Test Die Gilde - Seite 2

Ein SteinbruchEin Steinbruch

Durch Intrigen an die Macht

Zwar läuft "Die Gilde" rundenweise ab, aber das in Echtzeit. Was auf den ersten Blick paradox wirkt, erweist sich in der Praxis als vorzüglich. Diese Methode vereint die beiden Vorteile des jeweiligen Genre gekonnt. In jeder Runde steht einem ein gewisses Kontingent an Aktionspunkten zur Verfügung, das durch den Bau von Gebäudeerweiterungen wie z.B. eines Personaltraks in deinem Wohnhaus kräftig aufgestockt werden. Mit diesen Aktionspunkten kann einiges unternommen werden, um z. B. dem Gegner eines auszuwischen. Die Möglichkeiten sind vielseitig und keineswegs fair. Die Intrigen reichen vom Anheuern von Schlägern über das Anzünden gegnerische Betriebe bis zum Rufmord, indem man unverschämte Flugblätter in Umlauf bringt. Etwas humaner hört sich die Möglichkeit an, den Gegner vor Gericht zu zerren, wobei man natürlich zuerst den Richter besticht. Diese fiesen und amüsanten Maßnahmen kosten allerdings ein kleines Vermögen, und das will erst einmal verdient werden.

Im WohnhausIm Wohnhaus

Die Familiengeschichte

Ein weiteres Element des Spieles ist das persönliche Leben des virtuellen Ichs. Wer das vernachlässigt, steht später ohne Erben da, was gleichbedeutend ist mit dem frühzeitigen Ende des Spiels. Besonders ärgerlich ist das, weil das gerade dann passiert, wenn das Spiel so langsam interessant wird, weil man die zähe Anfangsphase überwunden hat. Dabei ist "Die Gilde" die erste Wirtschaftssimulation, bei der ich wirklich das Gefühl hatte, richtiges Leben zu führen. Dies ist ein Verdienst der rollenspieltypischen Charakterentwicklung des Spiels. Alle Eigenschaften des virtuellen Ichs können nach und nach ausgebaut und gesteigert werden. Auch ansonsten ist es möglich, sich um seine Familie zu kümmern. Dazu gehört z. B. der Ausbau deines Wohnhaus zu einer prächtigen Villa. Oder natürlich die Suche nach einer Frau die man heiraten will, damit für den so dringend notwendigen Nachwuchs gesorgt werden kann oder dass man sich in eines der 30 Ämter wählen lassen kann.

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