Test Tachyon: The Fringe - Seite 2

Durch die manuellen Andockmanöver, die in manchen Aufträgen verlangt werden, kommt echtes Weltraumfeeling auf. Überhaupt macht die Atmosphäre einen großen Teil des Reizes von "Tachyon" aus. Selbst das hervorragende Handbuch macht da keine Ausnahme, gibt es doch Informationen über alles, was man wissen sollte. Als kleiner Gag ist es wie ein Reiseführer ins All aufgemacht. Obwohl das Handbuch in deutscher Sprache vorliegt, ist das Spiel an sich jedoch leider komplett in Englisch, eine eingedeutschte Fassung ist nicht geplant. Man sollte also Englischkenntnisse gewisse mitbringen, will man etwas von der Atmosphäre und der Story mitbekommen. Ansonsten ist die Langzeitmotivation durch die Möglichkeit, "Tachyon" zweimal auf verschiedenen Seiten zu spielen, gewährleistet. Es gibt kaum Bugs, die den Spielfluss trüben und durch den einstellbaren Schwierigkeitsgrad kommen Anfänger wie Profis auf ihre Kosten.

Die Grafik ist ein Punkt, über den man sich streiten kann. Zwar ist die Engine veraltet und kann mit der Grafikpracht von "Starlancer", vor allem lichttechnisch, bei weitem nicht mithalten, jedoch bietet "Tachyon" einen Detailreichtum, bei dem es einem die Sprache verschlägt. Riesige Raumstationen in fast jedem Sektor, Weltallschlösser, die von Leuchtschrift übersäte New Las Vegas Raumstation, Großkampschiffe und Asteroidenfelder machen die Schwächen der Engine wieder wett. Das Head-Up-Display informiert über alle Systeme, den eigenen Schaden, sowie den Schaden der Gegner, ein Radar fehlt natürlich ebenso wenig. Außerdem kann man sein Raumschiff aus verschiedenen Blickwinkeln steuern. Gegnerabschüsse werden mit einigermaßen manierlichen Explosionen belohnt, ansonsten ist die Grafik zwar nur zweckmäßig, aber auch nicht schlecht. Videosequenzen gibt es nicht, dies ist aber nicht weiter störend, wird die Geschichte doch mittels der Nachrichten und während der Missionen ausreichend vorangetrieben.

Die riesigen Großkampfschiffe sind extrem gefährlich.Die riesigen Großkampfschiffe sind extrem gefährlich.

Der Sound ist eine der Stärken von "Tachyon". Neben den üblichen Geräuschen wie Laserfeuer und Explosionen machen vor allem Jakes trockene Kommentare Laune. Keine Situation, die er nicht mit einem zynischen Spruch begleitet, selbst im Angesicht des Todes bringt er einen coolen Spruch über die Lippen. Die Stimme leiht Jake übrigens der amerikanische Schauspieler Bruce Campbell. Die Musik, die im Hintergrund läuft, ist jedoch Geschmackssache und hätte etwas packender sein können.

In der Twilight-Region trübt der Nebel ihr Sichtvermögen.In der Twilight-Region trübt der Nebel ihr Sichtvermögen.

Bedienung: Am besten Steuern lässt sich das Ganze mit einem Joystick. Man kann aber genauso gut mit Tastatur oder Maus spielen. Die Tastatursteuerung ist jedoch nicht zu empfehlen. Die umfangreiche Tastaturbelegung lässt sich beliebig einstellen. Das Tutorial erklärt die Steuerung zwar gut, aber in einem etwas zu schnellen Tempo. Wer schon ähnliche Spiele wie die Konkurrenten "Freespace 2" oder "Starlancer" gespielt hat, wird sich bei "Tachyon" aber sofort heimisch fühlen.

Fazit:Insgesamt gesehen macht "Tachyon" den sehr soliden und runden Eindruck eines rundum gelungenen Spiels. Natürlich, die Grafik könnte angesichts der Grafikpracht von "Starlancer" besser sein, es könnte ein paar Waffen mehr geben, und es gibt keine Videosequenzen (die jedoch bei den meisten Konkurrenten sowieso nur schnödes Beiwerk sind, wegen dem man jede 10 Minuten die CD wechseln muss). Doch eigentlich gibt es an diesem Spiel nichts grobes zu bemängeln. Die dichte Atmosphäre, die durch die tollen Umgebungen und den guten Sound erzeugt wird, spornt immer wieder zum Weiterspielen an, genau wie der wirklich gelungene Humor und die Möglichkeit, sich auf eine Seite zu schlagen. Für alle Fans des Genres, die "Freespace 2" und "Starlancer" schon in- und auswendig kennen, ist "Tachyon" sowieso ein Pflichtkauf. Allen anderen sei es ans Herz gelegt, sich das Spiel einmal genauer anzuschauen - es lohnt sich.

80

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