Test Call of Juarez

von Daniel Frick (19. September 2006)

Shooter spielen bisher meist in 2 klassischen Szenarien: dem eines tatsächlichen historischen Kriegsereignisses (mit dem Zweiten Weltkrieg als Lieblingsszenario inklusive allen Ermüdungserscheinungen) oder aber das eines Science-Fiction gefärbten Szenarios, in dem es Aliens, Mutanten oder ähnlichen Abschaum zu bekämpfen gilt. Das Westernszenario wird dabei nur äußerst selten gewählt, im letzten Jahr nach "Gun" nun das zweite Mal mit "Call of Juarez".

Finstere Gestalten...Finstere Gestalten...

Unschuldig vom Rächer verfolgt

Der junge Halbmexikaner Billy kehrt nach einer erfolglosen Suche nach dem sagenhaften Goldschatz von Juarez in seine Heimat, das kleine Westernstädtchen Hope, zurück. Viel hat er nicht vermisst, lediglich seine alte Mutter und seine Jugendfreundin Molly will er wiedersehen. Um den Sheriff, seinen Stiefvater und dessen Bruder, Reverend Ray, möchte er am liebsten einen großen Bogen machen. Aber natürlich kommt alles ganz anders, als der naive Billy es sich vorstellt. Als erstes läuft ihm der Sheriff über den Weg und kurz darauf findet er seine Eltern ermordet auf deren Ranch. Dummerweise trifft zum selben Zeitpunkt Reverend Ray, ein ehemaliger Revolverheld, ein und hält ihn für den Mörder seines Bruders und dessen Frau. Mit biblischen Rachesprüchen auf den Lippen und zwei Colts im Gürtel schickt sich der Prediger an, seinen missratenen Neffen seiner gerechten Strafe zu überführen. Billy seinerseits macht sich schnellstens aus dem Staub vor seinem grimmigen Onkel und hofft die wahren Mörder seiner Eltern zu finden, bevor Ray seiner habhaft wird.

...Verfolgungen zu Pferd...Verfolgungen zu Pferd

Leise oder Laut - man hat die Wahl

Soviel zu der Hintergrundgeschichte zu "Call of Juarez", die perfekt mit dem Western-Szenario harmoniert. Keine Frage, dass die Geschichte auch noch die eine oder andere Überraschung bereithält. Trotz aller positiver Western-Atmosphäre überzeugt "Call of Juarez" letztlich aufgrund anderer Qualitäten, und zwar dem wundervoll abwechslungsreichen Gameplay. Entgegen üblicher Gewohnheit steuert man nicht nur einen der Protagonisten, sondern alle beide. Interessant ist das nicht nur deshalb, weil Billy und Ray Gegenspieler sind, sondern vor allem, weil sie sich völlig unterschiedlich spielen. Billy ist der Gejagte und beileibe kein Held. So schleicht man sich sehr oft an seinen Gegnern vorbei, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Als besonderes Gimmick verfügt er über eine Peitsche, mit der er sich an Bäumen hinaufziehen oder über ansonsten nicht zu überwindende Gräben schwingen kann. Zwar kann er auch Waffen benutzen, im späteren Spielverlauf sogar einen Bogen, aber diese Elemente sind relativ selten. Ganz anders dagegen Reverend Ray. Der ehemalige Revolverheld schießt zuerst und fragt dann. Wahlweise mit zwei Colts gleichzeitig, im Zeitlupenmodus oder mit Gewehr, an einer Stelle sogar mit einem Gatling-MG. Die beiden Varianten wechseln ständig und sind hierbei sehr gut ausgewogen. Oft spielt man denselben Level, aber jeweils aus einer anderen Perspektive. Und das macht richtig Laune!

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