Test Oblivion - Seite 2

Das erste mal in Mordor, äääh OblivionDas erste mal in Mordor, äääh Oblivion

Für jeden das richtige Maß an Handlungsfreiheit

Wie schon der Vorgänger "Morrowind" stehen einem auch im vierten Teil der Elder Scrolls Reihe alle Wege offen. Viele Dinge lassen sich miteinander vereinbaren, manche Dinge schließen sich aber auch aus. Um sich bei dem offenen Charaktersystem nicht zu verzetteln, sollte man sich aber von Anfang zumindest einen ungefähren Plan davon machen, in welche Richtung man seinen Charakter entwickeln möchte und sich darauf konzentrieren. Das hängt natürlich stark davon ab, wie man das Spiel spielen möchte und vielleicht auch, ob man im Rollenspielgenre beispielsweise neu ist. Selbstredend, dass sich ein reiner Magier ganz anders spielt als ein Schwertkämpfer. Toll ist jedoch trotzdem, dass man auch hier eine gewisse Freiheit hat und nicht nur an starre Klassen gebunden ist. Diese Freiheit ist wie im Vorgänger enorm. Denn obwohl es die eingangs erwähnte Hintergrundgeschichte gibt, kann man diese jederzeit links liegen lassen und "einfach nur" durch die Welt streifen. Zwangsläufig trifft man dann auf eine Vielzahl von höchst abwechslungsreichen Nebenquests. Je nach Laune und Spielweise kann man in verschiedene Gilden aufgenommen werden, doch der Weg dahin ist meist lang und nicht gerade von Pappe. Will man der Magiergilde beitreten, braucht man Empfehlungsschreiben von den allen Niederlassungen. Und um die zu bekommen, muß man natürlich jede Menge Aufträge erledigen. A propos Aufträge: Diese lohnen sich nicht nur wegen der Vielseitigkeit und dem Ideenreichtum der Entwickler. Man ahnt es schon: Die besten Ausrüstungsgegenstände erhält man als Belohnung für erledigte Aufgaben.

Solche hübschen Fleckchen findet man zuhaufSolche hübschen Fleckchen findet man zuhauf

Eine ausklügelte Bedienung, die Schwächen des Vorgängers ausbessert

Anders als der Vorgänger nimmt einen das Spiel bei Bedarf aber auch an die Hand, vorbei die Orientierungs- und Planlosigkeit von "Morrowind", einer dessen Hauptkritikpunkte. Hier haben sich die Entwickler wirklich eine der tollsten und nützlichsten Verbesserungen des Spiels einfallen lassen. Mittels der "Tab" Taste gelangt man ins Menü, von wo aus man sämtliche Informationen erhält: Charakterwerte, Inventar, Magie und Questlog mit Karte. Im Questlog kann man per einfachem Klick eine bestimmte Quest aktivieren, die dann direkt auf der Weltkarte als auch auf dem Kompass sichtbar wird. Kommt man einmal nicht weiter, wählt man einfach eine andere angenommene Mission aus und aktiviert sie. Schwupps, geht es in eine andere Richtung. Besonderer Clou: Neben den Städten, die von Beginn an freigeschaltet sind, kann man jeden Ort, den man einmal auf der Karte entdeckt hat, mit der "Schnellreise"-Funktion direkt erreichen. Bei der Größe der Spielwelt eine sinnvolle Möglichkeit, auch wenn das mitunter zu "Missbrauch" verleitet und ein wenig Rollenspielfeeling auf der Strecke bleibt. So oft wie möglich sollte man sich zu Fuß oder mit dem Pferd auf den Weg machen, Cyrodiil "live" zu bereisen. Es lohnt sich sehr, in die Welt einzutauchen. Pferde kann man mehrere kaufen, ebenso wie Häuser, die allerdings ein ordentliches Loch in die Kasse reißen und zu Beginn unerschwinglich sind. Auch das hat mir an "Oblivion" sehr gefallen: Der Schwierigkeitsgrad ist durch das stetige Ansteigen nicht leicht und sogeht auch das Aufsteigen in der Welt nicht von heute auf morgen.

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