Test Castlevania - Curse of Darkness

von Florian Funk (06. März 2006)

"Castlevania" zählt unbestritten zu den ältesten und am häufigsten fortgesetzten Spieleserien abseits von "Street Fighter" und Co. Wie Fans der Serie wissen, existieren die meisten Episoden in schlichter 2D Grafik, sind dafür jedoch eine Goldgrube was Spielspaß anbelangt. Die 3D Gehversuche der Serie kränkelten hingegen und so war den N64 Teilen genauso wenig Erfolg vergönnt wie dem ersten 3D Auftritt auf der Playstation2. Ob es "Curse of Darkness" schafft mit diesem Vorurteil aufzuräumen?

Einer der vielen ZwischengegnerEiner der vielen Zwischengegner

Castlemania

Die Geschichte von "Castlevania" ist mehr oder weniger unspektakulär wie immer. Nach dem Fall von Graf Dracula durch Trevor Belmont haben sich dessen ehemalige Schergen in einen Kleinkrieg verzettelt und so schwor der ehemalige Teufelsschmiedenmeister namens Hector wieder für Ruhe zu sorgen und macht sich auf in die Gemäuer des transsilvanischen Vampirfürsten um dessen verbliebener Anhängerschaft, insbesondere deren Anführer Isaac den Gar auszumachen. Und so geht es wieder einmal in das osteuropäische Schloss um Duzende von Dämonen kurz und klein zu schnetzeln. Wie auch schon der indirekte Vorgänger auf der Playstation2 spielt ihr "Castlevania: Curse of Darkness" voll in 3D. An sich erinnert das Gameplay sehr stark an Capcoms "Devil May Cry" Serie, und so hüpft, schlagt und blockt ihr euch quer durch hunderte von Räumlichkeiten des Schlosses. Gespeichert wird regelmäßig an Savepunkten, die fair verteilt sind. Grundsätzlich erinnert der Spielverlauf sehr stark an 2D Episoden wie "Cirle of the Moon" oder "Symphonie of the Night".

Der Drache zählt zu den HighlightsDer Drache zählt zu den Highlights

Bloody Tears

Das Schloss an sich ist wie in den letzten 2D Episoden ein Ort, in welchem praktisch alle Räumlichkeiten und Abschnitte miteinander verbunden sind. Getrennt werden Räume und auch Schlossteile lediglich durch annehmbare Ladebildschirme. An sich könnt ihr aber das gesamte Schloss immer und immer wieder durchforsten, was sogar notwendig ist um neue Bereiche zu erschließen. Ebenso übernommen wurden aus den Vorgängern die RPG Elemente in Form von LevelUp und Upgrades en mass. Am Ende eines jeden Abschnittes warten zudem mächtige Endgegner, die besiegt werden wollen. Diese haben es mir auch ganz besonders angetan, sind sie doch an Action und Spielvergnügen eine wahre Wonne im Gegensatz zu den vielen Standartkämpfen. Grundsätzlich ist dieser "Castlevania" Teil nicht sehr abwechslungsreich, auch wenn es eine wirkliche Masse an Features gibt. Die "Summons" beispielsweise, welche die Extrawaffen der 2D Episoden ersetzen sind eine gelungene Idee und verleihen dem Gameplay mehr Pepp. Leider kränkeln die Kämpfe oftmals aber an der unterirdisch misslungenen Kameraführung.

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