Test Train Simulator

von Gerd Schüle (24. September 2001)

Formel 1- oder Flugzeugsimulationen gibt es schon lange für den PC. Eisenbahnfreunde suchten aber bis vor kurzem vergeblich nach einem anspruchsvollen Programm. Microsoft will mit dem neuen "Train Simulator" gerade diese Marktlücke schließen. Wie gut das Spiel geworden ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Menschen leere BahnhöfeMenschen leere Bahnhöfe

Der Knabentraum

Einmal einen richtigen Zug zu steuern, davon haben sicherlich schon viele Jungs geträumt, aber nur für wenige ging dieser Traum jemals in Erfüllung. In Microsofts "Train Simulator" kann nun jeder in die Steuerkabine eines Zuges steigen. Die Auswahl lässt dabei kaum Wünsche offen. Es gibt 10 verschiedene Loks in den drei sparten Dampf-, Diesel-, und Elektrolokomotiven. Diese Züge kann man auf sechs verschiedenen Strecken auf einem Schienennetz von über 1000 Kilometern ausgiebig ausfahren. Das Spiel hat neben einfachen Erkundungsfahrten auch eine ganze Reihe von Aufgaben parat, vom pünktlichen Einhalten eines engen Fahrplans bis zum Rangieren auf dem Güterbahnhof ist fast alles dabei, was das Thema zu bieten hat. Beim Rangieren übernimmt man gleichzeitig noch die Aufgabe des Stellwerks, indem man per Tastendruck die Weichen in die richtige Position bringt.

Der "Acela Express"Der "Acela Express"

Reine Übungssache

Die spielerischen Herausforderungen sind umfangreicher als man auf den ersten Blick annimmt. Der Spieler wird bald merken, dass es gar nicht so einfach ist, einen Fahrplan pünktlich einzuhalten oder gar einen Zug korrekt am Bahngleis zum Stehen zu bringen. Ja selbst das Halten der richtigen Geschwindigkeit muss zuerst einmal erlernt werden. Dabei ist es am schwierigsten eine Dampflok im realistischen Modus planmäßig verkehren zu lassen. Allein den richtigen Kesseldruck zu halten ist schon eine kleine Wissenschaft für sich. Am einfachsten fahren sich die modernen E-Loks, aber auch ein Dieselfahrzeug bekommt man recht schnell in den Griff. Ist das einmal geschehen, wird das Ganze doch etwas langweilig und spätestens wenn man alle Strecken kennt, tritt dann eher Langeweile ein. Allerdings darf man erwarten, dass es Dank dem eingebauten Editor auf Fanseiten bald neue Strecken und Loks zum Herunterladen gibt.

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