Test ArchLord

von Frank Roglmeier (30. Oktober 2006)

"World of Warcraft" war gestern. Nun wird es Zeit für eine neue Art von Online Rollenspiel. NHN Games präsentiert das wohl intensivste Online Fantasy Adventure aller Zeiten. "ArchLord" verspricht epische PvP Kämpfe, Tausende von Quests, eine gigantische Spielewelt und vieles mehr. Aber kann es diese Versprechen auch einhalten?

Rüstung, Schwert und Schild ... unser Krieger ist bereit für die SchlachtRüstung, Schwert und Schild ... unser Krieger ist bereit für die Schlacht

Kostenpflichtig

Die schlechte Nachricht zuerst, waren Spiele wie "Guild Wars" und "Factions" noch kostenlos so geht die neue Spielewelle wieder in die Richtung des Spielerabkassierens. Auch "ArchLord" kostet neben den Anschaffungskosten von knapp 45 €, noch 13 € monatlich, die ihr entweder über Bankeinzug, Kreditkartenabrechnung oder durch Kauf einer Gamercard bezahlt. Aber dafür dürft ihr in die Welt von Chantra eintreten und dort als Mensch, Mondelf oder Ork um eure Freiheit kämpfen. In jeder Rasse stehen verschiedene Berufe zur Verfügung, zwar sind diese nicht so zahlreich wie in "World of Warcraft", können sich aber dennoch sehen lassen. Zur Auswahl stehen acht verschiedene Klassen wie z.B. Zauberer, Jäger, Berserker, Waldläufer, Magier usw. Ärgerlich ist nur, dass ihr bei der Charakterwahl keine Entscheidungen fällen dürft. Aussehen, Kleidung und Geschlecht werden automatisch vom Spiel festgelegt, so sind z.B. Magier nur in weiblicher Form unterwegs. Habt ihr euch entschieden welche Rasse ihr spielt, kann das Spiel beginnen. Nach einem eindrucksvollen Intro geht's los.

Auch Pferde, Bestien und andere Kreaturen lassen sich als Fortbewegungsmittel nutzenAuch Pferde, Bestien und andere Kreaturen lassen sich als Fortbewegungsmittel nutzen

Unfair

Von Spielspaß ist in "ArchLord" anfangs nicht viel zu sehen. Rollenspielserver wie in Spielen der Konkurrenz gibt es in "ArchLord" nicht, ihr startet sofort in PvP Schlachten, d.h. Player vs. Player, jeder Spieler darf gegen jeden antreten um dessen Gold zu stehlen. Da werden natürlich die Anfänger sofort zum Ziel der Profis. Um überhaupt eine Chance gegen Monster und andere Spieler zu haben, müsst ihr jede Menge Fähigkeiten lernen, diese werden aber nicht wie sonst üblich automatisch gelernt, sondern müssen erst gegen einen kleinen Aufpreis beim Schmied, Zauberer usw. erstanden werden, was ebenfalls am Spielspaß nagt. Kein bisschen besser sind hier die Quests, so wurden vom Hersteller über tausend Aufgaben angeboten und nicht mal ein Viertel ins Spiel integriert. Erinnert ihr euch noch an den Bug von "The Elders Scrolls IV: Oblivion", in dem einige Quests teilweise deutsch und englisch waren? "ArchLord" hat sich hier ein Beispiel genommen und macht dies exakt genauso. Ebenfalls mies ist die Steuerung, die Standartbewegung über die WASD-Tasten funktioniert nicht wie gewollt, nur das Klicken per Maus lässt den Charakter nach Wunsch bewegen. Aber nicht alles ist schlecht, tausende von Waffen, Rüstungen und allerlei Gegenstände lassen das Herz eines Rollenspielers aufblühen. Auch Grafik und Sound begeistern mit schönen Landschaften, detaillierten Figuren und passenden Musikstücken.

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