Test Pharao - Seite 2

Zusammenfassend sei dazu also zu sagen, dass die Musik zwar zum Spiel passt, aber eben dem Großteil der Spieler mitunter missfallen könnte! Gott sei Dank gibt es für solche Zwecke einen Power-Knopf an der Stereoanlage - das Spiel ist ohne Sound auch nicht schlecht! Nun zu den phantastischen Neuerungen, die Pharo bietet: der Bau von Monumenten.

Wer hat es sich noch nicht gewünscht, seinen eigenen Grabbau zu errichten? Es ist wirklich interessant, denn hier wird in bester Siedler-Manier das Monument Stein für Stein errichtet! Das heisst man kann nun sehen, wie man sich sein eigenes Grab schaufeln. Für alle, die jetzt meinen daß dies schnell geschehen ist: Ihr habt Euch getäuscht! Denn hier hielten sich die Entwickler an geschichtliche Gegebenheiten: Es ist also nicht möglich, einen großen Pyramidenkomplex (z.B. die Pyramiden von Gizeh) innerhalb einiger Spiel-Minuten errichten zu können.

Wer dieses monumentale Meisterwerk aber dennoch bauen will, der muß sich schon mal einen ganzen Nachmittag vor den Rechner setzen und zusehen, wie die Arbeiter die Steine zur Pyramide schleppen. Sobald dann aber dieses Monstrum - welches über mehrere Bildschirme gehen kann - fertig ist, kann man sich getrost als würdigen Herrscher bezeichnen! Monumentenbau ist also für alle diejenigen, die nicht genug davon bekommen, anderen dabei zuzusehen, wie sie etwas aufbauen. Und diese Faszination hat selbst mich als Aufbaumuffel mehrere Stunden vor den Bildschirm gebannt!

Wie eingangs erwähnt, ist die Steuerung für Caesar III-Profis ein Kinderspiel und für Neulinge auch recht schnell zu erlernen. Ebenso verhält es sich mit dem Ressourcen-Managment, welche durch eine verbesserte KI jetzt deutlich effizienter ist als im Vorgänger.

Für die Kämpfe mit einfallenden Beduinen-Stämmen oder verfeindeten Völkern braucht man eigentlich keine ausgeklügelte Strategie, solange man mehr und besser ausgebildete Einheiten als der Gegner hat. Es sei denn, der Gegner will über den Nil her einfallen, dann kann man dies über eine eigen Kriegsflotte verhindern. Damit kann man sich eine Menge Ärger und Wiederaufbaukosten ersparen!

Einen weiteren spielentscheiden Einfluss spielt der Nil noch: Durch die im Überschwemmungsgebiet gelegen Farmen erhält man viel mehr Ernteerzeugnisse als durch normale Farmen, doch sollte man bei Osiris, dem Gott der Landwirtschaft und des Nils, in Ungnade gefallen sein, so heisst es für die Zeit nach der nächsten Ernte, den Gürtel enger zu schnallen! Denn wie auch bei Caesar III ist die Gunst der Götter meist das Quentchen zum Sieg oder zur totalen Niederlage. Denn sollte Seth, der Gott der Zerstörung, bei einer Belagerung ihrer Stadt gegen den Spieler gestimmt sein, sollte man auf das Prinzip Hoffnung bauen, da nicht mehr viel zu machen ist...

Abschliessend kann man sagen, daß Pharao ein grundsolides Spiel ist, welches trotz kleiner Defizite (insbesondere bei Grafik und Sound) auf alle Fälle zu den Highlights des ausgehenden Jahres gehört. Insofern bin ich dann schon mal auf den Nachfolger von Pharao gespannt: Pharao 2 ? Alexander der Grosse? Oder vielleicht doch etwas moderner? Wer weiß - die Zeit wird es zeigen!

90 Spieletipps-Award

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Tags: Singleplayer   Fantasy  

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