Test Teenage Mutant Ninja Turtles 2 - Battle Nexus

von Wachtang Budagaschwili (19. April 2005)

Nach dem mäßigen Erfolg der "Turtles" letztes Jahr startete Konami einen neuen Versuch und versprach einen innovativen Nachfolger. Mit "Teenage Mutant Ninja Turtles 2 - Battle Nexus" ist vor kurzem der Nachfolger erschienen. In unserm Test erfahrt ihr, ob Konami sich an sein Versprechen gehalten hat und was daraus wurde.

Kampf gegen den SpasmosaurKampf gegen den Spasmosaur

In der Theorie innovativ. Und in der Praxis?

Konami hat letztes Jahr den Vorgänger von "TMNT: Battle Nexus" herausbracht. In der Praxis überzeugte das Spiel mit schöner Grafik und der originellen Turtlespiel-Seele à la liniengeraden Levels und tollen Boss-Kämpfen. Nun ist der lang ersehnten Nachfolger da, indem die Spielentwickler den Vier-Spieler-Modus eingebaut haben. Dieses neue Feature ist gut, der Rest aber nicht. Konami hat es geschafft viele Aspekte des Spiels im Vergleich zum Vorgänger deutlich zu verschlechtern. Die Story wurde der zweiten Staffel der Cartoon-Serie entnommen. Die vier Helden sind auf der Suche nach ihrem Meister Splinter, der entführt wurde. Wie ihr bald bemerken werdet, stehen euch diesmal verschiedene Missionszweige zur Verfügung. In den Missionen selbst gibt es oft mehrere Ausgänge, die euch auf der Karte verschiedene Zweige offenbaren. Um das Spiel komplett zu meistern, muss man also sämtliche Levels nach allen möglichen Ausgängen durchforsten. Wie man aber an den Serien-Ausschnitten erkennen wird, gibt es bloß eine lineare Story die weitergeht, indem ihr den richtigen Zweig gewählt habt - wirklich schade, aber mehr als ein Ending wird nicht geboten.

Story-Entwicklung

Ein weiterer Problemfall ist die Charakterwahl. Spielt ihr alleine, habt ihr am Anfang des Spiels 4 Charaktere zur Auswahl. Zu Beginn sind es die 4 Turtles, aber ihr könnt 4 weitere Charaktere freischalten. Im Spiel kann man dann nach Lust und Laune einen Helden auswählen, per Tastendruck wechselt man den Spieler. Wozu das nötig ist? Manchmal stößt ihr beispielsweise an technische Geräte, die nur der intelligente Donatello bedienen kann, also wechselt ihr schnell zu diesem und er wird den Weg frei räumen. Raphael kann schwere Gegenstände bewegen und Leonardo durch Stäbe und Gitter schneiden, Michaelangelo kann bloß fliegen. Übrigens, die Bonus-Pendants funktionieren genauso. Allgemein gesehen ist das Feature irgendwie interessant, aber leider miserabel ausgearbeitet. Betrachtet man die Plattform-Mechanik, so stellt man fest, dass der Spielerwechsel das geringste Problem darstellt. Mit dem Vorgänger schuf Konami einen zwar in gewisser Weise dummen (durch Levels laufen und Gegner platt machen), aber ausbaufähigen Beat-em-up Titel. "Battle Nexus" ging hierbei einen großen Schritt rückwärts. Viele Levels basieren auf gezielten Sprüngen von Plattform zu Plattform. Im Vorgänger musste man so gut wie gar nicht hüpfen, hier ist es lebenswichtig und auf Dauer langweilig.

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