Test FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2002

von Gerd Schüle (30. Mai 2002)

EA-Sports hat dank ihrer Lizenz wieder das offizielle Spiel zur Fußballweltmeisterschaft 2002 vor Kurzem auf den Markt gebracht. Natürlich wollten wir wissen, ob sich ein Kauf für "Fifa 2002"-Besitzer lohnt oder ob es nur ein Vollpreisupdate ist, das kaum etwas Neues zu bieten hat. In unserem Test erfahrt ihr die Antwort auf diese Fragen.

Vor dem SpielVor dem Spiel

Magere Ausstattung

Wie es sich für ein offizielles Spiel zur Fußballweltmeisterschaft 2002 gehört, enthält "FIFA WM 2002" alle 32 Teams und Originalstadien der Fußball-WM in Japan und Korea. Das war es dann aber auch fast schon. Ansonsten hat das Spiel nur noch 10 Bonusmanschaften zu bieten, die man mit dem Gewinn der WM freischalten kann. Auch die Spielmöglichkeiten sind nicht allzu umfangreich. Nur Freundschaftsspiele und die Weltmeisterschaft stehen auf dem Programm. Es ist nicht einmal möglich, den Spielplan zu verändern, geschweige denn ein eigenes Tunier zu erstellen. Ein weiteres Manko ist die schlampige Recherche bei den Spielern und der Mannschaftsaufstellung. Ronaldo gehört z. B. nicht ins Mittelfeld. Wenigstens haben die Programmierer des Spiels einem die Möglichkeit offen gelassen, diese Fehler im Aufstellungs-Editor auszubügeln.

Das deutsche TeamDas deutsche Team

Spielerische Neuerungen

Bei "FIFA 2002" war das neue Pass-System noch auf das Spiel am Boden beschränkt. In "FIFA WM 2002" wird es nun auch bei Luftkämpfen angewandt. Das heißt, dass man auch bei Kopfbällen und Volleyschüssen die Richtung und Stärke per Tastendruck angeben muss. Auch die KI der Computer-Kicker wurde deutlich überarbeitet. Während sie sich bei "FIFA 2002" oft noch mit weiten Schüssen und anspruchslosem 'Kick and Rush'-Spielzügen zufriedengaben, ziehen sie nun ein durchaus anspruchsvolles Kurzpassspiel auf. Ganz neu ist die Jonglierfunktion per Tastendruck. Mit viel Übung kann man damit hohe Bälle elegant annehmen und über den gegnerischen Abwehrspieler lupfen. Auch die neuen Spezialfähigkeiten von Superstars wie Zidane oder Michael Owen lassen sich spielerisch sinnvoll einsetzen. Spieler mit solchen Spezialfähigkeiten beherrschen bestimmte Fähigkeiten wie Schnelligkeit oder das Passspiel besonders gut und man erkennt sie durch einen Stern über ihrem Kopf.

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