Test Pharao

von Sven Tschöpa (08. Dezember 1999)

Für alle Freunde der Caesar-Serie ist seit einigen Tagen schon so etwas wie vorweihnachtliche Stimmung aufgekommen! Der Grund: Impressions Games stellte den (in-)offiziellen Nachfolger von Caesar III fertig! Ob mit Pharao nun allzu grosse Neuerungen zu erwarten sind und ob das alte Ägypten mit dem Flair von römischen Provinzen mithalten kann, erfährst Du in unserem Review!

Wie gesagt, spielt der Nachfolger nicht mehr im alten Rom, sondern im noch älteren Ägypten! Hier ist das Ziel des Spielers, sich nicht mehr ganz Europa zu unterjochen, sondern seine eigene Dynastie zu Ruhm und Ehre zu führen. Wie auch bei Caesar III sind die ersten Missionen als Tutorial gedacht, also ziemlich leicht und schnell zu bewältigen! So muß man beispielsweise in der ersten Mission sechs einfache Hütten bauen, danach bekommt man noch kleinere Nebenziele wie das errichten von Ziehbrunnen und so weiter...

Durch die gut gelungenen Erklärungen bekommt man recht schnell ein Gefühl für die Steuerung der Bauleiste. So hat man nach kurzer Zeit den Dreh heraus, wie man nun Häuser, Tempel und sanitäre Einrichtungen baut. Für alle Caesar-Profis dürfte dies allerdings ein alter Hut sein, denn die Bauleiste wurde im grossen und ganzen übernommen. Dies ist allerdings keine negative Kritik, vielmehr finde ich dies sehr positiv. Allerdings ist anzumerken, daß sich auch an der Grafik kaum etwas getan hat!

Zwar laufen jetzt Ägypter anstatt Römer herum, aber die Grafik basiert meines Erachtens im großen und ganzen noch auf der Caesar III-Engine. Daraus folgt, daß die Entwickler leider ein Manko aus Caesar III übernommen haben: die Ansicht der Häuser! Sobald man die Blickrichtung dreht, dreht sich der Grossteil der Häuser auch mit (Ausnahmen: Warenlager, Monumente). Sehr schön zu beobachten ist dies bei den grossen Tempelkomplexen! Es ist zwar insofern kein spielentscheidender Faktor, doch hätte dies die Realität ein bisschen besser eingefangen. Nun ja, das waren die grafischen Mängel, welche man angesichts der geringfügigen Beinträchtigung der Spielmotivation getrost ausser Acht lassen kann.

Anders verhält es sich mit der musikalischen "Untermalung" des Spiels: begleitet von nervtötender altägyptischer Musik versucht man als Spieler, die Geduld nicht zu verlieren! Denn nach wenigen Minuten geht sie einem so an die Nerven, daß man am liebsten die Stereoanlage aus dem Fenster werfen will! Doch das ist nur meine Meinung, denn es soll ja Leute geben, die sich stundenlang irgendwelche Lieder aus dieser Zeit anhören können.

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Tags: Singleplayer   Fantasy  

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