraschende Freiheit
Nach einem sehenswerten Intro erstellt ihr euch erst einmal einen eigenen Spielcharakter. Schon hier erinnert das Spiel sehr stark an seine großen Vorbilder, die "Jagged Alliance" Spiele. Ihr beantwortet einige Fragen. Anhand eurer Antworten erstellt das Spiel den Charakter eures virtuellen Egos. Sobald das geschehen ist, werdet ihr mit einer weiteren Filmsequenz in das Spiel eingeführt. Hier erfahrt ihr die traurige Wahrheit, dass ihr ein Kriegsgefangener seid. Bald wird klar, dass eure Chancen nicht allzu hoch sind, lebend aus diesem Schlamassel herauszukommen. Euer Leben besteht aus schwerer Arbeit, und wenn ihr dann todmüde seid, müsst ihr nachts unter der Erde in einer recht dunklen lochähnlichen Behausung übernachten. In diesem tristen Alltag bekommt ihr urplötzlich eine ungeheure Chance dieser Hölle zu entfliehen. Zwar ist es eine blutige Freiheit, die da winkt, aber besser solch eine Chance, als dass ihr langsam krepiert. Also überlegt ihr nicht lange und übernehmt als Söldner einen Auftrag für den feindlichen General. Dieser Auftrag bringt euch in die Welt von "Brigade E5: New Jagged Union". Kurz darauf landet ihr in Palinero - einem fiktiven, virtuellen Staat, in dem, wie könnte es anders sein, ein Bürgerkrieg tobt. Auch das kommt Jagged Alliance Fans irgendwie bekannt vor.
Zwischen den Fronten
Wie die Jagged Alliance Spiele ist "Brigade E5: New Jagged Union" ein Taktikspiel, in dem ihr mit verschiedenen Söldnern unterwegs seid in dem bereits erwähnten fiktiven Staat Palinero. Dort kämpfen in einem Bürgerkrieg drei Fraktionen um die Vorherrschaft: die Militärs, die Revoluzzer und die Schmuggler. Ihr befindet euch am Anfang des Spiels sozusagen zwischen den Gruppen. Später entscheidet ihr euch entweder für eine der drei Seiten oder ihr entscheidet euch alternativ dafür, keine der drei Seiten zu unterstützen. Dann müsst ihr versuchen, anderweitig von der Situation zu profitieren. Am Anfang lenkt ihr vor allem euer eigenes virtuelles Ego, aber im Laufe des Spieles heuert ihr die verschiedensten Charaktere an. Im Spiel sind bis zu 50 Söldner integriert, mit denen ihr in heiße Kämpfe verwickelt werdet, ganz nach dem großen Vorbild. Zudem erfüllt ihr jede Menge Aufträge, die z.T. recht abwechslungsreich sind. Das erstreckt sich von einfachen Botengängen über Sammelaufträge bis zu Befreiungsaktionen, bei denen ihr Gefangene aus dem Knast befreit. Dabei besucht ihr über 40 verschiedene Orte und trefft auf mehr als 100 NPCs in einem absolut unlinearen Spielgeschehen.
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