Test Oblivion - Seite 3

Architektur je nach Gegend...Architektur je nach Gegend...

Eine Optik zum Träumen

Schon "Morrowind" setzte vor knapp 4 Jahren neue Massstäbe bei Grafik und einer faszinierend lebensechten Umwelt. Dieses "Markenzeichen" hat man sich auch bei der Entwicklung von "Oblivion" auf die Fahnen geschrieben: In Punkto Umwelt hat "Oblivion" die Messlatte eindeutig wieder ein ganzes Stück weiter nach oben gesetzt. Ist man erst einmal aus den Abwasserkanälen des Gefängnisses gekrochen, bietet sich ein erster atemberaubender Ausblick, der sich später an anderen Orten immer wieder wiederholt: Von Burgruinen gekrönte Bergkuppen, dichte Wälder und grüne Wiesen, bei denen sich buchstäblich jeder Grashalm im Wind bewegt, ein großer See, dessen Wellen sanft ans Ufer schlagen. Doch die Atmosphäre setzt sich fort, wo immer man sich auch bewegt: In den Strassen patrouilliert die Stadtwache und vertreibt Bettler, in Häusern finden sich dank Havoc-Engine physikalisch korrekt reagierende Gebrauchsgegenstände und Wandbehänge und die Architektur fasziniert mit den verschiedensten Baustilen einzelner Städte. In den Strassen unterhalten sich die Bürger über den neuesten Tratsch oder was sie gerade so bewegt. Jeder der an die 1000 NPC's hat seinen eigenen Tagesablauf. Ein Händler steht morgens auf, geht in seinen Laden, schließt ihn abends, geht noch in den Tempel zum beten und legt sich wieder schlafen. Ein weiterer Baustein, warum man in "Oblivion" so stark wie in noch keinem Rollenspiel das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Im Vergleich zu den imposanten Bauwerken wirken die Strassen trotz vieler NPC's manchmal allerdings etwas menschenleer. Dichtes Gedränge auf dem Marktplatz beispielsweise hätte sicherlich noch mehr Atmosphäre gebracht.

Dialoge werden untertiteltDialoge werden untertitelt

Hardwareanforderungen und Sound

Das Grafikdesign der Spielewelt ist eigentlich kaum besser zu machen, lediglich bei der Qualität stößt man dann doch noch an Grenzen, vor allem dann, wenn man keine äußerst potente Hardware sein eigen nennt. Schwachstellen hier sind vor allem Texturen, die dann zum Teil doch etwas verwaschen daher kommen. Nicht so erfreulich waren allerdings immer wieder auftretende, kleinere Grafik- und Performancebugs. (Aktuelle Grafikkartentreiber aufspielen!) Doch bei dem hohen Niveau der Optik traut man sich das eigentlich kaum zu sagen, zumal man von langen Ladezeiten verschont bleibt. Diese treten überhaupt nur beim Betreten von Gebäuden auf und dann in erträglichem Mass. Die Soundkulisse trägt ebenfalls auf grandiose Weise zur Stimmung bei: Über 50 Stunden gesprochene Dialoge haben bekannte Synchronsprecher für "Oblivion" aufgenommen. Allerdings sind auch hier bei der Lokalisierung einige kleine Schnitzer passiert: Zum Teil sind die Dialoge nicht lippensynchron, ab und an geht gar ein ganzer Satz unter. Gut, dass während aller wichtigen Dialoge untertitelt wird. Spaß macht es auch, einfach nur Gespräche zwischen Bürger oder mitunter auch seine Gegner zu belauschen. Bei Ritten über Land verzaubert passende Musik.

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