Test Gunlock - Seite 2

Der AusrüstungsbildschirmDer Ausrüstungsbildschirm

Sehr hilfreich dabei ist die Pausenfunktion, die zwar das Spiel anhält, in der man aber den einzelnen Charakteren trotzdem Befehle erteilen kann, die sodann der Reihe nach abgearbeitet werden. Da Munition stets nur begrenzt zur Verfügung steht, ist es ebenfalls wichtig, dass man regelmäßig die Abfallhaufen nach Waffen und Munition absucht. Ein weiteres, interessantes Spielelement von "Gunlok" ist das Lösen von Rätseln. Zum Beispiel muss man einmal einen Schalter auf einer gut bewachten Plattform betätigen. Des Rätsels Lösung ist es, dass man mit dem schnellen Hark eine Mine mit Zeitzünder im Aufzug plaziert und dann die explosive Fracht nach oben sendet. Nach der Explosion kann man in Seelenruhe auf die Plattform, um jenen erwähnten Hebel umzulegen. Solche oder ähnliche Aufgaben erfordern immer wieder ein gut getimtes Vorgehen und geben dem Spiel seinen eigenen Reiz.

Eine im Pausenmodus aufgestellte BefehlsfolgeEine im Pausenmodus aufgestellte Befehlsfolge

Düstere Umgebung - Die Grafik

"Gunlok" beweist eindrucksvoll, dass technischer Fortschritt nicht immer nur positiv für die Spieler ist. Die 3D-Grafik entfaltet ihre volle Pracht leider nur, wenn man eine GeForce 2-Grafikkarte sein eigen nennen kann. Aber zum Glück sieht das Spiel auch mit einer GeForce der ersten Generation sehr gut aus. Sowohl Gunlok, als auch die anderen Charaktere sind äußerst detailliert gestaltet und zudem erstklassig animiert. Es ist fast schon eine Augenweide, wie gut das Hinken von Elint in Szene gesetzt wurde. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die sehr düster gehaltene Umgebung. Sicherlich spielt die Story in einer furchterregenden Endzeitatmosphäre, aber hier hätte ich mir etwas weniger Realismus gewünscht. Eine GeForce-Karte vorausgesetzt, enthält das Programm zudem beeindruckende Lichteffekte und sehenswerte Explosionen.

Gunlok enthält gelungene LichteffekteGunlok enthält gelungene Lichteffekte

Der Sound - so düster wie die Gegend

Die schwächste Seite des Spieles ist der Sound, aber ohne, dass er dabei wirklich schlecht ist. Das ganze Szenario ist mit einer passenden, sehr düster wirkenden Hintergrundmusik unterlegt. Die Geräusche der Waffen sind akzeptabel umgesetzt und die Sprachausgabe in den manchmal in Spielegrafik erscheinenden Videos ist sehr gut verständlich. Die Bedienung des Spiels geschieht überwiegend mit der Maus, unterstützt durch ein paar nützliche Tastaturbefehle. Eingeführt wird man in das Ganze durch ein umfangreiches Tutorial, weshalb es nicht nötig ist, dass man das dünne Handbuch näher betrachtet. Einzig die Kontrolle der frei beweglichen Kamera kann manchmal Schwierigkeiten bereiten, wie es bei dieser Art von Spielen leider öfter der Fall ist.

Meinung von Gerd Schüle

Mich hat "Gunlok" fasziniert. Die Spielidee von "Commandos" wurde gekonnt mit eigenen Ideen ausgebaut und in eine einzigartig spannende Story verpackt. Das gibt dem Spiel neben einem sehr positiven Tiefgang ein völlig eigenständiges Flair. Innerhalb kurzer Zeit hat mich die gelungene Geschichte der fünf unterschiedlichen Helden in seinen Bann gezogen. Allerdings kann ich mir auch durchaus vorstellen, dass manche Spieler Schwierigkeiten haben werden, sich in diese düstere Endzeitwelt einzufinden und es ihnen darum sehr schwer fallen wird, sich mit dem Helden zu indentifizieren. Der Schwierigkeitsgrad des Programmes ist zwar auch nicht allzu leicht, aber mit Sicherheit nicht so hoch, wie bei "Commandos". Wer Strategiefan ist und Endzeitgeschichten mag, sollte sich dieses Spiel auf keinen Fall entgegen lassen. Anfänger sollten allerdings die Hände davon weglassen, da sie mit Sicherheit mit diesem Spiel überfordert wären.

80

meint:

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