Test Mech Commander 2

von Gerd Schüle (25. Oktober 2001)

Im 31. Jahrhundert bekämpfen sich die Menschen mit tonnenschweren und stark bewaffneten Kampfrobotern, den sogenannten Battle-Mechs. Actionfans haben Anfang diesen Jahres mit **Mechwarrior 4: Vengeance ein exzellentes Spiel zu diesem Thema serviert bekommen. Nun sind die Strategen an der Reihe, in dem vor Kurzem erschienen Computerspiel "Mech Commander 2". In unserem Test erfahrt ihr, ob das Spiel an den Erfolg des hervorragenden Vorgängers anknüpfen kann.**

Eine Basis wird angegriffenEine Basis wird angegriffen

Auf einsamem Posten

Die großen Adelshäuser der Inneren Sphäre, Davion und Steiner tragen wieder einmal einen Konflikt aus, diesmal auf Caver V. Im Kampf um die Vorherrschaft auf diesem Planeten will zwar keiner den ersten Schuss abgeben, aber trotzdem kommt es zu offenen Feindseligkeiten. Eine Gruppe mysteriöser Mech-Piraten greift eine Basis des Hauses Steiner an, und somit kommt es zu den ersten Auseinandersetzungen. Damit der politisch zerbrechliche Status Quo des Planeten nicht weiter verletzt wird, will das Haus Steiner keine eigenen Streitkräfte anzufordern, statt dessen entschließt sich Colonel Renard, eine Truppe Söldner anzuheuern. Als Spieler übernimmt man die Rolle des Söldner-Anführers. Zu Beginn der Kampagne kämpft man also auf Seiten des Hauses Steiner, doch dabei bleibt es nicht, denn schon nach einigen Einsätzen wechselt man die Seite. Die äußerst spannende Story, die anhand von Zwischensequenzen fortgeführt wird, hat aber bis zum Ende noch einige Überraschungen parat.

Ein großer MechEin großer Mech

Strategen an die Front

Obwohl im Großen und Ganzen das geniale Spielprinzip des Vorgängers übernommen wurde, gibt es eine grundsätzliche Neuerung: das dreidimensionale Schlachtfeld. Im Gegensatz zu anderen 3D-Strategiespielen wirkt sich die Gegebenheit der Landschaft auf den Spielverlauf auch aus. Nur wenn man Höhenzüge richtig nutzt, kann man Gegner frühzeitig erkennen und angreifen. Je höher die eigene Position ist, um so höher ist die Sicht- und Schussweite von Einheiten. Ein Beispiel gefällig: Um sich einen Eindruck der Situation zu verschaffen, sendet man einen Aufklärungs-Mech auf einen Berg. In der Zwischenzeit bewegt man seine Hauptstreitkraft am Fuße des Berges entlang. Dank der höheren Sichtweite des Aufklärungs-Mechs ortet man den Feind früher und kann ihn schon mit Langstreckenwaffen bekämpfen, bevor man von ihm entdeckt wird. Dank der dreidimensionalen Gegebenheiten der Landschaften lassen sich solche taktischen Manöver in "Mech Commander 2" sehr gut durchführen.

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