Test Sudden Strike - Seite 2

Grafik: Bei der Grafik haben sich die Entwickler auf die altbewährte 2D-Isografik verlassen. Von schräg oben betrachtet man das ganze Geschehen aus der Vogelperspektive. Die Karte kann weder gedreht noch gekippt werden. Die Landschaft ist aber sehr vielfältig, detailliert und wunderschön gezeichnet. Kleine Dörfer, ruhige Wälder und weitläufige Industrieanlagen wechseln sich ständig ab. Alle Gebäude können betreten werden oder man kann sie sogar als Unterschlupf benutzen. Der absolute Clou ist aber, dass sich alles, was man auf der Karte findet, auch zerstören lässt. Die Einheiten sind ihren wirklichen Vorbildern sehr liebevoll und äußerst genau nachgebildet und auch sehr gut animiert. Die grafische Umsetzung des gesamten Spieles ist hervorragend gelungen.

Eine schwere ExplosionEine schwere Explosion

Bedienung: Die Steuerung des Spieles bewältigt man mit der Maus und der Tastatur. Zwar kann man, wenn man will, auch das gesamte Spiel mit der Maus bedienen, aber sehr praktische Tastaturkürzel helfen einem, das Spiel leichter in den Griff zu bekommen. Da die verschiedenen Einheiten bis zu neun verschiedene Befehle ausführen können, ist die Bedienung zwar etwas umfangreicher aber keinesfalls kompliziert.

Ein PanzerverbandEin Panzerverband

Mit der linken Maustaste wählt man eine Einheit aus, weist ihr über einen Tastendruck einen Befehl zu und führt ihn dann mit der rechten Maustaste aus. Wenn man die neun Übungsmissionen konzentriert durchspielt, geht einem die Bedienung dabei in Fleisch und Blut über. Schade ist, dass das Spiel kein Tutorial zu bieten hat und man deshalb gezwungen ist, einen Blick in das schlecht gemachte Handbuch zu werfen.

Sound: Der Sound von "Sudden Strike" kann einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Die Hintergrundmusik ist zwar ganz nett, kann aber nach einer gewissen Zeit sehr nerven, aber zum Glück kann man sie ja abstellen. Die Sprecher im Spiel haben zum Teil einen Slang verpasst bekommen, der sich recht komisch anhört. Aber ansonsten ist das gesamte Geschehen auf dem Bildschirm mit entsprechenden Geräuschen vorbildlich unterlegt. Dadurch entsteht eine gelungene Atmosphäre, die dem Spiel sehr gut tut und die oben erwähnten Punkte durchaus vergessen lässt.

Fazit:"Sudden Strike" ist ein erstklassiges Spiel, das vor allem durch seinen gelungenen Detailreichtum und einen sehr hohen Anspruch überzeugen kann. Dabei ist es schwer zu sagen, ob es mehr ein Denk- oder doch eher ein Strategiespiel ist. Allerdings hat das Ganze auch eine Kehrseite: Die Grenze zwischen totalem Frust und genialem Spielspaß ist manches mal sehr klein. Für die Suche nach dem stets vorhandenen Schwachpunkt des Gegners ist meistens ein geduldiges und behutsames Vorgehen gefordert. Spieler, die ein schnelles Überennen des Gegners bevorzugen, sind hier fehl am Platz. Deshalb ist "Sudden Strike" vor allem für Hardcore-Strategen sehr empfehlenswert. Anfänger sind bei diesem Spiel allerdings total überfordert.

80

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