Test Dungeon Siege

von Daniel Frick (10. August 2002)

Lange Zeit war "Dungeon Siege" das Rollenspiel auf das alle Spielefans (meine Wenigkeit eingeschlossen) sehnsüchtig gewartet haben. Von den Entwicklern wurde das Spiel schon weit vor der Veröffentlichung als das "Non-Plus-Ultra" angepriesen. Jetzt, wo das Rollenspielepos erschienen ist, gilt es zu überprüfen, ob diese Vorschusslorbeeren gerechtfertigt waren.

Jetzt bloß nicht abstürzen ...Jetzt bloß nicht abstürzen ...

Story und Allgemeines

Der Einstieg ins Spiel ist schnell erzählt. Als einfacher Bauer beginnt nach der individuellen Charaktergenerierung die Geschichte auf deinem Bauernhof, der von den Krugs überfallen wird. Nachdem die Feuertaufe bestanden ist, erzählt ein sterbender Nachbar vom Überfall der Krugs auf die Stadt Stonebridge, die das erste Etappenziel ist. Im Folgenden geht es darum - wie könnte es anders sein -, die Welt vom bösen Monster-Abschaum zu befreien. Und eines ist sicher: Es kommen außer den erwähnten Krug noch jede Menge andere Bösewichte, denen man mit Schwert und Bogen zu Leibe rücken kann. Allerdings gestaltet sich der Spielverlauf recht linear und wird mangels Ideen, interessanter Nebenquests und dem ewigen "Geradeaus-und-Draufhauen" recht schnell langweilig, durch das ewige Geradeaus ziehen sich die Levels zum Teil recht hin, was eigentlich echt schade ist. Erst wenn man etwas fortgeschritten ist, stellt sich durch neue Charaktere, Ausrüstungsgegenstände und Zaubersprüche wieder etwas mehr Spaß ein. Alles in allem ist jedoch die Storyline nicht gerade die Stärke des Spiels.

Mit so einem Drachen kann man sich erste gegen Ende des Spiels messenMit so einem Drachen kann man sich erste gegen Ende des Spiels messen

Charakterklassen

Die Charakterentwicklung in "Dungeon Siege" verläuft sehr linear und simpel. Je nach dem, welche Waffen man benutzt, entwickelt sich ein Nahkämpfer, ein Bogenschütze oder einer von zwei Zaubererklassen. Mischformen zwischen mehreren Klassen sind möglich, indem man z. B. Schwert und Bogen in gleichem Verhältnis benutzt. Sinnvoll sind solche Mischklassen im Spiel aber eigentlich nicht. Dadurch, dass man bis zu 8 Charaktere in seiner Party versammeln kann, ist eine gute Zusammensetzung aus verschiedenen Spezialisten wesentlich effizienter. Etwas schade ist, dass man seinen Charakter recht wenig selbst beeinflussen kann, denn auch die Fähigkeitspunkte aus den verschiedenen Bereichen wie Stärke, Geschicklichkeit und Intelligenz werden automatisch erhöht, wiederum beinflusst von der Spielweise. Das lässt bei der Charaktergestaltung so gut wie keinen Spielraum für eigene Wünsche oder Ideen.

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