Test Timeshift

von Daniel Frick (08. November 2007)

Zeitreisen. Ein Traum der Menschheit, an dem schier unendliche Möglichkeiten hingen, ließe er sich tatsächlich verwirklichen. Schon Herr Einstein hat sich damit beschäftigt. Herr Asimov auch. Unzählige Filme sind über Kinoleinwände geflimmert. In Computerspielen dagegen ist das Phänomen bisher relativ wenig thematisiert worden. Doch das ändert sich jetzt. "Timeshift" geht an den Start.

Ankunft in der ParallelzeitAnkunft in der Parallelzeit

Schon wieder ein Anzug mit Superkräften? Das kennt man doch...

Wie sähe wohl die Zukunft aus, wenn eine machthungrige Person einen Spezialanzug in die Hände bekäme, mit dem man die Zeit verlangsamen, anhalten, ja sogar zurückdrehen könnte? In dem modernen Filmklassiker "Zurück in die Zukunft" wurde das Thema bereits anschaulich, wenn auch auf humorvoll-unterhaltsame Art und Weise dargestellt. Und so weit ist diese Darstellung gar nicht von der fiktiven Realität in "Timeshift" entfernt. Der an der Entwicklung des erwähnten Quantenanzugs beteiligte Wissenschaftler Dr. Krone hat diesen gemopst und ist in einem Paralleluniversum zu einem unrühmlichen Dasein als Despot aufgestiegen. Völlig klar, dass wir als ehemaliger Kollege Colonel Michael Swift auf der guten Seite stehen und uns den zweiten Prototypen des futuristischen Gimmicks schnappen, um Dr. Krone mit einem gewaltigen Tritt in den Hintern in die ewigen Jagdgründe zu schicken.

Das Szeanrio erinnert an "Blade Runner"Das Szeanrio erinnert an "Blade Runner"

Auch Zeitreisende lieben Knarren

Der "Gewaltige Tritt" ist bei "Timeshift" selbstverständlich nur im übertragenen Sinne zu verstehen. Denn als Retter der Zeit haben wir jede Menge statusgemäße Artillerie an Bord. 9 verschiedene Waffen gibt es im Spiel, wovon wir jeweils maximal 3 mit uns herumtragen dürfen. Dabei machen die Wummen optisch einiges her, doch hinter dem futuristisch-schicken Design der Waffen steckt nichts, was der geneigte Shooter-Fan nicht schon einmal irgendwo abgefeuert hätte. Woran ja beim besten Willen nichts auszusetzen ist, Hauptsache die Argumentationsverstärker machen ordentlich und effektiv Radau. Im Laufe der Levels dürfen wir auch immer wieder mal fest installierte MG's bedienen und größere Strecken in den Außenlevels teilweise auch motorisiert zurücklegen. Trotz allem Aufwand, um Abwechslung zu schaffen: Die Levels sind recht linear und ganz auf dem Niveau der grandiosen ersten Stunden kann "Timeshift" die Action nicht halten, vorhanden ist sie zu jedem Zeitpunkt.

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